Das haekelschwein Blog

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Ehe für alle

18.08.2017 22:24

Ehe für alle

Aus meinen Tweets der 26.-32. Kalenderwoche

13.08.2017 23:59

Kann man nicht die Hälfte der Müllabfuhr entlassen und stattdessen Kameras aufstellen, die den Müll filmen?Erfolgsrezept Innere Sicherheit!

Manche meiner Tweets sind schon so alt, dass ich mich ihrer nicht mehr schäme, sondern fremdschäme.

Liebe Berliner! Ihr müsst ja  den Deutschlandtouristen zuliebe keine Lederhosen tragen, aber bleibt doch mal an einer roten Ampel stehen!

„Zwei, vier, sieben, neun … los!“ Bei meiner Nichte ist der genaue Startzeitpunkt immer eine Überraschung.

Ich mache mir neue Visitenkarten. Die werden so hässlich, die zeigt jeder zum Spott im Büro herum, während die guten schon wegsortiert sind.

Ich habe ja eine Fußgängerzone in meiner Wohnung eingerichtet. Gefällt mir ganz gut. Das Schlafzimmer war ohnehin schon verkehrsberuhigt.

Kommt ein Atomkrieg, rufe ich meine Schulkameraden aus den 80ern an und triumphiere, dass ich es ja damals immer gesagt habe!

Tischdekorationen aus Kot

27.06.2017 21:38

Wir leben in einer Zeit schneller Moden, wo jenes, was wir eben noch als en vogue schätzten, im nächsten Augenblick fade und abgeschmackt erscheint, und anderes, das zu goutieren uns einst undenklich schien, fürderhin unsere Zustimmung genießt.

So wird es den Leser nicht wundernehmen, dass auch der Schmuck unserer festlichen Tafel stetem Wandel unterliegt, und wo vor Zeiten noch das Blumenbouquet oder der Mettigel ein Fanal gehobener Tischkultur setzten, gilt es nun als Zierde gediegenen Ambientes und Inbegriff souveräner Stilsicherheit, ein formschönes Exkrement auf dem guten Tuch zu platzieren.

Die flexible Plastizität des Werkstoffes Kot prädestiniert ihn für kreative Experimente, die den Gestaltungswillen des Gastgebers in hellem Licht erstrahlen lassen.

Als avantgardistisches Tischaccessoire verleiht Kot den Nimbus erlesenen Geschmacks, kulminiert doch in ihm der beredte Ausdruck weltmännischer Nonchalance und zeremonieller Modernität.

„Entschuldigung, wenn ich mich hier einmische, aber: Was soll dieser Mist?“

Was für ein Mist denn, ich schreibe ein Sachbuch! Wer sind Sie überhaupt?

„Der Lektor. Und ich kann mich nicht erinnern, so was in Auftrag gegeben zu haben.“

Und ob Sie haben! Ich zeigte Ihnen meinen Fantasy-Roman „Kronkor, der Unglaubliche“ und Sie haben gesagt: „Das verkauft sich jetzt nicht, schreiben Sie was über Vampire oder BDSM.“ Wollte ich aber nicht, und dann haben Sie mir ein Sachbuch vorgeschlagen: Tischdekorationen aus Kot.

„Aus Kork, Sie Hirni, aus Kork! Tischdekorationen aus Kork!“

Ach so. Das ist aber jetzt blöd, wo die erste Seite schon rum ist. Ich kann ja nicht mittendrin das Thema wechseln, was wird der Leser denken?

„Noch ist es nicht zu spät!“

Aber wird er nicht das Buch weglegen und umtauschen wollen, weil er sich etwas ganz anderes erhofft hat?

„Das ist mir doch egal, was diese koprophilen Arschlöcher erwartet haben, ich will ein anständiges Buch!“

Ja, okay, dann wechsele ich also jetzt das Thema, gut?

„Nur zu!“

Kronkor setzte den Hörnerhelm auf, wischte Met aus seinem roten Rauschebart und stieß in Golmibol, die Fanfare des Sieges, welche wie Donnerhall über ganz Kremonien ertönte. Das hörte auch Busaria, seine fertile Gespielin, die …

„Och nööö, nicht diese Fantasy-Soße. Kork!“

Kork kann ich nicht.

„Was können Sie denn? Lyrik?“

Ich weiß nicht recht.

„Machen Sie mal!“

Ich möchte nun mitnichten
hier anfangen zu dichten,
nach Versmaß mich zu richten,
die Silbenzahl zu lichten,
ein passend’ Wort zu sichten,
nach Endreim es gewichten,
mich euch darauf erpichten
Buchlesern aller Schichten
zur Poesie verpflichten
und noch ein Vers mit Fichten.

„Ah … na gut, das lassen wir dann besser.“

Aber ich kann Konjunktiv! Soll ich mal?

„Konjunktiv ist doch kein Genre.“

Aber kann ich. Soll ich nicht doch mal?

„Nur, wenn Sie nicht an sich halten können.“

Bäte man mich um Verwendung des Konjunktivs, bärste ich gewiss vor Ehrgeiz, drösche hohle Phrasen und flöchte endlose Wortketten, da in mir die Begierde göre, dass man das Gesagte genösse und begeistert um Fassung ränge, bis ich lustvoll erschräke, weil Applaus erschölle. Lüde man mich fortzufahren ein, ersänne ich weitere Sentenzen, die wie Blumen auf meiner Zunge sprössen und wie Tau von meinen Lippen tröffen. Glömme noch immer Eifer in mir, hübe ich zu dichten an bis mein Redefluss überquölle und mich schließlich zum Schweigen bewöge.

„Ja, ganz nett, aber nichtssagend. Sind denn Sachtexte so gar nichts für Sie?“

Bin ich firm drin! Ich habe mal für eine Zeitschrift Produkttests geschrieben. Das ist natürlich ein Erfahrungsquell, aus dem ich schöpfen kann. Sollte ich die Quintessenz in einem Beitrag abhandeln, so schriebe ich:

Das Gehäuse ist äußerst formschön und von einer geometrischen Stringenz, die Bauhauseinflüsse nicht verleugnen kann, aber die aromatischen Obertöne kommen erst voll zur Geltung, wenn man einen Bissen im Munde zergehen lässt, wenngleich die letzten vierzig Seiten eher langweilig sind und sich mühsam einem vorhersehbaren Schluss entgegenquälen, doch die neckischen Applikationen am Revers entschädigen für den allzu dünnen Leinenstoff, schließlich kommt es im Endeffekt nur auf gute Verbrauchswerte und einen praxistauglichen Kofferraum an.

„Oha. Zumindest verstehe ich, warum Sie damit aufgehört haben.“

Die Zeitschrift ist halt pleite gegangen.

„Was Sie nicht sagen. Kinderbücher, wie ist es damit? Vielleicht können wir das Buch noch in diese Richtung lenken?“

Schöne Idee. Ich las früher gerne die Raupe Nimmersatt. Wenn ich Ihnen da mal was anbieten dürfte – aufgemerkt:

Einsam starb die alte Raupe,
alle Jugendfreunde fort.
Wenn sie nur nach oben schaute,
Schmetterlinge säh’ sie dort!

„Nein nein, ach was, da muss ein Raupenlehrling drin vorkommen, der mit zaubernden Freunden gegen die Macht des Bösen kämpft!“

Pah, ich lasse mir doch von Ihnen nicht meine Kindheitserinnerungen verderben! Dann kann ich auch gleich mit Kronkor von Kremonien fortfahren:

Mit rasender Berserkerwut schwang er seine dreihändige Axt über die Schar der Angreifer. Köpfe rollten wie Geröll den Abhang nieder. Busarias Busen bebte vor Bewunderung. Ihr knappes Fellkleid verhüllte kaum ihre alabasternen …

„Ja, danke, behalten Sie das doch bitte für sich.“

Spießer!

„Wie bitte?“

Ihnen ist ja nichts rechtzumachen, dabei bin ich zum Romanschreiben geboren, ein Mensch mit überragender Beobachtungsgabe! Nehmen Sie nur den Tag, als ich bei Ihnen im Büro war: Was mir gleich beim Reinkommen auffiel, war ein Schirmständer, dessen Schatten auf einen Wandteppich fiel, der ein unruhiges Rechteckmuster besaß, das mir schon einmal in einer kleinen Dresdener Pension begegnete, dort allerdings als Dessin auf einem Zahnputzbecher, neben dem ein Seifenstück drapiert war, das ich Jahre zuvor in einem Frankfurter Motel einmal für die Willkommensschokolade hielt und fast verschlungen hätte, wäre nicht im selben Augenblick das Zimmermädchen hereingekommen, um mir mitzuteilen, dass sie mich gerade mit einem Bastmattenverkäufer verwechselte, der in den Anfangsjahren ihres Berufslebens gerne einmal ein unverbindliches Schäferstündchen mit jenen Hotelangestellten, die weder in festen Händen noch einem amourösen Abenteuer abgeneigt waren, in allen Einzelheiten zu planen, nie aber umzusetzen pflegte.

„Ja, stimmt, genau so einen Schirmständer habe ich. Dann versuchen wir es halt doch mal mit einem Roman. Aber Kronkor bleibt in seiner Höhle!“

Es ist ein kalter Novembermorgen. Frühnebel umgibt den schlichten Betonbau des Fernsehstudios. Irgendwo in der Ferne bellt ein Hund.

Kaum erscheint das Gesicht des Prominenten auf dem Bildschirm, blendet der Sender nicht seinen Namen ein, sondern „Kronkor von Kremonien“, woraufhin der Bauchbindentexter entlassen wird, dem Suff anheimfällt und dreißig Jahre später in einer kleinen Pension in Montevideo tot aufgefunden wird, umringt von Käfern, die sich bereits an ihm schadlos gehalten haben, aber deren Trippeln auf dem Holzparkett so rhythmisch ist, dass der Gast im Zimmer darunter beschließt, seinen Job als Bürstenvertreter aufzugeben und Schlagzeuger zu werden, was ihm späten Ruhm beschert und die Liebe seiner Frau aufs Neue entfacht.

Na, wie war das?

„Kurz. Eher kurz. Wenngleich nicht gänzlich ohne Reiz. Aber zu wenig dem Augenblick verhaftet, man kann nicht so recht mitfühlen. Versuchen Sie es noch mal!“

Panisch schnappte er nach Luft, wild um sich schlagend ruderte er im Wasser umher – jeder Aufschrei nackter Angst füllte seine Lungen weiter mit dem tödlichen Nass: Er durfte jetzt nicht aufgeben!

Seine letzte Chance bestand darin, alle ihm verbliebene Kraft zusammenzunehmen und sich mit Gewalt emporzudrücken, sich mit letztem Schwung den Klauen des kalten Wassers zu entreißen und an die rettende Oberfläche zu gelangen.

Doch der Impuls an seine Muskeln war nur noch ein schwacher Schatten seines Überlebenswillens. Die unerbittliche Kälte des ersten Elementes ließ auch seine fast übermenschlichen Anstrengungen immer mehr in hilflose Zuckungen auslaufen.

Selbst ein letztes verzweifeltes Hinabschlagen seiner verkrampften Arme konnte ein weiteres Tiefersinken nicht verhindern, und so nahm er einen tiefen Schluck des flüssigen Todbringers und gab sich der lähmenden Dunkelheit hin, bis er regungslos auf den Boden sank.

Vor dem Becken riss derweil der Kontrolleur die Karten ab – die Vorstellung mit dem nächsten Ertrinkenden würde bald beginnen.

„Naja, da wünsche ich ich mir doch fast den guten alten Kronkor zurück. Ein bisschen vielschichtiger dürfte es schon sein.“

Kritisch besah er sich im Spiegel: War er auch wirklich glatt rasiert? Gleichsam einer Antwort harrend, füllte das monotone Brummen des Apparates noch immer den kahlen, weiß gefliesten Raum, bis völlige Stille Zufriedenheit signalisierte.

Heute war es so weit. Der große Moment war gekommen, alle Blicke würden auf ihn gerichtet sein, denn dies war sein Tag - seiner und Judys, der er von heute an so nah wie nie zuvor sein würde - vereint in alle Ewigkeit.

Sorgsam trennte er das Netzkabel vom Rasierer, bevor er ihn unter dem Wasserhahn auswusch. Alles hatte seine Zeit im Leben, jede Handlung ihren Ablauf. Hielt man die Reihenfolge nicht ein, konnte ein Unglück geschehen.

Gleich war es neun, dann würde Pater Thomson ihn abholen. Nervös nestelte er an seinem Kragen. Lange hatte er auf diesen Augenblick warten müssen, doch jetzt, wo er gekommen war, schien ihm die Zeit wie im Fluge vergangen.

Als sei es gestern gewesen, blieb ihm der Tag ihres Kennenlernens im Gedächtnis. Es war an einem Samstagmorgen im April, wenige Wochen nach seiner Rückkehr aus Europa. Er saß auf einer Parkbank gegenüber der Stadtbibliothek und lauschte dem Konzert der Vogelstimmen, das nur gelegentlich vom Geschrei spielender Kinder übertönt wurde. Judy setzte sich zu ihm, kramte ein Buch aus ihrer Handtasche und fragte schüchtern lächelnd: „Das habe ich schon durch, wollen Sie das vielleicht zu Ende lesen?“ Er wollte, und nicht nur das.

Seine Schritte hallten durch den endlosen Flur. Er war aufgeregt wie vor einer wichtigen Prüfung, dabei würde er selbst kaum etwas sagen müssen, und doch würde er im Mittelpunkt stehen – er und Judy, seine über alles geliebte Judy.

Nervös fragte er den Priester nach der Uhrzeit. „Nur keine Sorge“, beruhigte der ihn, „man wird nicht ohne Sie anfangen.“ „Sind denn schon alle da? Auch Judys Verwandtschaft?“ „Natürlich. Ganz vorne in der ersten Reihe.“

Unsicher musterte er seinen Anzug. War er auch dem Anlass angemessen? Sollte er zu diesem einmaligen Ereignis nicht etwas Festlicheres tragen? „Sind Sie auch schon so nervös?“ fragte er den Priester. „Nein, heutzutage nicht mehr. Beim ersten Mal, da noch. Aber nun bin ich seit fast dreißig Jahren hier Pfarrer, da wird es einem zur Routine.“ „Nun ja, Sie werden es ja auch nie selbst erleben. Das ist schon etwas anderes.“

Die Tür am Ende des Ganges wurde von innen geöffnet. Er trat ein. Erwartungsvolle Gesichter blickten ihn an. Er setzte sich auf den Stuhl, ließ die Elektroden an seinen Schläfen befestigen und dachte an Judy, die er schon vorausgeschickt hatte, damit sie im Jenseits auf ihn warte.

„Wissen Sie was?“

Nein?

„Wenn ich es mir recht überlege: Schreiben Sie doch lieber das Buch mit den Tischdekorationen zu Ende.“

Aus meinen Tweets der 19.-25. Kalenderwoche

25.06.2017 23:59

Ich habe mir eine Speichererweiterung für meine Bibliothek bestellt. 200x60 cm, in Megabyte weiß ich's jetzt gar nicht.

„Alles kann, nichts​ muss“, aber als Jobbeschreibung.

Das Schwierige an der Wanderung auf dem König-Ludwig-Weg ist, dass man sich mit Szepter und Hermelinmantel oft im Dickicht verfängt.

Der einzige Politiker, der noch täglich im Radio besungen wird, ist Erich Honecker. Dank Sonderzug nach Pankow.

Ich hoffe ja immer noch, mal 6 Richtige zu haben. Ich spiele zwar nicht, aber die Chancen sind so gering, dass das keinen Unterschied macht.

Ja, man hat die Freibäder kaputtgespart, aber dafür werden bald die Steuern gesenkt, damit wir uns alle einen Pool im Garten leisten können!

Helmut Kohl war 1,93 m, Gerhard Schröder 1,74 m und Angela Merkel 1,65 m. Es geht bergab mit Deutschland!

Gurkenschale

26.05.2017 22:30

Aus meinen Tweets der 14.-18. Kalenderwoche

07.05.2017 00:00

Die ganze politische Bandbreite zwischen „Reiche sollen schnell reicher werden“ und „Reiche sollen nicht ganz so schnell reicher werden“.

Wie nennt sich eigentlich diese Krankheit, dass sich Wähler während der einen Minute in der Wahlkabine plötzlich für Millionäre halten?

Nur jeder achtzigste Deutsche ist Millionär, aber da soll noch mal einer sagen, dass wir uns nicht rührend um unsere Minderheiten kümmern!

Wohnt ihr weit weg? Ich nicht.

Meine Lateinkenntnisse haben mir länger was genützt als meine MS-DOS-Kenntnisse.

In guten Comics wird mit Bildern erzählt und nicht eine Erzählung bebildert.

Was man auf die Unterseite des Brotes schmiert, kann man von den Gesamtkalorien abziehen.

Es ist jetzt diese Jahreszeit, wo Menschen in kurzer Hose neben Menschen im Mantel laufen.

Ich lese gerade ein Buch über Äthiopien. Die hatten Kaffee, Homo sapiens und Christentum so lange vor uns, das holen wir nicht mehr auf!

„Dieses Produkt gibt es in Grau als Atomkraftwerk oder in Braun als halbes Hähnchen.“ Amazon immer so. Und Bewertungen für beide vermengt.

102

05.04.2017 16:44

Heute ist Welthaekelschweintag! Die Häkeloma, Schöpferin von rund 16.000 haekelschweinen, wäre heute 102 geworden.

Aus meinen Tweets der 9.-13. Kalenderwoche

31.03.2017 23:59

Früher, als es noch mehr Verbrechen gab, aber weniger darüber berichtet wurde und sich alle sicherer fühlten. Das war schön.

Tipp: Nicht beim Müsli-Essen niesen, während man eine Strickjacke trägt.

Laktoseintoleranz (75% der Menschheit) ist ebenso wenig eine Erkrankung wie schwarze Haare eine Kopfkrankheit sind.

Was viele nicht ahnen: ich bin der beste Deutsche. Die anderen sind auch nicht schlecht, aber es bleibt dieser Qualitätsunterschied.

„Alle sollen so sein wie ich. Und dann soll da eine Linie auf der Landkarte sein, ab wo alle Leute anders sind, damit der Urlaub was taugt.“

Lego-Batman-Film: Als ob ein Füngzigjähriger und ein Fünfjähriger sich beim Drehbuchschreiben alle fünf Minuten abgewechselt hätten. Das Ergebnis ist gut guckbar, aber vielleicht hätte man jeden von beiden seinen eigenen Film machen lassen sollen.

Wusstet ihr, dass es Menstruation nur bei Primaten, Fledermäusen & Rüsselspringern gibt? Ich wusste nicht mal, dass es Rüsselspringer gibt.

Ich habe auf Reisen gerne möglichst alte Reiseführer dabei, weil ich dann nicht nur örtlich, sondern auch zeitlich reise, indem ich sehe, was sich in den letzten Jahrzehnten geändert hat.

Ich arbeite jetzt als Aktmodell für Phantomzeichner. Ich flitze einmal durch den Raum und fahre dann heim, während ich gezeichnet werde.

Wasser im Glas. Gelingt immer.

Aus meinen Tweets der 5.-8. Kalenderwoche

26.02.2017 23:59

Mein Anteil an der Weltbevölkerung wird immer kleiner.

„Du schnarchst!“ – „Dazu würde ich gerne noch mal eine zweite Meinung hören.“

Wen Gott liebt, dem gibt er kluge Freunde und dumme Feinde.

Wenn mal eine Marzipanspur von meiner Haustür zu einem VW-Bus führt, dann weiß ich: Man will mich kidnappen und ich kann nichts dagegen tun!

„Nicht mal ein TV lässt sich heute ohne PC-Kenntnisse bedienen!“ – „Du übertreibst, Papa! Lies erst mal die Anleitung… hier als PDF auf CD.“

In einer Parallelwelt heißt der auf Trump folgende Präsident George W. Bush und geht als das herzensgute Genie in die Geschichte ein.

Überwachungsgesetze kann ein künftiges Regime jederzeit einführen, aber welche Daten aus der Vergangenheit vorliegen, entscheiden wir jetzt.

Mit einem Benzinkanister herumlaufen und überall erzählen, dass der neue Nachbar wie ein Brandstifter aussehe.

Warnungen der Tyrannen vor den Untaten ihrer Gegner muss man immer als Ankündigung ihrer eigenen Vorhaben lesen.

Das Eis der Antarktis ist im Durchschnitt 2000 Meter dick. Ich würde das auf der nächsten Cocktailparty erwähnen, werde aber nie eingeladen.

Eine Lehre aus der Geschichte ist das beruhigende Gefühl, dass es schon gutgehen wird – vor jeder Katastrophe.

„Aber ich hab eure AfD immer in Talkshows eingeladen, ihr könnt doch jetzt nicht unsere Sender dichtmachen!“ – „Steig auf den Lastwagen!“

Es war nicht alles schlecht in der Würmzeit!

Reichstag

19.02.2017 23:14

Aus meinen Tweets der 1.-4.Kalenderwoche

29.01.2017 23:59

Ein kompliziertes Passwort reicht nicht. Man muss auch eine Mutter mit alphanumerischem Mädchennamen haben. Für die Sicherheitsfrage!

Wie Fernbedienungen gestaltet werden: Der Designer beleimt ein Holzstück, schüttet sechzig Tasten in die Hand und niest einmal kräftig.

Schade, dass Politiker immer nur über ihre Stasi-Vergangenheit stolpern, nie über ihre Stasi-Zukunft in Form von Überwachungsstaatfantasien.

Ich hab mir überlegt, man könnte doch auch Kraftwerke mit Elektrostrom betreiben statt mit Fossilien, dann gäbe es keine Abgase mehr.

Ich finde es vorbildlich, wie selbstkritisch Deutschland seine Geschichte aufarbeitet. Das ist ein Zeichen von Stärke. Vertuschen ist feige. Es gibt genug Länder, wo Geschichtsunterricht nur Hurra-Patriotismus ist und "Right or wrong, my country." Das brauchen wir nicht. In der Türkei ist es verboten den Völkermord zuzugeben, in Deutschland, ihn zu leugnen. Kindisches "Ich war's nicht" vs reifes "Nie wieder!"

Gast1 & Gast2 wünschen einander im Politikforum den Tod ohne zu ahnen, dass sie in Comic- & Fußballforen seit Jahren beste Gespräche führen.

Ausländerfeind wär jemand, der einen blonden Isländer verprügelt und dann mit einem schwarzen Deutschen ein Bier trinkt. Gibt's nicht, also Rassist.

So wie sich die Weltpolitik entwickelt, bedauern jetzt doch einige, dass wir die Marsbesiedelung immer aufgeschoben haben.

Ich sage voraus, dass Trump entweder zwei oder zwölf Jahre im Amt bleiben wird.

„Endlich mal ein Präsident, der tut, was er sagt!“ – „Aber er sagt nur Böses!“ – „Warte doch erst mal ab, was er tut!“

Türsteher

18.01.2017 22:11

Aus meinen Tweets der 46.-52. Kalenderwoche

31.12.2016 23:59

Wenn die Leute so wären, wie sie ihren Kindern erzählen, dass man sein soll.

Bisher habe ich immer Schwarzbrot und Weißbrot gegessen. Jetzt habe ich mal Graubrot gekauft. Was mir das Zeit sparen wird!

Comics sind unrealistisch. In der Realität wäre Lex Luthor Präsident und Kal-El auf irgendeinem Area-51-Seziertisch.

Prognose: Nach acht Jahren Trump sind Deutschland und China die verbleibenden Weltmächte. Die kreativen und gut ausgebildeten Leute, die Amerika vergraulen wird, heißen wir so willkommen wie die Firmen, die aus UK abwandern! Deutschland kann seine historische Chance eigentlich nur noch dadurch versauen, AfD zu wählen.

Ich lege mir abends immer einen Pferdekopf ins Bett, um mich vor der Mafia zu schützen. Den Trick habe ich von einem Protestwähler.

Altgriechisch κακός („schlecht“) und deutsch Kacke entstammen beide indogermanisch *kakka-. Jetzt kennt ihr ein 6.000 Jahre altes Wort. (Und ja, die Bedeutung der idg. Wurzel ist defäkieren, da hat sich mal bis zum Neuhochdeutschen nix geändert, was auch selten ist.)

Ob die Babys aus den Kinderwagen, die ich auf U-Bahntreppen getragen habe, mich in 40 Jahren dort beiseitedrängeln, weil ich zu langsam bin?

Was mir an Gott sympathisch ist: Er tut genauso wenig gegen Hunger und Kriege wie ich. Wir sind beide eher von der gemütlichen Sorte.

Menschen sollten ein Leben lang wachsen. Dann wird man Alte mehr achten, weil sie einen sonst zertreten wie Käfer.

Die Gedächtniskirche ist übrigens nicht kaputt gefahren worden, sondern das Endergebnis rechter Hetze.

Merke: Das norddeutsche Wort Sonnabendabend wird dreisilbig gesprochen.