<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Weitgeschweiftes &#8211; ↀ haekelschwein.de</title>
	<atom:link href="https://haekelschwein.de/kategorie/weitgeschweiftes/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://haekelschwein.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 11 Sep 2024 11:10:15 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://haekelschwein.de/wp-content/uploads/2024/04/cropped-cropped-vorne2-e1712521184261-32x32.jpg</url>
	<title>Weitgeschweiftes &#8211; ↀ haekelschwein.de</title>
	<link>https://haekelschwein.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Bürgergeld-Sanktionen</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/buergergeld-sanktionen.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Aug 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://haekelschwein.de/?p=2292</guid>

					<description><![CDATA[Ich zahle mit meinen Steuern die Schulausbildung nicht nur für fleißige Schüler, sondern auch für lernunwillige. Ich könnte ja meinen: Wer dreimal schwänzt oder zweimal &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich zahle mit meinen Steuern die Schulausbildung nicht nur für fleißige Schüler, sondern auch für lernunwillige.</p>



<p>Ich könnte ja meinen: Wer dreimal schwänzt oder zweimal sitzenbleibt, sollte keine Schulausbildung mehr bezahlt bekommen. Das würde viel Geld sparen, das man dann z.B. in die Polizei investieren könnte, weil plötzlich zigtausend Jugendliche auf der Straße herumlungern und Blödsinn machen.</p>



<p>Ähnlich sinnfrei ist die Idee, einigen Menschen die Sozialleistungen ganz zu streichen und dadurch die Menge der Obdachlosen, Bettler und Diebe zu vergrößern.</p>



<p>Wer außer den Betroffenen litte noch darunter? Wir gering bis mäßig verdienenden Stadtbewohner, die wir zu Fuß oder mit dem ÖPNV unterwegs sind statt mit schwarzen Limousinen. Und die wir keinen Zaun und keine Alarmanlagen haben.</p>



<p>Wir wünschen uns aus Empathie UND aus Eigennutz, dass mehr gegen Armut getan wird statt weniger. Wir brauchen nicht noch mehr Matratzen unter den Brücken, noch mehr Urinpfützen auf dem U-Bahnsteig, noch mehr Bettlerhände, die uns entgegengestreckt werden.</p>



<p>Wir zahlen jetzt schon eine &#8222;zweite Steuer&#8220; in Form von Kleingeld direkt an die Bedürftigen, während die Limousinenfahrer nie wegen eines Almosens angehalten werden.</p>



<p>„Politik durch getönte Scheiben“ wird zum Problem. Die Politiker bekommen die Folgen ihrer Stammtischpolitik selbst gar nicht zu spüren. Die Bettler am Straßenrand sind nur Schatten im Vorbeifahren, und weder in der Tiefgarage noch im Carport neben der Villa wird man mit ihnen konfrontiert.</p>



<p>Man muss auch den Zukurzdenkern, die Populisten wählen, klarmachen, dass unsoziale Politik nicht mal die schlimmsten Egoisten auf Dauer glücklich macht. Wenn man Menschen jede Hilfe verweigert, dann holen sie sich das Lebensnotwendige eben auf andere Weise.</p>



<p>Entweder man hat einen Sozialstaat oder einen riesigen Polizeiapparat und Gated Communities neben Favelas. Ein Sozialstaat ist für alle lebenswerter, auch für diejenigen, die keiner Sozialleistungen bedürfen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Prioritätenverschiebung</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/prioritaetenverschiebung.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Jun 2024 13:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://haekelschwein.de/?p=2298</guid>

					<description><![CDATA[Ich versuche euch mal spontan zu erklären, wie es zu den ganzen rechten Wählern kommt und wie die wieder weggehen. Dazu müsst ihr den Gedanken &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich versuche euch mal spontan zu erklären, wie es zu den ganzen rechten Wählern kommt und wie die wieder weggehen.</p>



<p>Dazu müsst ihr den Gedanken loswerden, dass es auf der einen Seite die rassistischen Wähler gibt, die für die AfD stimmen und auf der anderen Seite die Nicht-Rassisten, welche die anderen Parteien wählen.</p>



<p>Es gibt nicht plötzlich „mehr Nazis“ oder mehr Rassisten als vor der Wahl. Die Menschen sind dieselben wie früher, nur ihre Prioritäten wurden verschoben.</p>



<p>Stellt euch vor, ihr mögt Yoga, Schach und Handball und geht zu einem Sportfest. An welcher Sportart ihr euch beteiligt, hängt dann u.a. davon ab, welche gerade besonders beworben wird. So entscheidet ihr euch z.B. für Handball, obwohl ihr die anderen Sportarten auch mögt, und werdet nun von den anderen Besuchern als Handballer betrachtet. In anderen Jahren hättet ihr euch vielleicht an den Schachtisch gesetzt.<br><br><strong>Menschen vereinigen in sich viele politische Meinungen und Wünsche.</strong></p>



<p><strong>Die meisten Leute haben zwar rassistische Ansichten, aber darüber hinaus noch weitere Vorlieben, die ihnen politisch mal wichtiger und mal unwichtiger sind als ihr Rassismus, und das ist abhängig vom aktuellen politischen Diskurs in Medien und Politik.</strong></p>



<p><strong>Wenn gerade Themen wie Islamismus, Ausländerkriminalität, Asyl an die große Glocke gehängt werden, wird der Rassismus wahlentscheidend, sonst wären es andere Politikvorlieben.</strong></p>



<p>Wenn ihr euch die Wählerköpfe als Schaubild vorstellt, dann gibt es nicht den blau gefüllten Kopf für rassistische Wähler und den rot gefüllten Kopf für sozial eingestelllte Wähler, usw.</p>



<p>Jeder Kopf hat mehrere Farbschichten, gestapelt nach der Wichtigkeit für ihn. Bei dem einen ist die blaue Schicht immer oben, der wählt ständig die Faschisten. Aber bei vielen ist die blaue Schicht meistens weiter unten und wird nur durch mediale und politische Aufpeitschung an die oberste Stelle gespült.</p>



<p>Wir alle kennen doch Leute, deren wichtigstes Steckenpferd ihr Rassismus ist, und die jeden Satz mit „Die Ausländer…“ beginnen. Das ist die faschistische Stammwählerschaft im einstelligen Prozentbereich.</p>



<p>Aber wir merken auch, dass die meisten Leute oft Rassistisches sagen und dennoch SPD oder CDU oder Linke wählen, solange fremdenfeindliche Narrative nicht gerade überall gehypt werden, sondern andere Themen wie Klima oder Schule im Vordergrund stehen.</p>



<p>Wir haben jetzt also nicht die langwierige und kaum lösbare Aufgabe, den Rassismus der Wähler zu beseitigen.</p>



<p>Sondern die kurzfristige und machbare Aufgabe, die Prioritäten der Wähler wieder geradezurücken.</p>



<p>Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit müssen also wieder auf eine höhere Stufe der Wahlentscheidung.</p>



<p>(Leider ist es besonders leicht und verführerisch, über Rassismus Wählerstimmen zu generieren. Daher müssten sich alle demokratischen Parteien verpflichten, diesen Weg nicht zu gehen.)</p>



<p>Stellen wir uns mal eine alternative Realität vor, in der Sozialdemokraten an der Regierung wären. Die könnten dann sagen: Schluss mit dem Spardiktat auf Kosten unserer Zukunft! Wir holen uns von den Reichen jetzt die Steuereinnahmen, um Schulen, Gesundheitssystem und Bahn in Ordnung zu bringen.</p>



<p>Oder stellen wir uns vor, unsere Öffentlich-Rechtlichen wären nicht die Pressestelle von Union und AfD, sondern würden die tatsächlichen Erfolge der Ampel auch mal erwähnen und erklären.</p>



<p>Erinnert euch an die Zeit der letzten Bundestagswahl. Damals war Klimaschutz das bestimmende Thema und wir hielten sogar eine grüne Kanzlerschaft für möglich.</p>



<p>Das Thema Umwelt war damals in den Hirnen der Wechselwähler weit nach oben in der Prioritätenliste gerückt.</p>



<p>Anstatt diesen Schwung sofort in sichtbare, gut erklärte Projekte umzusetzen, ließ man aber zu, dass von rechts wieder das Thema Asyl aufs Tapet gebracht wurde, unterstützt von den Medien.</p>



<p>Das bewirkte eine Prioritätsverschiebung.</p>



<p>Es gibt einen großen Wählerpool von Rassisten. Ein kleiner Teil von denen wählt immer rechtsradikale Parteien, die meisten von ihnen lassen sich bei ihrer Wahlentscheidung aber nur dann von ihrem Rassismus leiten, wenn ihnen dieser Aspekt als das derzeit wichtigste politische Thema dargestellt wird („Flüchtlingskrise! Bezahlkarte!“), man kann sie aber für andere Themen und damit andere Parteien zurückgewinnen. Dadurch werden sie nicht weniger rassistisch, aber wählen zumindest nicht mehr rechts.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alles Zufall</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/alles-zufall.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2024 22:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://haekelschwein.de/?p=2305</guid>

					<description><![CDATA[„Das ist aber schon alles Zufall, was da passiert, oder?“ Diese Frage stellte meine achtzigjährige Großtante, als sie meinem Bruder und mir vor fünfunddreißig Jahren &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>„Das ist aber schon alles Zufall, was da passiert, oder?“</p>



<p>Diese Frage stellte meine achtzigjährige Großtante, als sie meinem Bruder und mir vor fünfunddreißig Jahren am Heimcomputer zuschaute.</p>



<p>Dass wir das Geschehen auf dem Bildschirm direkt beeinflussten, wollte ihr nicht in den Sinn.</p>



<p>Daran erinnerte ich mich neulich, als ich sah, wie mit KI Videos generiert werden.</p>



<p>Irgendwann werde auch ich den Moment erleben, wo mir die technische Entwicklung unbegreiflich wird. Und deren Tempo steigt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eiskugelinflationsindex</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/eiskugelinflationsindex.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Mar 2024 15:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://haekelschwein.de/?p=2307</guid>

					<description><![CDATA[Ich erhebe seit 2017 aufopferungsvoll den Eiskugelinflationsindex durch Schnabulierung einer Eiskugel in Siemensstadt. 2017 kostete eine Eiskugel 1,20 €. 2018 kostete eine Eiskugel 1,25 €. &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich erhebe seit 2017 aufopferungsvoll den Eiskugelinflationsindex durch Schnabulierung einer Eiskugel in Siemensstadt.</p>



<p>2017 kostete eine Eiskugel 1,20 €.</p>



<p>2018 kostete eine Eiskugel 1,25 €.</p>



<p>2019 kostete eine Eiskugel 1,30 €.</p>



<p>2020 kostete eine Eiskugel 1,30 €.</p>



<p>2021 kostete eine Eiskugel 1,30 €.</p>



<p>2022 kostete eine Eiskugel 1,50 €, manche Sorten 1,70 €.</p>



<p>2023 kostete eine Eiskugel 1,70 €, manche Sorten 1,90 €.</p>



<p>2024 kostet eine Eiskugel 2,00 €.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Steuerformularquatsch</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/steuerformularquatsch.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Feb 2024 13:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://haekelschwein.de/?p=2310</guid>

					<description><![CDATA[Bei der Gewerbesteuererklärung gibt es eine Zeile, die man nur ausfüllen muss, wenn man eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt ist. Das Formularfeld wird also zigtausendfach gelesen und &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Bei der Gewerbesteuererklärung gibt es eine Zeile, die man nur ausfüllen muss, wenn man eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt ist.</p>



<p>Das Formularfeld wird also zigtausendfach gelesen und ignoriert, aber nur ein Dutzend Mal ausgefüllt.</p>



<p>Das symbolisiert sehr schön, was bei diesen ganzen Steuerformularen schiefläuft.</p>



<p>Man stelle sich vor, Dieter Schwarz wäre mein bester Kumpel und wollte mir 30% Rabatt einräumen, weshalb an den Lidl-Kassen jeder gefragt würde: „Sind Sie Herr haekelschwein?“</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Machtdemonstrationen</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/machtdemonstrationen.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jun 2023 16:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/?p=2120</guid>

					<description><![CDATA[Eigentlich ist die Zerstörung von Werten die einzig wahre Reichtumsdemonstration. Wer kleiner Unternehmer, ja selbst wer Millionär ist, muss seinen Betrieb am Laufen halten. Um &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eigentlich ist die Zerstörung von Werten die einzig wahre Reichtumsdemonstration. Wer kleiner Unternehmer, ja selbst wer Millionär ist, muss seinen Betrieb am Laufen halten. Um sich als Milliardär darüber zu erheben, kauft man was Teures und macht es lachend kaputt.</p>



<p>In ähnlicher Form ist die Lüge eine politische Machtdemonstration. Offensichtlich zu lügen und in seinem Umfeld keinen Widerspruch zu ernten, die widersprechenden Gegner ignorieren zu können und keine Konsequenzen zu erfahren, beweist die Machtposition des Lügners.</p>



<p>Unfreundlichkeit ist auch eine Machtdemonstration. Wenn euer Chef nett ist, könnt ihr euch einreden, dass ihr deshalb auch nett zu ihm seid. Ist er ein Arsch, müsst ihr trotzdem nett zu ihm sein und fühlt, dass ihr es wegen des Machtgefälles seid.</p>



<p>Ignoranz ist eine Machtdemonstration. Die Menschen, die mit Aktenordnern ins Meeting kommen und alle Fakten parat haben, stehen unten in der Hierarchie. Man muss die Details nicht kennen, wenn man zu delegieren weiß oder seine Position aufgrund von Beziehungen innehat.</p>



<p>Warum also ist es dem Mächtigen nicht peinlich, bei Lügen, Wissenslücken, Unfreundlichkeit, Verschwendung ertappt zu werden? Weil die Folgenlosigkeit dessen ihn seine Macht spüren lässt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warenhäuser</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/warenhaeuser.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Mar 2023 16:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/?p=2122</guid>

					<description><![CDATA[Das Problem an Kaufhäusern wie Galeria: Die Jüngeren stellen es sich als etwas Altbackenes vor, wo nur Oma und Opa einkaufen. Aber die Älteren stoßen &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das Problem an Kaufhäusern wie Galeria: Die Jüngeren stellen es sich als etwas Altbackenes vor, wo nur Oma und Opa einkaufen. Aber die Älteren stoßen dort auf Markeninseln mit junger Mode statt der gewohnten Hosen- oder Hemden-Abteilung. Man sitzt jetzt zwischen den Stühlen.</p>



<p>Wenn Kaufhäuser wirklich noch so altmodisch wären, wie es sich Leute vorstellen, die dort seit Jahrzehnten nicht mehr einkaufen, hätten sie vielleicht die Seniorenkundschaft halten können. Oder wenn sie ihre stattgefundene Modernisierung bei Jüngeren besser kommuniziert hätten.</p>



<p>Vielleicht hat das Konzept Kaufhaus auch wirklich keine Zukunft mehr. Aber andererseits besteht es doch aus Abteilungen, die anderswo als Läden noch Zulauf haben. Sportläden wie Decathlon oder Modeläden wie TK Maxx sind gut frequentiert.</p>



<p>Man sollte aber heute ein bestimmtes Einkaufs-Erlebnis erzeugen. Bei TK Maxx muss man sich durch viele Regalmeter Hosen kämpfen und entdeckt dann ein Schnäppchen einer bestimmten Marke. Am nächsten Tag kann man dasselbe machen, weil ständig umgeräumt wird. Das ist Gamification!</p>



<p>Wenn man hingegen nur an Markeninseln vorbeigeht und denkt: Ach, da gibt es die aktuellen Boss-Sachen zum Listenpreis, und da drüben die aktuellen Esprit-Sachen zum Listenpreis, dann ist das langweilig.</p>



<p>Bestimmte Kaufhaus-Kundengruppen gibt es vielleicht auch kaum noch. In den 80ern ging unsere Mutter mit uns Kindern ins Kaufhaus, um Klamotten zu kaufen. Mein Bruder und meine Schwägerin sind heute beide berufstätig und bestellen Kinderkleidung lieber nach Hause, das spart Zeit.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Geschlechtsneutrale Studierende</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/geschlechtsneutrale-studierende.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2023 17:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/?p=2128</guid>

					<description><![CDATA[Da ich gerade wieder den Unsinn lesen muss, dass „Studierende“ kein geschlechtsneutraler Ersatz für „Studenten und Studentinnen“ sein könne, weil man nur in dem Moment, &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Da ich gerade wieder den Unsinn lesen muss, dass „Studierende“ kein geschlechtsneutraler Ersatz für „Studenten und Studentinnen“ sein könne, weil man nur in dem Moment, wo man die Nase in ein Buch stecke, Studierender sei, hier mal ein paar Gegenbeispiele:</p>



<p>Alleinerziehende dürfen sich auch, während die Kinder in der Schule sitzen, so nennen, selbst wenn in diesen Stunden keine Erziehungsarbeit durch die Eltern stattfindet.</p>



<p>Zivildienstleistende nannten sich natürlich auch in ihrer Freizeit so, und nicht nur, während sie Bettpfannen ausleerten. Wenn es irgendwann mal einen Dienst für beide Geschlechter gibt, wird man nicht von „Zivildienstleistern und Zivildienstleisterinnen“ sprechen.</p>



<p>Der Kaninchenzuchtverein hat nicht Vorsitzer und Vorsitzerinnen, sondern Vorsitzende, auch wenn die gerade nicht ihrem Hobby nachgehen.</p>



<p>Handlungsreisende behalten ihre Berufsbezeichnung auch dann, wenn sie gerade mit zwei gebrochenen Beinen im Krankenhaus liegen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bullerbü-Argument</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/bullerbue-argument.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Oct 2022 17:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/?p=2130</guid>

					<description><![CDATA[Ich glaub, ich hab eine Erklärung für das Bullerbü-Syndrom, also den Glauben, Großstädte müssten von Autoverkehr geprägt sein, weil sie keine idyllischen Dörfer seien, wo &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich glaub, ich hab eine Erklärung für das Bullerbü-Syndrom, also den Glauben, Großstädte müssten von Autoverkehr geprägt sein, weil sie keine idyllischen Dörfer seien, wo alle zu Fuß gingen. Richtig ist ja das Gegenteil, auf dem Land fährt jeder Auto, in der Stadt kann man gehen.</p>



<p>Das Bullerbü-Syndrom erklärt sich dadurch, dass Autos im ländlichen Raum auf Privatgrundstücken und in Garagen parken, in Städten aber am Straßenrand. So entsteht der Eindruck, Autos seien typisch für Städte, obwohl dort prozentual weniger Leute ein Auto haben und brauchen.</p>



<p>Auf dem Lande geht niemand zu Fuß, nicht mal kurze Strecken. Außer Touristen aus den Städten, die da einen schönen Spaziergang machen und dann zu Hause erzählen, wie schön beschaulich es in diesen Bullerbü-artigen Dörfern sei. Dabei braucht man dort ein Auto, nicht in der Stadt.</p>



<p>Mein kleiner Berliner Kiez und mein ländlicher Heimatort haben dieselbe Einwohnerzahl. Im städtischen Edeka stehen die Milchkartons und Joghurtbecher einzeln im Regal, im ländlichen werden sie palettenweise gekauft. Das zeigt doch gut, wer mit Kofferraum und wer mit Tasche kommt.</p>



<p>Gerade das Missverhältnis von geringer Notwendigkeit und hoher optischer Dominanz ist so ärgerlich am Auto in der Großstadt.</p>



<p>Leider haben wir sogar eine Bürgermeisterin, die „Berlin ist nicht Bullerbü“ sagt und damit die Notwendigkeit einer autofreundlichen Stadt zu begründen glaubt, während man ihr eigentlich antworten müsste: „Richtig, wir sind eine Großstadt und brauchen daher nicht überall Autos!“</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dreier-WG mit 99-Jährigen</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/dreier-wg-mit-99-jaehrigen.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2022 11:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/?p=2134</guid>

					<description><![CDATA[Stellt euch vor, ihr wohnt mit zwei 99-Jährigen in einer Dreier-WG. Wie oft werdet ihr wohl überstimmt, wenn es darum geht, aus der WG-Kasse Anschaffungen &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Stellt euch vor, ihr wohnt mit zwei 99-Jährigen in einer Dreier-WG. Wie oft werdet ihr wohl überstimmt, wenn es darum geht, aus der WG-Kasse Anschaffungen zu tätigen, die sich in zehn Jahren amortisieren? Statt davon Kuchen zu kaufen. So sieht Deutschland für unsere Jugend aus.</p>



<p>Die Benachteiligung der Jugend erwächst natürlich nicht aus einer Boshaftigkeit der Alten, sondern aus unterschiedlichen Interessen. Man sieht jetzt schon, dass Geld lieber in Autobahnen gesteckt wird als in Schulen und Radwege. Oder dass Papierzeitungen Fördergelder bekommen.</p>



<p>All das geschieht sicher auch in dem Glauben, dass es der Jugend ebenso nutzt. Aber besser wäre es, die Jüngeren könnten selbst mitentscheiden. Das können sie aber nicht mehr, wenn sie eine unbedeutende Minderheit werden. Da braucht es irgendeinen Ausgleich.</p>



<p>Besonders drastisch ist der Interessenunterschied bei den Klimazielen. „Lieber nix überstürzen, um unseren derzeitigen Lebensstil nicht zu gefährden!“ ergibt halt nur Sinn, wenn man nicht mehr allzu viele Jahre vor sich hat.</p>



<p>Man sollte das Problem auch nicht damit verdrängen, dass man es auf eine Familiensituation überträgt. Man liebt zwar seine Enkel, aber nicht notwendigerweise die Enkel anderer Leute. Das sieht man ja an den gehässigen Kommentaren zu jungen Klimaaktivistinnen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Elektrorad-Verkehrswende</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/elektrorad-verkehrswende.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2022 10:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/?p=2137</guid>

					<description><![CDATA[Niemand in meinem Verwandten- oder Bekanntenkreis fährt ein Elektroauto. Das dauert sicher noch einige Jahre. Aber etliche haben sich ein Elektrorad gekauft und ersetzen damit &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Niemand in meinem Verwandten- oder Bekanntenkreis fährt ein Elektroauto. Das dauert sicher noch einige Jahre. Aber etliche haben sich ein Elektrorad gekauft und ersetzen damit manche Autofahrt.</p>



<p>Und wenn ich den Verkehr heute mit jenem vor zehn Jahren vergleiche, dann hat sich an der Blechlawine nix geändert. Die auffälligen Neuerungen sind, dass mehr E-Bikes, Lastenräder und E-Standroller unterwegs sind.</p>



<p>Während wir alle, und auch die Politik, gewohnheitsmäßig den Blick aufs Auto richten, vollzieht sich die Verkehrswende währenddessen auf dem Fahrradmarkt.</p>



<p>Dadurch wird die Rolle des Rades aber auch eine andere und eine angepasste Infrastruktur notwendig. Es gibt nicht mehr nur die Schrotträder für den Weg zum Bahnhof, deren Diebstahl wenig stört. Oder die Rennräder, mit denen man zu Hause startet und zu Hause wieder ankommt.</p>



<p>Wenn ein Rad einige Tausender kostet, will man es diebstahlsicher abstellen können. Wenn ein Rad Platz für den Wocheneinkauf oder den Nachwuchs bietet, will man keine handtuchbreiten Radstreifen.</p>



<p>Und viele Strecken, etwa zwischen den Städten, sind nicht auf Fahrräder ausgelegt, weil man annahm, dort radele niemand, was sich aber ändert, wenn dank Motor nun mehr Leute auch weitere Entfernungen auf dem Rad zurücklegen.</p>



<p>Die Lösung kann aber nicht sein, neben jede Straße zusätzlich zu einem Bürgersteig auch noch einen breiten Radweg zu setzen. Was ja meist zu Lasten von Bäumen und Grünstreifen geht. Stattdessen muss wieder gelten, dass Straßen nicht nur Autostraßen sind.</p>



<p>Wenn man Filmaufnahmen aus den 50ern sieht, staunt man über die vielen Radfahrer auf der Straße. Das ging, weil Autos noch relativ selten waren, während sie heute auf der Straße so in der Überzahl sind, dass alle anderen Verkehrsteilnehmer als Störenfriede empfunden werden.</p>



<p>Es führt kein Weg daran vorbei, den Autoverkehr wieder so einzuhegen und zu zivilisieren, dass er sich mit dem übrigen Verkehr verträgt. Also deutlich weniger Autos. 1980 gab es nur die Hälfte, und das war schon zu viel. Wer wirklich ein Auto benötigt, hat dann auch weniger Stau.</p>



<p>Und die Geschwindigkeit muss innerstädtisch auf reale 30 km/h begrenzt werden. Vielleicht muss dafür 25 km/h vorgeschrieben werden.</p>



<p>Dass unsere Wirtschaft von der Autoindustrie abhängt, weiß ich. Aber England war mal für seine Textilindustrie bekannt, Zeiten ändern sich. Bosch baut auch tolle Fahrradmotoren.</p>



<p>Wir hatten jahrelang bayrische Verkehrsminister. Wohin das geführt hat, sehen wir. Wie wäre es mal mit einem niederländischen Verkehrsminister?</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Politische Kompromisse</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/politische-kompromisse.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Sep 2021 13:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/?p=2139</guid>

					<description><![CDATA[Mal im Sendung-mit-der-Maus-Stil erklärt, warum Politiker zuweilen gegen ihre Überzeugungen und Versprechen abstimmen müssen: Partei A möchte ein Tierheim und ein Waisenhaus bauen, Partei B &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mal im Sendung-mit-der-Maus-Stil erklärt, warum Politiker zuweilen gegen ihre Überzeugungen und Versprechen abstimmen müssen: Partei A möchte ein Tierheim und ein Waisenhaus bauen, Partei B ein Parkhaus und ein Golfhotel. Jede Partei hat das jeweils ihren Wählern versprochen.</p>



<p>Wenn nun beide Parteien die Zustimmung zu den Plänen der Gegenseite verweigern, wird gar nix gebaut. Die Wähler honorieren das aber nicht als Prinzipientreue, sondern tadeln es als Tatenlosigkeit.</p>



<p>Die Parteien könnten sich stattdessen auf einen Kompromiss einigen: „Wir stimmen dem Parkhaus zu, wenn ihr dem Waisenhaus zustimmt. Dafür verzichtet ihr auf das Golfhotel und wir auf das Tierheim.“ Dann kann jede Partei wenigstens einen ihrer Pläne verwirklichen.</p>



<p>Die Wähler rufen dann trotzdem „Verrat!“, weil ihre bevorzugte Partei einem Projekt zugestimmt hat, welches sie vorher ablehnte und zu verhindern versprach. Aber in einer Demokratie geht es nicht ohne Kompromisse. Manchmal auch nicht ohne Kuhhandel.</p>



<p>Deswegen ist es problematisch, eine Partei nur danach zu bewerten, ob sie immer so abgestimmt hat, wie sie es im Wahlprogramm versprach. Vielleicht hat sie durch Kompromisse im Endeffekt mehr erreicht als es durch ergebnislose Prinzipienreiterei möglich gewesen wäre.</p>



<p>Gesondert betrachten muss man den Fall, wo eine Partei das Wahlprogramm nur zum Stimmenfang benutzt, ohne es je umsetzen zu wollen, und dann ausschließlich die Agenda von Lobbyisten abarbeitet. Das ist dann keine Kompromissfindung mit den übrigen Parteien, sondern Täuschung.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Autoverkehr nichts Großstädtisches</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/autoverkehr-nichts-grossstaedtisches.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Aug 2021 19:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/?p=2141</guid>

					<description><![CDATA[Autoverkehr ist übrigens nix „Großstädtisches“, mit dem sich das urbane Leben vom ländlichen abhebt, sondern Fußverkehr ist es. Zu Fuß gehen die Leute dort, wo &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Autoverkehr ist übrigens nix „Großstädtisches“, mit dem sich das urbane Leben vom ländlichen abhebt, sondern Fußverkehr ist es. Zu Fuß gehen die Leute dort, wo die Wege kurz sind oder der ÖPNV gut ist. Wo der Supermarkt nicht auf der Wiese, sondern ums Eck ist.</p>



<p>Ich bin im ländlich-kleinstädtischen Raum aufgewachsen, und wenn man dort unter freiem Himmel zu Fuß geht, nennt man das „Sonntagsspaziergang“ oder „Gang zur Garage“ oder „Weg über den Supermarktparkplatz”.</p>



<p>Die Gewöhnung ans Zufußgehen und die ständige Präsenz von Infrastruktur führt nebenbei auch dazu, dass man im Alltag weitere Strecken zu gehen bereit ist. In meiner Heimatgemeinde nutzte ich ab 1 km das Rad, in Göttingen ab 2 km, in Berlin gehe ich gerne auch mal 5 km zu Fuß.</p>



<p>Und damit sind Wege zu einem Ziel gemeint, nicht sportliche Betätigung, bei welcher die Bewegung der Zweck ist.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weltrettung kein Politikum</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/weltrettung-kein-politikum.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2021 17:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/?p=2143</guid>

					<description><![CDATA[Eigentlich ist es absurd, dass wir uns den Wahlsieg einer bestimmten Partei wünschen müssen, damit unsere Umwelt nicht völlig vor die Hunde geht. Die Erhaltung &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eigentlich ist es absurd, dass wir uns den Wahlsieg einer bestimmten Partei wünschen müssen, damit unsere Umwelt nicht völlig vor die Hunde geht. Die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen müsste doch Konsens sein, jede Partei müsste fast dasselbe strenge Umweltprogramm haben.</p>



<p>Unterschiede dürfte es doch nur in reversiblen Politikbereichen geben: 50 Jahre falsche Sozialpolitik wären übel, aber für die nächsten Generationen behebbar. 50 Jahre falsche Umweltpolitik hinterlassen ewige Schäden.</p>



<p>Es gibt Politiken, die betreffen die derzeitigen Menschen, evtl. noch deren Enkel. Darin kann es Unterschiede geben, auch schlimme, die man bekämpfen muss. Aber darin muss sich die politische Spannbreite erschöpfen. Was die Existenz der Menschheit betrifft, ist unverhandelbar.</p>



<p>Leute wählen sehenden Auges die Umweltkatastrophe, weil sie keine Gendersternchen mögen. Denen muss man nicht nur Prioritäten klar machen, sondern auch, dass Klimaschutz kein linksgerichtetes Projekt ist: Sie müssen es auch genauso von ihren konservativen Parteien einfordern.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Diktaturwunsch als Eigentor</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/diktaturwunsch-als-eigentor.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2020 15:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/?p=2145</guid>

					<description><![CDATA[Ich verstehe nicht, wie man wollen kann, dass die eigene politische Seite grundsätzlich immer zum Wahlsieger erklärt wird. Man muss doch wünschen, dass sie auch &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich verstehe nicht, wie man wollen kann, dass die eigene politische Seite grundsätzlich immer zum Wahlsieger erklärt wird. Man muss doch wünschen, dass sie auch verlieren könnte. Sonst wird sie sich gar nicht mehr um den Wähler kümmern, sondern nur noch um Belange der Geldgeber.</p>



<p>Nicht nur für die Gegner, auch für die Anhänger einer Partei ist es also gut, wenn die Möglichkeit einer Niederlage erhalten bleibt und man den Wahlverlust nicht dadurch ausschließt, dass man ihn grundsätzlich als Betrug brandmarkt. Sonst macht man sich als Wähler verzichtbar.</p>



<p>Zugleich würde man sonst jede Möglichkeit eines friedlichen Machtwechsels ausschließen. Das hätte aber zur Folge, dass fortan jeder Bürger als potenzieller Umstürzler betrachtet würde, auch man selbst, sogar wenn man die Regierung gutheißt, was ja schwer zu beweisen ist.</p>



<p>Aus dem naiv-kindlichen Wunsch „meine Mannschaft muss immer Gewinner sein, alles andere ist geschummelt“, entstünde also eine Welt, in der man keinen Einfluss mehr auf die Politik hätte und trotz fleißigen Fähnchenschwenkens als potenzieller Staatsfeind gälte.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verschwörungsfantasien als Freibrief</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/verschwoerungsfantasien-als-freibrief.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2020 16:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/?p=2147</guid>

					<description><![CDATA[Eine der Wirkungen von Verschwörungsfantasien: Es wird dadurch egal, wie sich Politiker tatsächlich verhalten, denn man kann ihnen immer irgendwelche Untaten andichten. Wenn aber integres &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eine der Wirkungen von Verschwörungsfantasien: Es wird dadurch egal, wie sich Politiker tatsächlich verhalten, denn man kann ihnen immer irgendwelche Untaten andichten. Wenn aber integres Verhalten nicht mehr belohnt wird, gibt es weniger Anreiz dafür.</p>



<p>Wenn man eine Politikerin wegen unsozialer oder umweltfeindlicher Politik kritisiert, kann sie das ändern oder ist halt zufrieden damit. Wenn man ihr vorwirft, von Gates bezahlt zu werden, um uns Microchips einzupflanzen, kann sie aber nix ändern, weil es irreal ist.</p>



<p>Was macht es nun mit einem Politiker, wenn er sieht: Den Korrupten wird Korruption vorgeworfen und den Integren wird auch Korruption vorgeworfen. Alles, was die Letzteren davon haben, ist eine flachere Brieftasche als die Ersteren.</p>



<p>Verschwörungstheorien und falsche Vorwürfe hebeln also ein Anreizsystem für integres Verhalten aus.</p>



<p>Das fängt schon an, wenn man undifferenziert alle über einen Kamm schert: Trump, Johnson, Kohl, Schröder, Merkel, alles dasselbe! Nein, das sind unterschiedlich integre Persönlichkeiten. Das kann man anerkennen, ohne jemanden heilig zu sprechen und unabhängig von Parteipräferenz.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fahrkarten- versus Parkautomat</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/fahrkarten-versus-parkautomat.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Dec 2019 09:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/?p=2153</guid>

					<description><![CDATA[Was meiner Mutter neulich auffiel: Wie kompliziert Fahrkartenautomaten sind und wie einfach im Vergleich dazu Parkscheinautomaten sind. Vielleicht kann man daraus auch schon gesellschaftliche Prioritäten &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Was meiner Mutter neulich auffiel: Wie kompliziert Fahrkartenautomaten sind und wie einfach im Vergleich dazu Parkscheinautomaten sind. Vielleicht kann man daraus auch schon gesellschaftliche Prioritäten ablesen.</p>



<p>Ich habe tatsächlich noch nie Senioren klagen hören, wie kompliziert das Ziehen und Bezahlen eines Parkscheins sei, während dies bei Fahrkarten ja ein Standardthema wie das Wetter und der schlimme Rücken ist.</p>



<p>Wenn die Fahrkartenautomat-Entwickler für Parkscheinautomaten zuständig wären, müsste man vor dem Parken minutengenau die Parkzeit eingeben, dann eine mehrstellige Parkplatzkennziffer, Fahrgestellnummer und Anzahl der Fahrzeuginsassen. Breitere 1.-Klasse-Parkflächen kosten extra.</p>



<p>Parkhäuser sind auch ein Musterbeispiel einfacher Bedienung: Vorher 1 Knopf drücken, Ticket kommt raus. Hinterher Ticket in Automaten stecken und den angezeigten Geldbetrag einwerfen. Ticket zum Schrankenöffnen wieder mitnehmen. 1 Knopf, keine Menüs, kein Tarifwirrwarr.</p>



<p>Das sollte der ÖPNV als Benchmark nehmen. Der Fahrkartenkauf sollte so simpel sein, dass jeder sofort damit zurechtkommt, der Parkscheinautomaten und Parkhäuser bedienen kann.</p>



<p>Aber beim ÖPNV denken wir immer noch alle, dass niemand fürs gleiche Geld weiter oder länger fahren soll als ich, da muss jeder Einzelfall genau berechnet werden. Und wie beim Steuerrecht wird es dann statt gerechter vor allem komplizierter.</p>



<p>Idee: ÖPNV-Automat ohne Knöpfe. Man steckt 5€ rein und bekommt ein Ticket heraus, mit dem man in der ganzen Stadt fahren kann. Steckt man das Ticket innerhalb 1 Stunde wieder in einen Automat, kommt 4€ raus. Später nur noch 2€, als Pfand, damit man das Ticket nicht verschenkt.</p>



<p>Persönlich wäre ich zwar für einen ganz steuerfinanzierten ÖPNV ohne Tickets, aber man kann zu diesem Ziel hin ja Zwischenschritte machen.</p>



<p>Welche Details im Tarifsystem abgebildet werden, ist nie objektiv, sondern eine (firmen)politische Entscheidung. Man differenziert z.B. nicht nach Gang- und Fensterplatz oder Fahrtrichtung. Man müsste auch nicht zwingend eine Tarifzonenunterscheidung innerhalb der Stadt haben.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bibelübersetzungen</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/bibeluebersetzungen.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Nov 2019 21:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/?p=2158</guid>

					<description><![CDATA[Ich habe mir zwei Bibeln gekauft und erzähle euch mal was über die Unterschiede zwischen Bibelübersetzungen aus der Sicht eines interessierten Laien. Ich kannte bisher &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="900" height="775" src="https://quantenleser.on-rev.com/hs3/wp-content/uploads/bibeluebersetzungen.jpeg" alt="" class="wp-image-2159" srcset="https://haekelschwein.de/wp-content/uploads/bibeluebersetzungen.jpeg 900w, https://haekelschwein.de/wp-content/uploads/bibeluebersetzungen-768x661.jpeg 768w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></figure>



<p>Ich habe mir zwei Bibeln gekauft und erzähle euch mal was über die Unterschiede zwischen Bibelübersetzungen aus der Sicht eines interessierten Laien.</p>



<p>Ich kannte bisher nur die evangelische „Lutherbibel“ und die katholische „Einheitsübersetzung“. Aber es gibt noch viele andere deutsche <a href="https://www.die-bibel.de/deutsche-bibeluebersetzungen-im-vergleich">Bibelübersetzungen</a> mit unterschiedlichen Schwerpunkten.</p>



<p>Man unterscheidet philologische Bibel-Übersetzungen, die den Urtext möglichst genau wiedergeben, und kommunikative Übersetzungen, die möglichst allgemeinverständlich sind.</p>



<p>Anhand meiner beiden Bibeln will ich euch den Unterschied zeigen zwischen einer philologischen Übersetzungen in Form der Elberfelder Bibel und einer kommunikativen Übersetzung in Form der Gute-Nachricht-Bibel. Entscheidet selbst, welche ihr ohne Nachschlagen richtig versteht.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Wo sind die Männer, die diese Nacht zu dir gekommen sind? Führe sie zu uns heraus, dass wir sie erkennen!“</p>
<cite>Elberfelder Bibel</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Wo sind die Männer, die heute Abend zu dir gekommen sind? Gib sie heraus, wir wollen Verkehr mit ihnen haben!“ (1. Mose 19)</p>
<cite>Gute-Nachricht-Bibel</cite></blockquote>



<p>Ich wusste ja sogar noch, dass „erkennen“ in der Bibel „Sex haben“ heißt, aber an dieser Stelle hätte ich das fehlinterpretiert. Eine moderne Übersetzung hilft also sehr beim Verständnis.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Und Kusch zeugte Nimrod; der war der erste Gewaltige auf der Erde.“</p>
<cite>Elberfelder Bibel</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Kusch zeugte einen Sohn namens Nimrod, der war der Erste, der fremde Völker seiner Herrschaft unterwarf.“ (1. Mose 10)</p>
<cite>Gute-Nachricht-Bibel</cite></blockquote>



<p>Hier zeigt sich, dass man bei der wortgetreuen Übersetzung erst in einem Bibelkommentar nachschlagen müsste, was gemeint ist, während die freiere Übersetzung die Erklärung direkt integriert.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Ham, der Vater Kanaans, sah die Blöße seines Vaters und berichtete es seinen beiden Brüdern draußen.“</p>
<cite>Elberfelder Bibel</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Ham, der Vater Kanaans, sah es und ließ seinen Vater nackt daliegen, er ging sogar zu seinen Brüdern und erzählte es ihnen.“(1. Mose 9)</p>
<cite>Gute-Nachricht-Bibel</cite></blockquote>



<p>Hintergrund: Noah schläft nackt seinen Suff aus. Sein Sohn Ham holt seine Brüder, die ihn dann zudecken. Klingt wie eine nette Geste, aber Noah verflucht Ham dafür. Er hätte ihn selbst zudecken und es nicht rumerzählen sollen. Das wird in der Gute-Nachricht-Bibel deutlicher.</p>



<p>Die Gute-Nachricht-Bibel liest sich schneller und flüssiger als andere Übersetzungen und man muss weniger nachschlagen. Die Elberfelder Bibel ist praktisch, wenn man den altmodischen Klang mag, wie man ihn auch aus der Lutherbibel kennt, aber noch näher am Urtext sein will. Die Gute-Nachricht-Bibel gibt es zusammen mit anderen in einer kostenlosen <a href="https://www.die-bibel.de/app">App.</a> Gedruckt gibt es sie in einer modern layouteten Kreativ-Edition. Die Elberfelder Bibel gibt es sogar als einspaltige Ausgabe „in großer Schrift“, was ideal für meine Augen ist.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Inklusion statt Integration</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/inklusion-statt-integration.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Nov 2019 10:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/?p=2155</guid>

					<description><![CDATA[Ein Gleichnis. Situation 1: Ich gehe als Theoretiker in einen Baumarkt. Ein Mitarbeiter fragt, wobei er mir helfen könne, und erläutert mir, was ich für &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ein Gleichnis.</p>



<p>Situation 1: Ich gehe als Theoretiker in einen Baumarkt. Ein Mitarbeiter fragt, wobei er mir helfen könne, und erläutert mir, was ich für mein Vorhaben benötige. Dabei erklärt er Fachbegriffe, aber so beiläufig, als kennten wir sie beide, sodass ich mich nicht bloßgestellt fühle.</p>



<p>Situation 2: Ich stehe als Theoretiker vor einem Baumarkt. Es gibt einen Eingang für „Gute Heimwerker“ und einen für „Zwei linke Hände“, wo ich aber erst klingeln muss. Nach zehn Minuten wird mir aufgemacht. Der Mitarbeiter trägt einen roten Plüschzylinder, auf dem „Hilfe“ steht. Er redet sanft, duzt mich, führt mich händchenhaltend durch die Regale. Einen Akkubohrer beschreibt er mir als „Brummbrumm“. Mein Gesicht ist so rot wie sein Plüschzylinder, Heimwerker schauen mich mitleidig aus den Augenwinkeln an. Ich muss an die Kasse „Für zwei linke Hände“.</p>



<p>Am Ende bekomme ich in Baumarkt 1 und Baumarkt 2 dasselbe zum selben Preis. Objektiv kein Unterschied. Aber in Baumarkt 1 ließ man mir meine Würde und mich nicht ständig merken, dass ich handwerklich unbegabt bin.</p>



<p>Das ist Inklusion statt nur Integration.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dolmetschernotdienst</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/dolmetschernotdienst.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Apr 2019 15:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/?p=2088</guid>

					<description><![CDATA[Was ich mir wünsche, ist ein Dolmetschernotdienst, den man als Veranstaltungsbesucher rufen kann und der dann vom Veranstalter bezahlt werden muss. Und zwar für folgende &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Was ich mir wünsche, ist ein Dolmetschernotdienst, den man als Veranstaltungsbesucher rufen kann und der dann vom Veranstalter bezahlt werden muss. Und zwar für folgende Fälle:</p>



<p>Fünfzig Deutsche unterhalten sich auf einer Konferenz in hölzernem Englisch, weil ein einzelner Amerikaner zugegen ist. Und man hört einen interessanten Vortrag zu Computer- oder Social-Media-Themen, aber bekommt eine Hirnhautentzündung von dem schtrong dschörmän äckzent.</p>



<p>Ein ausländischer Regisseur radebricht englische Plattitüden auf der Berlinale. Anruf beim Dolmetscher-Notdienst und schon stürmt jemand im blauen Dress mit rotem Umhang und einem &#8222;D&#8220; auf der Brust ins Kino und dolmetscht aus der Muttersprache des Regisseurs.</p>



<p>Am schlimmsten ist es bei Schriftstellern. Die bewundert man ja gerade dafür, dass sie so gut mit ihrer Sprache umgehen können. In der sollten sie dann auch antworten dürfen, wenn sie aus dem Publikum oder vom Moderator einer Lesung gefragt werden.</p>



<p>Ein Dolmetscher ist keine unnötige Ausgabe, nur „weil doch jeder Englisch kann“. Die Leute können auch alle irgendwie kochen, und trotzdem beauftragt man damit ein professionelles Catering und stellt nicht den Vortragenden an den Herd.</p>



<p>Wenn ich Gelegenheit habe, einem klugen oder interessanten Menschen zuzuhören, sollte der in einer Sprache reden dürfen, die er perfekt beherrscht. Man spart am falschen Ende, wenn man nur einen Englisch-Deutsch-Dolmetscher bestellt (oder gar keinen) und ihn Englisch reden lässt.</p>



<p>Es geht mir um den Sender, nicht den Empfänger der Kommunikation. Wie gut ich selbst Englisch verstehe, kann ich durch Lernen beeinflussen. Aber wenn jemand seine Äußerungen simplifiziert, um sie in Englisch statt seiner Muttersprache auszudrücken, erreicht mich nur dies Simple.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ahnung haben</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/ahnung-haben.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Mar 2019 11:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/?p=2086</guid>

					<description><![CDATA[Die meisten von uns finden es doch zu recht seltsam, wenn ein Fachfremder über unser Thema doziert und dabei Fehler macht, die uns schon in &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Was haben Sie gelernt?“ – „Ich bin KFZ-Meister.“ – „Ach, dann sind wir ja Kollegen, ich habe auch einen Führerschein!“ – „Nein, nein, ich habe mehrere Jahre Ausbildu…“ – „Ach, da werden Sie schon nicht mehr gelernt haben als ich in der Fahrschule!“</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-pale-pink-color has-alpha-channel-opacity has-pale-pink-background-color has-background is-style-dots"/>
</blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Was haben Sie gelernt?“ – „Ich bin Tischler-Meister.“ – „Ach, dann sind wir ja Kollegen, ich habe auch neulich ein Billy-Regal zusammengeschraubt!“ – „Nein, nein, ich habe mehrere Jahre Ausbildu…“ – „Da werden Sie doch nicht mehr gelernt haben als in der Ikea-Anleitung steht!“</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-pale-pink-color has-alpha-channel-opacity has-pale-pink-background-color has-background is-style-dots"/>
</blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Was haben Sie gelernt?“ – „Ich bin Sprachwissenschaftler.“ – „Ach, dann sind wir ja Kollegen, ich hatte mal eine zwei im Deutschaufsatz!“ – „Nein, nein, ich habe mehrere Jahre Ausbildu…“ – „Da werden Sie ja nun auch nicht mehr gelernt haben als ich in der Schule!“</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-pale-pink-color has-alpha-channel-opacity has-pale-pink-background-color has-background is-style-dots"/>
</blockquote>



<p>Die meisten von uns finden es doch zu recht seltsam, wenn ein Fachfremder über unser Thema doziert und dabei Fehler macht, die uns schon in den ersten Ausbildungsmonaten ausgetrieben wurden. Dann sollten wir uns auch kritisch hinterfragen, ob wir wirklich überall mitreden können.</p>



<p><strong>Dass man Ahnung von etwas hat, glaubt man eigentlich nur, wenn man sehr wenig oder sehr viel davon versteht.</strong></p>



<p>In beiden Fällen geht dies mit einer festen Meinung einher, von der man sich nicht abbringen lassen will. Im zweiten Falle ist die Wahrscheinlichkeit, wirklich recht zu haben, aber deutlich größer.</p>



<p>Ob jemand bei einem Thema zur ersten oder zweiten Kategorie gehört, erkennt man leicht, wenn man selbst zur zweiten gehört, und gar nicht, wenn man selbst zur ersten gehört.</p>



<p>Um entscheiden zu können, ob man jemand anderen richtig zuordnen kann, müsste man aber vorher wissen, in welcher Kategorie man selbst ist.</p>



<p>Man strebe eine korrekte Selbsteinschätzung an, ob man sich bei einem Thema deshalb für kompetent hält, weil man viel darüber weiß, oder aber, weil man wenig darüber weiß und seine Wissenslücken nicht erkennt. Ein Anhaltspunkt sei, wie viel Zeit man in das Thema investiert hat.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Obdachlosenasyl ÖPNV</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/obdachlosenasyl-oepnv.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2019 17:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/?p=2151</guid>

					<description><![CDATA[Dass immer gefordert wird, U-Bahnstationen nachts für Obdachlose zu öffnen, finde ich bemerkenswert. Die Forderung könnte ja auch für Parkhäuser erhoben werden. Oder für leerstehende &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Dass immer gefordert wird, U-Bahnstationen nachts für Obdachlose zu öffnen, finde ich bemerkenswert. Die Forderung könnte ja auch für Parkhäuser erhoben werden. Oder für leerstehende Spekulationsobjekte.</p>



<p>Aber warum soll man die Autofahrer mit den Lücken unseres Sozialstaats konfrontieren! Die bittet ja auch niemand während der Fahrt um Kleingeld.</p>



<p>Und während sie schön alles abwälzen, sagen sie Sätze wie: „Ich würde ja auch mehr ÖPNV fahren, aber da ist immer alles so schmuddelig. Und ich fühle mich im Auto sicherer.“</p>



<p>Finde ich halt ein bisschen unsolidarisch, dass man auf der Suche nach Obdachlosen-Notquartieren gleich an U-Bahnstationen denkt. Welche ja tendenziell nicht so stark von Wohlhabenden und Einflussreichen frequentiert werden.</p>



<p>Und ich hoffe, dass sich diese Sicht auf den ÖPNV mal ändert. Der muss erste Wahl werden, bevorzugtes Verkehrsmittel aller Schichten. Dann werden auch Aufsichtspersonal und Toiletten am U-Bahnhof wieder selbstverständlich.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Zeitkontext bewerten</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/im-zeitkontext-bewerten.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Feb 2019 22:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/?p=2149</guid>

					<description><![CDATA[Bedenklich, wenn man sehr alte Leute oder historische Personen nur nach heutigen ethischen Maßstäben misst. Jeder ist auch ein Kind seiner Zeit und hatte einzelne &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Bedenklich, wenn man sehr alte Leute oder historische Personen nur nach heutigen ethischen Maßstäben misst. Jeder ist auch ein Kind seiner Zeit und hatte einzelne Ansichten, die heute inakzeptabel sind. Ist man zu rigoros, bleibt letztlich niemand über, den man bewundern darf.</p>



<p>Von fast allen berühmten Künstlern oder Wissenschaftlern der Vergangenheit findet man rassistische, sexistische oder anderweitig unannehmbare Äußerungen. Die muss man aufzeigen, kritisieren und historisch einordnen, aber die Person nicht darauf reduzieren.</p>



<p>In naher Zukunft wird das Töten von Tieren allgemein verpönt sein, da Fleisch synthetisch herstellbar ist. Wollen wir dann im Nachhinein alle Größen unseres Geistes- und Kulturlebens zu Monstern erklären, deren Werke wertlos sind, weil sie keine Vegetarier waren?</p>



<p>Ich messe einen Menschen an den anderen Leuten seiner Zeit, und da kann er mit seinen Ansichten und Äußerungen gut oder schlecht abschneiden. Ich messe ihn aber nicht an heutigen jungen Leuten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Täglich eine Erinnerung aufschreiben</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/taeglich-eine-erinnerung-aufschreiben.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Dec 2018 22:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/?p=2090</guid>

					<description><![CDATA[Ich habe eine neue Gewohnheit angenommen: Jeden Tag beschreibe ich mit dem Füller eine Erinnerung auf genau einer A4-Seite. Mehr Text ist nicht erlaubt. Vorheriges &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich habe eine neue Gewohnheit angenommen: Jeden Tag beschreibe ich mit dem Füller eine Erinnerung auf genau einer A4-Seite. Mehr Text ist nicht erlaubt. Vorheriges Nachdenken und stilistisches Feilen sind verboten. Ich setze das Thema mit der Überschrift und schreibe dann los.</p>



<p>Seltsamerweise funktioniert das. Im Idealfall habe ich dann nach einem Jahr 365 kleine Texte, aus denen ich was Größeres machen kann. Was nie funktionierte, war das lange Schwelgen vor dem Schreiben, weil ich dann eine riesige Geschichte im Kopf aufbaue, die genau dort verbleibt.</p>



<p>Ob die Erinnerung einen Tag oder vierzig Jahre alt ist, spielt keine Rolle. Ich muss nicht in chronologischer Abfolge vorgehen. Ganz gleich auch, ob es ein einzelner Moment ist oder eine längere Phase, die ich beschreibe.</p>



<p>Ich merke, wie viel ich schon vergessen habe. Aber das hat auch sein Gutes: Wenn das Gedächtnis wie ein Sieb ist, fallen die Sandkörner durch und die Goldnuggets bleiben drin.</p>



<p>Wie archiviere ich die geschriebenen Seiten? Sobald ich einen Collegeblock voll habe, fotografiere ich alle Blätter und lege den Block ins Bücherregal. Falls das Haus abbrennt, habe ich die Seiten noch als Fotos. Sind auf dem Computer auch schneller durchblätterbar.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neue Kosenamen</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/neue-kosenamen.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Dec 2017 13:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2017/12/30/neue-kosenamen/</guid>

					<description><![CDATA[Neue Kosenamen. Für euch zum kostenlos Verwenden!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Neue Kosenamen. Für euch zum kostenlos Verwenden!</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Sonderhase</li>



<li>Nettblümchen</li>



<li>Privatzwiebel</li>



<li>Wertchen</li>



<li>Bibernelle</li>



<li>Feingeschneck</li>



<li>Kicherkugel</li>



<li>Jungsporn</li>



<li>Liebfratz</li>



<li>Habegern</li>



<li>Kurvenlicht</li>



<li>Spaßbrumsel</li>



<li>Wiederwonne</li>



<li>Herznerz</li>



<li>Freuzucker </li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tischdekorationen aus Kot</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/tischdekorationen-aus-kot.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jun 2017 19:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2017/06/27/tischdekorationen-aus-kot/</guid>

					<description><![CDATA[Wir leben in einer Zeit schneller Moden, wo jenes, was wir eben noch als en vogue schätzten, im nächsten Augenblick fade und abgeschmackt erscheint, und &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir leben in einer Zeit schneller Moden, wo jenes, was wir eben noch als en vogue schätzten, im nächsten Augenblick fade und abgeschmackt erscheint, und anderes, das zu goutieren uns einst undenklich schien, fürderhin unsere Zustimmung genießt.</p>
<p>So wird es den Leser nicht wundernehmen, dass auch der Schmuck unserer festlichen Tafel stetem Wandel unterliegt, und wo vor Zeiten noch das Blumenbouquet oder der Mettigel ein Fanal gehobener Tischkultur setzten, gilt es nun als Zierde gediegenen Ambientes und Inbegriff souveräner Stilsicherheit, ein formschönes Exkrement auf dem guten Tuch zu platzieren.</p>
<p>Die flexible Plastizität des Werkstoffes Kot prädestiniert ihn für kreative Experimente, die den Gestaltungswillen des Gastgebers in hellem Licht erstrahlen lassen.</p>
<p>Als avantgardistisches Tischaccessoire verleiht Kot den Nimbus erlesenen Geschmacks, kulminiert doch in ihm der beredte Ausdruck weltmännischer Nonchalance und zeremonieller Modernität.</p>
<p>„Entschuldigung, wenn ich mich hier einmische, aber: Was soll dieser Mist?“</p>
<p>Was für ein Mist denn, ich schreibe ein Sachbuch! Wer sind Sie überhaupt?</p>
<p>„Der Lektor. Und ich kann mich nicht erinnern, so was in Auftrag gegeben zu haben.“</p>
<p>Und ob Sie haben! Ich zeigte Ihnen meinen Fantasy-Roman „Kronkor, der Unglaubliche“ und Sie haben gesagt: „Das verkauft sich jetzt nicht, schreiben Sie was über Vampire oder BDSM.“ Wollte ich aber nicht, und dann haben Sie mir ein Sachbuch vorgeschlagen: Tischdekorationen aus Kot.</p>
<p>„Aus Kork, Sie Hirni, aus Kork! Tischdekorationen aus Kork!“</p>
<p>Ach so. Das ist aber jetzt blöd, wo die erste Seite schon rum ist. Ich kann ja nicht mittendrin das Thema wechseln, was wird der Leser denken?</p>
<p>„Noch ist es nicht zu spät!“</p>
<p>Aber wird er nicht das Buch weglegen und umtauschen wollen, weil er sich etwas ganz anderes erhofft hat?</p>
<p>„Das ist mir doch egal, was diese koprophilen Arschlöcher erwartet haben, ich will ein anständiges Buch!“</p>
<p>Ja, okay, dann wechsele ich also jetzt das Thema, gut?</p>
<p>„Nur zu!“</p>
<p>Kronkor setzte den Hörnerhelm auf, wischte Met aus seinem roten Rauschebart und stieß in Golmibol, die Fanfare des Sieges, welche wie Donnerhall über ganz Kremonien ertönte. Das hörte auch Busaria, seine fertile Gespielin, die …</p>
<p>„Och nööö, nicht diese Fantasy-Soße. Kork!“</p>
<p>Kork kann ich nicht.</p>
<p>„Was können Sie denn? Lyrik?“</p>
<p>Ich weiß nicht recht.</p>
<p>„Machen Sie mal!“</p>
<p>Ich möchte nun mitnichten<br />hier anfangen zu dichten,<br />nach Versmaß mich zu richten,<br />die Silbenzahl zu lichten,<br />ein passend’ Wort zu sichten,<br />nach Endreim es gewichten,<br />mich euch darauf erpichten<br />Buchlesern aller Schichten<br />zur Poesie verpflichten<br />und noch ein Vers mit Fichten.</p>
<p>„Ah … na gut, das lassen wir dann besser.“</p>
<p>Aber ich kann Konjunktiv! Soll ich mal?</p>
<p>„Konjunktiv ist doch kein Genre.“</p>
<p>Aber kann ich. Soll ich nicht doch mal?</p>
<p>„Nur, wenn Sie nicht an sich halten können.“</p>
<p>Bäte man mich um Verwendung des Konjunktivs, bärste ich gewiss vor Ehrgeiz, drösche hohle Phrasen und flöchte endlose Wortketten, da in mir die Begierde göre, dass man das Gesagte genösse und begeistert um Fassung ränge, bis ich lustvoll erschräke, weil Applaus erschölle. Lüde man mich fortzufahren ein, ersänne ich weitere Sentenzen, die wie Blumen auf meiner Zunge sprössen und wie Tau von meinen Lippen tröffen. Glömme noch immer Eifer in mir, hübe ich zu dichten an bis mein Redefluss überquölle und mich schließlich zum Schweigen bewöge.</p>
<p>„Ja, ganz nett, aber nichtssagend. Sind denn Sachtexte so gar nichts für Sie?“</p>
<p>Bin ich firm drin! Ich habe mal für eine Zeitschrift Produkttests geschrieben. Das ist natürlich ein Erfahrungsquell, aus dem ich schöpfen kann. Sollte ich die Quintessenz in einem Beitrag abhandeln, so schriebe ich:</p>
<p>Das Gehäuse ist äußerst formschön und von einer geometrischen Stringenz, die Bauhauseinflüsse nicht verleugnen kann, aber die aromatischen Obertöne kommen erst voll zur Geltung, wenn man einen Bissen im Munde zergehen lässt, wenngleich die letzten vierzig Seiten eher langweilig sind und sich mühsam einem vorhersehbaren Schluss entgegenquälen, doch die neckischen Applikationen am Revers entschädigen für den allzu dünnen Leinenstoff, schließlich kommt es im Endeffekt nur auf gute Verbrauchswerte und einen praxistauglichen Kofferraum an.</p>
<p>„Oha. Zumindest verstehe ich, warum Sie damit aufgehört haben.“</p>
<p>Die Zeitschrift ist halt pleite gegangen.</p>
<p>„Was Sie nicht sagen. Kinderbücher, wie ist es damit? Vielleicht können wir das Buch noch in diese Richtung lenken?“</p>
<p>Schöne Idee. Ich las früher gerne die Raupe Nimmersatt. Wenn ich Ihnen da mal was anbieten dürfte – aufgemerkt:</p>
<p>Einsam starb die alte Raupe,<br />alle Jugendfreunde fort.<br />Wenn sie nur nach oben schaute,<br />Schmetterlinge säh’ sie dort!</p>
<p>„Nein nein, ach was, da muss ein Raupenlehrling drin vorkommen, der mit zaubernden Freunden gegen die Macht des Bösen kämpft!“</p>
<p>Pah, ich lasse mir doch von Ihnen nicht meine Kindheitserinnerungen verderben! Dann kann ich auch gleich mit Kronkor von Kremonien fortfahren:</p>
<p>Mit rasender Berserkerwut schwang er seine dreihändige Axt über die Schar der Angreifer. Köpfe rollten wie Geröll den Abhang nieder. Busarias Busen bebte vor Bewunderung. Ihr knappes Fellkleid verhüllte kaum ihre alabasternen …</p>
<p>„Ja, danke, behalten Sie das doch bitte für sich.“</p>
<p>Spießer!</p>
<p>„Wie bitte?“</p>
<p>Ihnen ist ja nichts rechtzumachen, dabei bin ich zum Romanschreiben geboren, ein Mensch mit überragender Beobachtungsgabe! Nehmen Sie nur den Tag, als ich bei Ihnen im Büro war: Was mir gleich beim Reinkommen auffiel, war ein Schirmständer, dessen Schatten auf einen Wandteppich fiel, der ein unruhiges Rechteckmuster besaß, das mir schon einmal in einer kleinen Dresdener Pension begegnete, dort allerdings als Dessin auf einem Zahnputzbecher, neben dem ein Seifenstück drapiert war, das ich Jahre zuvor in einem Frankfurter Motel einmal für die Willkommensschokolade hielt und fast verschlungen hätte, wäre nicht im selben Augenblick das Zimmermädchen hereingekommen, um mir mitzuteilen, dass sie mich gerade mit einem Bastmattenverkäufer verwechselte, der in den Anfangsjahren ihres Berufslebens gerne einmal ein unverbindliches Schäferstündchen mit jenen Hotelangestellten, die weder in festen Händen noch einem amourösen Abenteuer abgeneigt waren, in allen Einzelheiten zu planen, nie aber umzusetzen pflegte.</p>
<p>„Ja, stimmt, genau so einen Schirmständer habe ich. Dann versuchen wir es halt doch mal mit einem Roman. Aber Kronkor bleibt in seiner Höhle!“</p>
<p>Es ist ein kalter Novembermorgen. Frühnebel umgibt den schlichten Betonbau des Fernsehstudios. Irgendwo in der Ferne bellt ein Hund.</p>
<p>Kaum erscheint das Gesicht des Prominenten auf dem Bildschirm, blendet der Sender nicht seinen Namen ein, sondern „Kronkor von Kremonien“, woraufhin der Bauchbindentexter entlassen wird, dem Suff anheimfällt und dreißig Jahre später in einer kleinen Pension in Montevideo tot aufgefunden wird, umringt von Käfern, die sich bereits an ihm schadlos gehalten haben, aber deren Trippeln auf dem Holzparkett so rhythmisch ist, dass der Gast im Zimmer darunter beschließt, seinen Job als Bürstenvertreter aufzugeben und Schlagzeuger zu werden, was ihm späten Ruhm beschert und die Liebe seiner Frau aufs Neue entfacht.</p>
<p>Na, wie war das?</p>
<p>„Kurz. Eher kurz. Wenngleich nicht gänzlich ohne Reiz. Aber zu wenig dem Augenblick verhaftet, man kann nicht so recht mitfühlen. Versuchen Sie es noch mal!“</p>
<p>Panisch schnappte er nach Luft, wild um sich schlagend ruderte er im Wasser umher – jeder Aufschrei nackter Angst füllte seine Lungen weiter mit dem tödlichen Nass: Er durfte jetzt nicht aufgeben!</p>
<p>Seine letzte Chance bestand darin, alle ihm verbliebene Kraft zusammenzunehmen und sich mit Gewalt emporzudrücken, sich mit letztem Schwung den Klauen des kalten Wassers zu entreißen und an die rettende Oberfläche zu gelangen.</p>
<p>Doch der Impuls an seine Muskeln war nur noch ein schwacher Schatten seines Überlebenswillens. Die unerbittliche Kälte des ersten Elementes ließ auch seine fast übermenschlichen Anstrengungen immer mehr in hilflose Zuckungen auslaufen.</p>
<p>Selbst ein letztes verzweifeltes Hinabschlagen seiner verkrampften Arme konnte ein weiteres Tiefersinken nicht verhindern, und so nahm er einen tiefen Schluck des flüssigen Todbringers und gab sich der lähmenden Dunkelheit hin, bis er regungslos auf den Boden sank.</p>
<p>Vor dem Becken riss derweil der Kontrolleur die Karten ab – die Vorstellung mit dem nächsten Ertrinkenden würde bald beginnen.</p>
<p>„Naja, da wünsche ich ich mir doch fast den guten alten Kronkor zurück. Ein bisschen vielschichtiger dürfte es schon sein.“</p>
<p>Kritisch besah er sich im Spiegel: War er auch wirklich glatt rasiert? Gleichsam einer Antwort harrend, füllte das monotone Brummen des Apparates noch immer den kahlen, weiß gefliesten Raum, bis völlige Stille Zufriedenheit signalisierte.</p>
<p>Heute war es so weit. Der große Moment war gekommen, alle Blicke würden auf ihn gerichtet sein, denn dies war sein Tag &#8211; seiner und Judys, der er von heute an so nah wie nie zuvor sein würde &#8211; vereint in alle Ewigkeit.</p>
<p>Sorgsam trennte er das Netzkabel vom Rasierer, bevor er ihn unter dem Wasserhahn auswusch. Alles hatte seine Zeit im Leben, jede Handlung ihren Ablauf. Hielt man die Reihenfolge nicht ein, konnte ein Unglück geschehen.</p>
<p>Gleich war es neun, dann würde Pater Thomson ihn abholen. Nervös nestelte er an seinem Kragen. Lange hatte er auf diesen Augenblick warten müssen, doch jetzt, wo er gekommen war, schien ihm die Zeit wie im Fluge vergangen.</p>
<p>Als sei es gestern gewesen, blieb ihm der Tag ihres Kennenlernens im Gedächtnis. Es war an einem Samstagmorgen im April, wenige Wochen nach seiner Rückkehr aus Europa. Er saß auf einer Parkbank gegenüber der Stadtbibliothek und lauschte dem Konzert der Vogelstimmen, das nur gelegentlich vom Geschrei spielender Kinder übertönt wurde. Judy setzte sich zu ihm, kramte ein Buch aus ihrer Handtasche und fragte schüchtern lächelnd: „Das habe ich schon durch, wollen Sie das vielleicht zu Ende lesen?“ Er wollte, und nicht nur das.</p>
<p>Seine Schritte hallten durch den endlosen Flur. Er war aufgeregt wie vor einer wichtigen Prüfung, dabei würde er selbst kaum etwas sagen müssen, und doch würde er im Mittelpunkt stehen – er und Judy, seine über alles geliebte Judy.</p>
<p>Nervös fragte er den Priester nach der Uhrzeit. „Nur keine Sorge“, beruhigte der ihn, „man wird nicht ohne Sie anfangen.“ „Sind denn schon alle da? Auch Judys Verwandtschaft?“ „Natürlich. Ganz vorne in der ersten Reihe.“</p>
<p>Unsicher musterte er seinen Anzug. War er auch dem Anlass angemessen? Sollte er zu diesem einmaligen Ereignis nicht etwas Festlicheres tragen? „Sind Sie auch schon so nervös?“ fragte er den Priester. „Nein, heutzutage nicht mehr. Beim ersten Mal, da noch. Aber nun bin ich seit fast dreißig Jahren hier Pfarrer, da wird es einem zur Routine.“ „Nun ja, Sie werden es ja auch nie selbst erleben. Das ist schon etwas anderes.“</p>
<p>Die Tür am Ende des Ganges wurde von innen geöffnet. Er trat ein. Erwartungsvolle Gesichter blickten ihn an. Er setzte sich auf den Stuhl, ließ die Elektroden an seinen Schläfen befestigen und dachte an Judy, die er schon vorausgeschickt hatte, damit sie im Jenseits auf ihn warte.</p>
<p>„Wissen Sie was?“</p>
<p>Nein?</p>
<p>„Wenn ich es mir recht überlege: Schreiben Sie doch lieber das Buch mit den Tischdekorationen zu Ende.“</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>10 Jahre Piratenpartei Deutschland</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/10-jahre-piratenpartei-deutschland.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Sep 2016 16:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2016/09/10/10-jahre-piratenpartei-deutschland/</guid>

					<description><![CDATA[Die Piraten hatten es geschafft, die Stimmen der Unzufriedenen &#38; Politikfernen auf eine gute Sache zu lenken, statt wie die AfD aufs Hassen. Es zeigte &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Piraten hatten es geschafft, die Stimmen der Unzufriedenen &amp; Politikfernen auf eine gute Sache zu lenken, statt wie die AfD aufs Hassen. Es zeigte sich, dass man die Protestwählerschaft auch ohne Rassismus erreichen kann. Halten kann man Protestwähler aber nur, wenn man sich nie etabliert, immer Außenseiter bleibt – oder halt mit Hetze und Panikmache. Leider genügte die protestwählerbereicherte Zeit für die Piraten nicht, um sich eine Stammwählerschaft von über 5% heranzuziehen. Dabei wäre eine starke Bürgerrechts- und Internetfreiheits-Partei heute nötiger denn je. Stattdessen haben die Reaktionären Zulauf. Sagt die AfD &#8222;Altparteien&#8220;, erschrecke ich, denn das tat ich als Piratenwähler auch. Es war falsch, weil es einen Sonderstatus implizierte.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Haiku</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/haiku.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Sep 2014 18:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2014/09/01/haiku/</guid>

					<description><![CDATA[Der Baum vorm Fensterwelkt, und in der Scheibe siehtman meine Schläfen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Baum vorm Fenster<br />welkt, und in der Scheibe sieht<br />man meine Schläfen.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wittkamps Listenbuch</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/wittkamps-listenbuch.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 May 2014 12:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2014/05/17/wittkamps-listenbuch/</guid>

					<description><![CDATA[Man kann ja über Putin sagen, was man will, aber das muss nicht im Rahmen dieser Rezension sein, die ein Buch behandelt, das aus lustigen &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann ja über Putin sagen, was man will, aber das muss nicht im Rahmen dieser Rezension sein, die ein Buch behandelt, das aus lustigen Listen besteht. Ich finde, nicht alle Bücher sollten aus lustigen Listen bestehen, sondern einige aus turbulenten Verwechslungskomödien oder Ölwechseltipps für den Golf V.</p>
<p>Aber ich kann das leicht schreiben, denn ich habe eine schöne Tastatur. Und Geschlechtsteile aus Kupfer, aber das ist eine lange Geschichte und die werde ich nicht erzählen. Vietnam. Ich bin darüber hinweg. Wenn ich nicht schweißgebadet aufwache!</p>
<p>Warum fragen Sie überhaupt danach? Es soll doch um Listen gehen. Aufzählungen genauer gesagt. Ich bin kein Freund davon. Mir ist ein saftiger Schinken allemal lieber, aber den verschickt keiner zur Rezension. Also muss man nehmen, was kommt.</p>
<p>Ein paar Zeilen tät ich darüber schreiben, habe ich zugesagt. Aber reingeschaut habe ich nicht. Ich stelle mir Rezensionsexemplare grundsätzlich eingeschweißt ins Regal. Es trübt mein Urteil, wenn ich zu viel über ein Buch weiß, erst recht solche Details wie den Inhalt.</p>
<p>Ich kann nur sagen, wie ich solch ein Buch schriebe. Auf jeden Fall würde ich mir einen bekloppten Künstlernamen zulegen, den aber nicht benutzen, sondern nur haben. Und einen Superheldendress, den ich nie anzöge. </p>
<p>Eine der Listen, die ich schreiben würde, könnte auf Seite 178 stehen und so lauten:</p>
<p> „Was man bei 15 °C trägt:</p>
<p><em>am Ende des Sommers:</em><br />Shirt<br />Kapuzenjacke</p>

<p> <em>am Ende des Winters:</em><br />Unterhemd<br />Hemd<br />Pullover<br />Kapuzenjacke<br />Jacke<br />Schal/Tuch<br />Wollmütze“ </p>

<p>Und wenn vier Seiten weiter noch Platz für eine Liste wäre, dann für diese:</p>

<p>„Große Gruppen, denen sich kein Mensch zugehörig fühlt:</p>

<p>Hipster<br />Sextouristen<br />Jasager<br />schweigende Mehrheit<br />Idioten<br />Ewiggestrige<br />Käufer herkömmlicher Produkte“</p>
<p>Am Ende einer Rezension erwarten Sie sicher eine Kaufempfehlung und hier ist sie: Kaufen Sie statt Apfelmus lieber Apfelmark, das enthält keinen Zucker und schmeckt ebenso gut! Falls Sie auf der Fahrt zum Supermarkt ein Buch lesen wollen, dann das hier besprochene.</p>
<p> <small><a href="http://haekelschwein.de/blogartikel/items/rezensionen.htm">Man lese auch meine anderen Rezensionen.</a></small></p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blick ins Business</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/blick-ins-business.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Apr 2014 21:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Durchgesagtes]]></category>
		<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2014/04/28/blick-ins-business/</guid>

					<description><![CDATA[Als Jungdynamiker muss man Paradigmenwechsel forcieren und Synergien implementieren. Aber mich betrifft das nicht, denn ich bin haekelschwein-Anbieter und verkaufe ein multifunktionales Universalgerät aus rosa &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Jungdynamiker muss man Paradigmenwechsel forcieren und Synergien implementieren. Aber mich betrifft das nicht, denn ich bin haekelschwein-Anbieter und verkaufe ein multifunktionales Universalgerät aus rosa Wolle.</p>
<p>Nur wenige frönen noch diesem altehrwürdigen Gewerbe mit zwölfjähriger Tradition, doch mir war schon frühzeitig klar, dass ich diesen Beruf ergreifen wollte, weshalb ich zielstrebig Indogermanistik studierte.</p>
<p>Was macht eigentlich ein haekelschwein-Anbieter, werden Sie sich fragen, und keine Antwort bekommen, also fragen Sie lieber mich. Verkaufe ich Buchstaben aus meiner Trenchcoat-Innentasche? Rufe ich Menschen mit alten Vornamen an, um ihnen Schweineabos aufzuschwatzen? Tingle ich über Handarbeitsbazare? Mitnichten: Ich sitze am Rechner, bespaße die Menschen und gebe ihrem Kaufbegehren nach. Wie sieht mein Arbeitstag aus, werden Sie nun wissen wollen, und diesmal gleich mich fragen, denn Sie sind ja lernfähig. Das kann ich Ihnen sagen, werde ich antworten, und es Ihnen sagen:</p>
<p> Morgens nach dem Aufwachen schiebe ich den Holzdeckel zur Seite, wische mir die feuchte Erde vom Anzug und mache mich auf den Weg ins Büro. Neue Schweinelieferungen sind eingetroffen aus den Fabrikhallen im oldenburgischen Hude. Zur Produktion der Schweinchen bedarf es hochpräziser Fertigungsanlagen; ich schwöre auf das Modell Häkeloma, das auch mit 99 Jahren noch schnell und zuverlässig funktioniert, nach über 15.000 haekelschweinen. Neue Bestellungen werden abgearbeitet und versandfertig gemacht, bevor ich mein Büro Richtung Internet verlasse. Das Internet wurde für Schweinereien entwickelt, und so nimmt es nicht wunder, dass es das bevorzugte Habitat des haekelschweins ist.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Haiku</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/haiku-2.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Nov 2013 21:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2013/11/07/haiku-2/</guid>

					<description><![CDATA[Ein Buch im Herbstlicht,seine Blätter erfreuenwie jene des Baums. Durchnässte Schuheauf der Parkbank neben mir,Wind in den Socken. Eine Flasche rolltüber den Kiesweg, doch ichbin &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Buch im Herbstlicht,<br />seine Blätter erfreuen<br />wie jene des Baums.</p>
<p>Durchnässte Schuhe<br />auf der Parkbank neben mir,<br />Wind in den Socken.</p>
<p>Eine Flasche rollt<br />über den Kiesweg, doch ich<br />bin nicht auf der Jagd.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kirgisisch</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/kirgisisch.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Oct 2013 17:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2013/10/19/kirgisisch/</guid>

					<description><![CDATA[Guten Tag, schöne Frau, wie kann ich Ihnen helfen? Der Buchhaltungskurs ist schon zu Ende, da kämen Sie leider zu spät. Wie bitte, Kirgisisch wollen &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Tag, schöne Frau, wie kann ich Ihnen helfen? Der Buchhaltungskurs ist schon zu Ende, da kämen Sie leider zu spät.</p>
<p>Wie bitte, Kirgisisch wollen Sie lernen? Nein, da sind Sie … doch, halt, warten Sie, natürlich sind Sie da goldrichtig. Ich war nur etwas geblendet von Ihnen, haha, selbstverständlich bin ich der Kirgisischlehrer. Ich fürchtete schon, es käme niemand in den Kurs. Ist ja auch nicht unbedingt ein Allerweltsthema.</p>
<p>Wissen Sie, ich mache den VHS-Unterricht nur nebenbei. Ich begleite ansonsten regelmäßig Wirtschaftsdelegationen in die Sowjetunion. Vor allem EDV-Anbieter; diese Elektronengehirne sind ja die Zukunft. In zwanzig Jahren steht auf jedem Schreibtisch so ein Gerät. Meine Frau unterrichtet auch Sprachen. Schwester! Meine Schwester, wollte ich sagen.</p>
<p>Dann nehmen Sie doch am besten gleich hier vorne am Pult Platz, dann brauche ich nicht so laut zu sprechen.</p>
<p>Also das Kirgisische … da wäre erst einmal das Alphabet. Das ist quasi wie unseres, nur ohne K.</p>
<p>Kirgisisch heißt auf Kirgisisch also Irgisi. Das K fällt weg und das -SCH auch, denn kirgisische Wörter sind am Ende immer drei Buchstaben kürzer. Ja, da lachen Sie jetzt – und ganz entzückend, wie ich bemerken muss – aber so sind die Kirgisen eben! In den agrargeprägten Gegenden hat man nicht so viel Zeit zum Reden, sonst bleibt die Arbeit liegen. Da fasst man sich kürzer!</p>
<p>Ob man da nicht diese russischen Buchstaben benutzt, meinen Sie?</p>
<p>Nein nein, die ganz normalen, aber mit der Besonderheit, dass es neben Groß- und Kleinbuchstaben auch Breit- und Schmalbuchstaben gibt. Letztere werden für besonders lange Wörter verwendet, damit diese nicht so viel Platz einnehmen, denn Papier ist teuer. Aber natürlich gebietet es die Höflichkeit, Anreden breit zu schreiben.</p>
<p>Einen Satz auf Kirgisisch wollen Sie sicher mal hören, also sage ich: „Nisi sisi bisi.“</p>
<p>Das bedeutet: „Ihre Nase ist süß.“ Das sagen die kirgisischen Männer zu Frauen, deren Nase süß ist. Ach, das haben Sie sich schon gedacht, wie?</p>
<p>Also, dann sehen wir mal weiter:</p>
<p>Bei den Substantiven gibt es nicht wie im Deutschen drei Geschlechter, sondern vier. Nämlich jeweils für vergebene und alleinstehende Frauen und Männer. Nur mal für ein Beispiel: Was träfe denn da auf Sie zu?</p>
<p>Haha, stimmt, meine Dezenz habe ich heute zu Hause gelassen.</p>
<p>Nette junge Frau hieße also auf Kirgisisch: „Nonni jonno fonno.“ Ja, schreiben Sie ruhig mit: „Nonno jonni fonni“.</p>
<p>Bei Gegenständen verwendet man diese Genera, um zwischen solchen zu unterscheiden, die jemandem gehören, oder eben nicht.</p>
<p>Kasus gibt es im Kirgisischen natürlich auch, und zwar den Nominativ, den Plakativ, den Insultiv und den Vielzutiv.</p>
<p>Den Plakativ verwendet man oft in der Werbung oder in politischen Ansprachen. Nämlich immer dann, wenn es gar nicht so sehr auf die Sache selbst ankommt, sondern ein Begriff mehr als Symbol für eine bestimmte Kategorie steht. Etwa in „Der Bürger will Sicherheit.“ oder „Sprachkurse sind gute Kennenlernorte.“</p>
<p>Der Insultiv macht aus jedem Wort eine Beleidigung, was sehr praktisch ist, weil man damit nicht auf wenige Tier- und Körperteilbezeichnungen festgelegt ist, wie im Deutschen. Sein Gegenpart ist der Laudativ, der aus jedem Wort eine Nettigkeit macht. So wird aus misi, was Maus bedeutet, der Insultiv misti „du alte Ratte“ oder der Laudativ misli „du kleine Maus“.</p>
<p>Der Vielzutiv wird für Übertreibungen benutzt, ist also eine Art irrealer Superlativ.</p>
<p>Bei den Zeiten gibt es neben der Gegenwart noch ein Tempus für Ereignisse, die man schon geahnt hat, und eines für Dinge, die man gerne getan hätte, zu denen einem aber der Mut fehlte.</p>
<p>Zum Beispiel bedeutet „Irgisi nixi“, dass ich kein Wort Kirgisisch beherrsche und „Hapa hapa nuni“, dass ich Sie jetzt gerne zum Essen einladen würde.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gefängniswärter</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/gefaengniswaerter.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Sep 2013 09:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2013/09/17/gefaengniswaerter/</guid>

					<description><![CDATA[Ihr sitzt im Gefängnis. Wen ruft ihr in die Zelle, den schwarzhaarigen oder den rotschopfigen Wärter? Beide haben Vorzüge, der eine redet gern über Sport, &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr sitzt im Gefängnis. Wen ruft ihr in die Zelle, den schwarzhaarigen oder den rotschopfigen Wärter? Beide haben Vorzüge, der eine redet gern über Sport, der andere scherzt gern.</p>
<p>Natürlich keinen von beiden, denn ihr seid unschuldig! Also ist es egal, welcher Wärter besser ist, ihr ruft nach eurem Anwalt.</p>
<p>Die Wärter haben euch all die Jahre nicht glauben wollen, dass ihr harmlos seid, sondern immer mehr Riegel und Schlösser an eure Zellentür genagelt. <a href="http://www.daten-speicherung.de/index.php/ueberwachungsgesetze/">Egal, welcher von beiden gerade Dienst hatte.</a></p>
<p>Zwar können euch die Wärter eure Haft kurzfristig erleichtern, aber das Wichtigste ist doch, dass ihr frei sein solltet, weil ihr nichts Unrechtes getan habt. Ihr wollt keine schönere Zelle, keinen regelmäßigen Hofgang, ihr wollt Freiheit.</p>
<p>Euer Anwalt ist zwar kein Fluchthelfer, sondern nur ein machtloses Männchen im schlechtsitzenden Anzug, aber er ist der Einzige, der öffentlich eure Unschuld beteuert, auch wenn sein Stimmchen leise und heiser ist. Schon die Tatsache, dass es da überhaupt jemanden gibt, der die Idee eurer Unschuld hochhält, kann dazu führen, dass auch die Wärter einmal in einem schwachen Moment diese Möglichkeit erwägen.</p>
<p>Ruft nicht nach den Wärtern, ruft nach eurem Anwalt. Wählt die Piratenpartei.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das zweite Vergrämer-Buch</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/das-zweite-vergraemer-buch.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Aug 2013 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2013/08/02/das-zweite-vergraemer-buch/</guid>

					<description><![CDATA[Geschätzte zwanzig Jahre nach seinem Erstlingswerk widmet sich Jan-Uwe Fitz erneut der Figur des Taubenvergrämers. Das Buch handelt von einem Mann im schwarzen Hemd, dem &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Geschätzte zwanzig Jahre nach seinem <a title="Rezension zu „Entschuldigen Sie meine Störung“" href="http://haekelschwein.de/blogartikel/items/ein-rezensionsversuch.htm">Erstlingswerk</a> widmet sich Jan-Uwe Fitz erneut der Figur des <a title="Homepage des Vergrämer. Oder auf Twitter: @Vergraemer" href="http://www.benefitz.de/">Taubenvergrämers.</a> Das Buch handelt von einem Mann im schwarzen Hemd, dem eine Taube von der linken Schulter läuft. So weit, so gut. Ich an Ihrer Stelle würde es kaufen!</p>
<p>Ach, Moment, jetzt habe ich die Schutzfolie doch noch aufbekommen, dann steige ich etwas tiefer in die Buchbesprechung ein.</p>
<p><a title="Weitere Infos und Bestellmöglichkeit" href="http://www.ullsteinbuchverlage.de/ullsteintb/buch.php?id=42378&amp;">„Wenn ich was kann, dann nichts dafür“</a> ist weniger ein Roman als vielmehr ein episodisches Drama, das ausschließlich von seinen komischen Dialogen lebt, deren absurde Begleitumstände nur kurz angedeutet werden. Wer die Gelegenheit hatte, einer <a href="http://jour-fitz.de/">Lesung</a> des Autors beizuwohnen, kommt nicht umhin, sich eine Hörspielversion des Buches zu wünschen, und Kekse, denn Kekse sind lecker.</p>
<p>Der rote Faden der Handlung ist mehrmals um den Finger gewickelt, ausgefranst und nicht einmal rot: Aus seinem Schweizer Heimatdorf kommt der Titelheld nach Berlin, um dort als Kammerjäger Tauben zu verscheuchen, ist seiner Aufgabe aber weder fachlich noch emotional gewachsen. Nach zehn Jahren fasst er den Entschluss, Berlin den Rücken zu kehren und lässt sein Hab und Gut bei einer Umzugsfirma einlagern, verbringt aber weitere sechs Jahre in der leeren Wohnung, bis es ihn zeitweilig nach Venedig verschlägt und er schließlich in die Hauptstadt zurückkehrt. Als soziophober Misanthrop scheitert er dabei immer wieder im Kontakt mit anderen Menschen, seien es Kunden oder Nachbarn, woraus sich die irrwitzigsten Dialoge ergeben:</p>
<p><em>„Meine Frau ist tot. Letzte Woche gestorben. Sie haben sie knapp verfehlt.“<br /></em><em>„Aha.“<br />„Können Sie nicht was Mitfühlendes sagen? Das würde mich bestimmt trösten. Mir geht’s nicht gut.“<br />„Sie vermissen sie bestimmt sehr.“<br />„Geht so. Ihre Leiche liegt noch im Schlafzimmer. Das macht ihren Tod natürlich ein Stück leichter.“<br /></em>(S. 80ƒ)</p>
<p><em>„Geben Sie es zu“, sage ich aufgebracht, „SIE haben die Tauben festgetackert!“<br />„Ich? Nein. Warum sollte ich das tun? Die Tauben können sprechen, da werden sie bestimmt auch tackern können.“<br />„Ich glaube, die Tauben können gar nicht sprechen. SONDERN SIE SIND BAUCHREDNER!“<br />„Ich? Bauchredner? Ich weiß gar nicht, was ein Bauchredner ist.“ Er lacht nervös und heiser.<br />„Sie lügen!“<br />„Wollen Sie damit sagen, dass ich lüge?“<br /></em>(S. 85ƒ)</p>
<p>Storyline, Charakterentwicklung, üppige Umweltbeschreibungen wird man nicht finden, es ist kein Buch für Herz und Verstand, sondern für Zwerchfell und Oberschenkel: Man wähnt sich in einer Abfolge von Monty-Python-Sketchen, muss lachen, schmunzeln, den Kopf schütteln oder debil grinsen. Mehrheitsfähig ist das auf keinen Fall, und genau deshalb lesenswert.</p>
<p>Comedyromane mögen in Mode sein, aber der Vergrämer ist heftiger, schonungsloser, absurder – schlicht: bekloppter – als es der arglose Leser erwarten wird.</p>
<p>Einen Moment bitte, ich bekomme gerade eine Nachricht unserer Blog-Frauenbeauftragten.</p>
<p>Die Gendergerechtigkeit gebietet, dass ich nicht das Buch eines Mannes rezensiere, ohne zugleich das Werk einer Frau zu besprechen.</p>
<p>Wenig überraschend handelt es sich dabei um Nadine Hillmakers Opus Magnum <a title="Amazon-Link (mittlerweile ausverkauft)" href="http://www.amazon.de/Zombies-Leichenhalle-Erotic-Horror-ebook/sim/B00BQ3U2IU/2">„Fick Zombies in der Leichenhalle“,</a> das mir vom <a title="ZDF-Hyperland: „E-Schund: Kampf um den 1-Euro-Leser“" href="http://blog.zdf.de/hyperland/2013/06/e-schund-kampf-um-den-ein-euro-leser/">ZDF</a> empfohlen wurde.</p>
<p>Dieser siebenseitige Bildungsroman kostet 2,99 Euro und kommt damit auf einen Seitenpreis von 43 Cent, ist also voraussichtlich zehnmal so gut wie das Buch von Jan-Uwe Fitz, das nur 3,6 Cent pro Seite kostet.</p>
<p>Leichen haben beide Bücher zu bieten, aber das Feld der Sinnlichkeit bleibt von Fitz unbestellt, während Hillmaker so fein ziselierte Erotismen bietet wie:</p>
<p><em>„Sie griff nach unten und begann ihn zu masturbieren, bis sie nicht mehr länger warten konnte und sich seinen Schwanz in die Möse schob.“</em></p>
<p>Das ist schön formuliert, beredter Ausdruck gediegenen Stilempfindens. Wie plump hätte eine Autorin mit weniger Feingefühl hier dilettiert, wie grob erst ein männlicher Autor!</p>
<p>Auch Dialogfäden weiß Nadine Hillmaker kunstvoll zu spinnen:</p>
<p><em>„Du alte Pott-Sau! schrie Gerd aufgebracht, als Beate zu schnattern und zu knattern begann. Was zum Henker hast Du bloß zuletzt gefressen? Gar nichts, ich hatte gerade einen Magen-Darm-Infekt, als es mich erwischt hat“</em></p>
<p>Liebesgeflüster, wie es nur eine Frau so elegant in Worte zu kleiden weiß, Jan-Uwe Fitz muss sich hier geschlagen geben. Auch in der Namensgebung seiner Charaktere leistet er sich Schwächen: Herr Menke, Frau Wolters, Ehepaar Meiser – wie kraftlos klingt dies gegenüber den Zombienamen Stummel-Sven, Banana-Bernd und Gürckchen-Gerd, die gewiss eine Anspielung auf die Nasenlänge sind.</p>
<p>Abschließend kann mein Urteil nur lauten, dass die Zukunft der Literatur in Frauenhand liegt. Skeptiker mögen einwenden, auch Jan-Uwe Fitz könne Pseudonym einer Schriftstellerin sein, aber das ficht mich nicht an.</p>
<p>Was immer Sie lesen werden: Essen Sie dabei doch Kekse! Denn Kekse sind Genuss und Spaß, ein kulinarisches Feuerwerk der guten Laune. Herr Bahlsen aus Hannover schrieb mir dazu erst neulich: „Ja, es stimmt. Kekse sind Genuss und Spaß und ein kulinarisches Feuerwerk der guten Laune.“</p>
<p>Wollen Sie auch weiterhin meine unbestechlichen Kritiken lesen? Dann stecken Sie mir unauffällig Geld zu.</p>
<p> <small><a href="http://haekelschwein.de/blogartikel/items/rezensionen.htm">Man lese auch meine anderen Rezensionen.</a></small></p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Helden</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/helden.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2013 22:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2013/05/15/helden/</guid>

					<description><![CDATA[Batman gehört zu den oberen 1 Prozent und bekämpft Verbrecher aus den unteren 99 Prozent, ohne die Systemfrage zu stellen. Superman besitzt gottähnliche Macht, könnte &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="page">
<div class="section">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p><span>Batman gehört zu den oberen 1 Prozent und bekämpft Verbrecher aus den unteren 99 Prozent, ohne die Systemfrage zu stellen. </span></p>
<p><span>Superman besitzt gottähnliche Macht, könnte Kriege und Ausbeutung beenden, spielt aber lieber den Hilfssheriff und verkleidet sich in seiner Freizeit als einer der 99 Prozent. </span></p>
<p><span>Spiderman gehört zu den 99 Prozent und schafft es trotz seiner Superkräfte nicht in die 1 Prozent.</span></p>
</div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Regenwurm</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/ein-regenwurm.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Apr 2013 13:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2013/04/14/ein-regenwurm/</guid>

					<description><![CDATA[Oft springt aus lock’rem Erdenreich ein Regenwurm frisch in den Teich und planscht und spritzt und gurgelt froh und kehrt zurück – ins Nirgendwo.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Oft springt aus lock’rem Erdenreich<br /> ein Regenwurm frisch in den Teich<br /> und planscht und spritzt und gurgelt froh<br /> und kehrt zurück – ins Nirgendwo.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verraucht</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/verraucht.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Apr 2013 13:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2013/04/14/verraucht/</guid>

					<description><![CDATA[Niemand wird an seinem dreißigsten Geburtstag zum Raucher, das geschieht immer schon im Teeny-Alter, wo der soziale Gruppendruck besonders hoch ist, deshalb muss man die &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Niemand wird an seinem dreißigsten Geburtstag zum Raucher, das geschieht immer schon im Teeny-Alter, wo der soziale Gruppendruck besonders hoch ist, deshalb muss man die Zigarette vor allem für Jugendliche unattraktiver machen, aber bisher schienen mir alle staatlichen Kampagnen dazu recht unbeholfen und wirkungslos. </p>
<p> Wäre ich für eine Anti-Rauchen-Kampagne verantwortlich, würde ich Zigaretten als „Rentnerstengel“ bewerben lassen, und zwar von siebzigjährigen Volksmusikern. Oder Zigaretten als Belohnung für besonders gute und brave Schüler verteilen. Oder die Zigarette zum Symbol vorehelicher Enthaltsamkeit stilisieren. All das würde dem Rauchen gründlich die Coolness rauben.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein wirrer Tag</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/ein-wirrer-tag.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Apr 2013 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2013/04/01/ein-wirrer-tag/</guid>

					<description><![CDATA[Es war einer dieser regnerischen Sonnentage, an denen Bonnie Mae schon früh am Abend aufgestanden war, um die Kinder an die Leine zu hängen und &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="page">
<div class="section">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p><span>Es war einer dieser regnerischen Sonnentage, an denen Bonnie Mae schon früh am Abend aufgestanden war, um die Kinder an die Leine zu hängen und ihrem Sandwich Männer in die Taschenakte zu packen. </span></p>
<p><span>Es war kaum acht halbe, als es an der Klingel pochte und die Packermöbel die neue Großmutter brachten, die Bonnie Mae und ihr Hochzeitstag von ihrem Küchenschrank zum Manne haben sollten. </span></p>
<p><span>„So früh kommt der erst?“ antwortete sie erstaunt und wunderte sich verdreht um. „Es tut Ihnen leid“, beschuldigte sich der Trägerbrief und nahm sich mit einem langen Leben das Messer. </span></p>
<p><span>Kaum hatte Bonnie Mae den Wischer aufgeblutet, schloss sie ihre Freundin und wartete, dass ihre Türen zum Kranzkäffchen kamen. Versehen wirrte sie sich um: Alles war so heute anders &#8211; vielleicht hätte sie das Leer nicht glasen sollen?</span></p>
</div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kettenreaktion</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/kettenreaktion.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Mar 2013 20:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2013/03/25/kettenreaktion/</guid>

					<description><![CDATA[Kaum erscheint das Gesicht des Prominenten auf dem Bildschirm, blendet der Sender nicht seinen Namen ein, sondern „Balder, Gott des Lichts“, woraufhin der Bauchbindentexter entlassen &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum erscheint das Gesicht des Prominenten auf dem Bildschirm, blendet der Sender nicht seinen Namen ein, sondern „Balder, Gott des Lichts“, woraufhin der Bauchbindentexter entlassen wird, dem Suff anheimfällt und dreißig Jahre später in einer kleiner Pension in Ascensión tot aufgefunden wird, umringt von Käfern, die sich bereits an ihm schadlos gehalten haben, aber deren Trippeln auf dem Holzparkett so rhythmisch ist, dass der Gast im Zimmer darunter beschließt, seinen Job als Bürstenvertreter aufzugeben und Schlagzeuger zu werden, was ihm späten Ruhm beschert und die Liebe seiner Frau aufs Neue entfacht.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lieblingswitz</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/lieblingswitz.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Mar 2013 23:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2013/03/19/lieblingswitz/</guid>

					<description><![CDATA[“When I was a kid my favorite relative was Uncle Caveman. After school we’d all go play in his cave, and every once in a &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="page">
<div class="section">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p><span>“When I was a kid my favorite relative was Uncle Caveman. After school we’d all go play in his cave, and every once in a while he would eat one of us. It wasn’t until later that I found out that Uncle Caveman was a bear.” </span></p>
<p>Ich mag diesen Witz von <a title="Weitere Zitate von Jack Handey" href="http://www.worldofquotes.com/author/Jack-Handey/1/index.html">Jack Handey,</a> denn er ist perfekt konstruiert: fängt ganz harmlos an, bringt in der Mitte eine verstörende Wendung und setzt die Pointe optimal aufs letzte Wort. </p>
<p><span>Ähnlich ist es mit diesem Witz aus gleicher Feder: </span></p>
<p><span>“When I found the skull in the woods, the first thing I did was call the police. But then I got curious about it. I picked it up, and started wondering who this person was, and why he had deer horns.”</span></p>
<p><span>Dieser Witz erschafft eine Welt, in welcher die kindliche Logik noch gilt und eine ursprüngliche Annahme nicht in Frage gestellt, sondern der Fantasie übergeben wird.</span></p>
</div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Gegenbesuch</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/der-gegenbesuch.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2013 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2013/03/15/der-gegenbesuch/</guid>

					<description><![CDATA[Eigentlich hatte ich ja die Nase voll von den Braunschweigern, seit unserem letzten Besuch dort. Bitte die Schuhe draußen ausziehen, Hände desinfizieren nicht vergessen, legt &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hatte ich ja die Nase voll von den Braunschweigern, seit unserem letzten Besuch dort.</p>
<p>Bitte die Schuhe draußen ausziehen, Hände desinfizieren nicht vergessen, legt euch ein Sitzkissen drunter, kommt mit dem Kopf nicht an die Sofalehne, über Politik und Sport sprechen wir zu Tisch nicht, vor dem Essen wollen wir dem Herrn danken, das iPhone bleibt bitte in der Tasche. Ein Abend, so gemütlich wie eine Abiturprüfung.</p>
<p>Aber jetzt freue ich mich richtig auf den Gegenbesuch, und da sind sie ja auch schon!</p>
<p>„Ja, mooooin, die Braunschweiger, wie nett, dass ihr kommen konntet! Inez ist noch einkaufen, aber tretet doch schon mal ein.</p>
<p>Die Schuhe könnt ihr anbehalten, aber setzt bitte diese Hauben auf, ich bekomme es sonst wieder mit meiner Haarallergie zu tun. </p>
<p>Ihr wisst ja: Mein Haus, meine Regeln, da folge ich ganz eurem Motto. Deshalb nehmt es mir nicht übel, wenn ich euch ein bisschen einsprühe hiermit, das ist ein ganz mildes Milbenmittel. Ich bin da vielleicht übervorsichtig, aber was will man machen, wenn man Hausstaub nicht verträgt.</p>
<p>Riecht ein bisschen streng, wie? Das nehme ich schon gar nicht mehr wahr, daran gewöhnt ihr euch. Habe ich auch, hat kaum eine Woche gedauert.</p>
<p>Oh, ein Blumenstrauß? Das nehmt bitte nicht persönlich, wenn ich den gleich hier in den Müllschlucker tue. So, schwupps isser weg, haha, aber seid unbesorgt, das ist nur wegen der Inez, die ist ja total gegen Schnittblumen. Pflanzenmord nennt sie das, aber könnt ihr ja nicht wissen, und da möchte ich natürlich nicht, dass ihr sie ungewollt kränkt, so ein kleiner Fauxpas, der bleibt einfach unter uns, das versteht sich doch unter Freunden.</p>
<p>Folgt mir ins Wohnzimmer, da habe ich schon für uns aufgedeckt. Ja, richtig, der Tisch wirkt etwas hoch, wenn man hereinkommt, aber das ist nur, weil wir auf Stühle verzichten. Seit einem Jahr schon, und ihr glaubt gar nicht, wie herrlich das für den Rücken ist. Bandscheibenvorfälle sind passé für uns.</p>
<p>Die Inez meinte erst: Wollen wir nicht für die Gäste ein paar Stühle behalten? Aber davon hielt ich nichts, als Gast möchte man sich doch einfügen bei den Leuten, die man besucht, zu Hause kann man ja dann wieder leben, wie man will. Nicht wahr? Ich hab ihr gleich gesagt, das sähet ihr genauso.</p>
<p>Ich schenke euch erstmal was von dem Sauerkrautsaft ein, oder mögt ihr lieber Brottrunk? Ich habe extra beides da, die Geschmäcker sind ja verschieden.</p>
<p>Was für einen Kuchen mögt ihr am liebsten? Schoko oder Nuss? Ah, die mögt ihr beide? Ich auch, hatte erst gestern welchen, aber heute gibt es Möhrentorte, ganz was Gesundes, man will ja seine Gäste auch nicht in Versuchung führen.</p>
<p>Apropos führen, ich führe ja Tagebuch. Gewiss habt ihr nichts dagegen, wenn ich unser Gespräch aufzeichne? Ich möchte schließlich nichts verfälschen. Ignoriert das Diktiergerät einfach.</p>
<p>Ach, einen wichtigen Termin habt ihr vergessen? Na klar, das kann mal passieren, dafür habe ich Verständnis. Wartet, ich begleite euch zur Tür. Aber ihr müsst mir versprechen, dass wir unser gemütliches Beisammensein bald nachholen.</p>
<p>Oh, da kommt Inez auch gerade vom Einkaufen.</p>
<p>Hallo, Inez, die Braunschweiger müssen leider schon gehen, ein wichtiger Termin. Ist ja nun schade, aber da kann man nix machen.</p>
<p>Wie bitte, was die lustigen Hauben sollen? Das erkläre ich dir später, wenn wir unter uns sind.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kein Gedicht</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/kein-gedicht.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Mar 2013 21:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2013/03/09/kein-gedicht/</guid>

					<description><![CDATA[Ich möchte nun mitnichtenhier anfangen zu dichten,nach Versmaß mich zu richten,die Silbenzahl zu lichten,ein passend’ Wort zu sichten,nach Endreim es gewichten,mich Euch darauf erpichtenBloglesern aller &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte nun mitnichten<br />hier anfangen zu dichten,<br />nach Versmaß mich zu richten,<br />die Silbenzahl zu lichten,<br />ein passend’ Wort zu sichten,<br />nach Endreim es gewichten,<br />mich Euch darauf erpichten<br />Bloglesern aller Schichten<br />zur Poesie verpflichten<br />und noch ein Vers mit Fichten.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Meine Tweets zum Zeitungssterben</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/meine-tweets-zum-zeitungssterben.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2012 21:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgesagtes]]></category>
		<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2012/11/14/meine-tweets-zum-zeitungssterben/</guid>

					<description><![CDATA[Die falsche Antwort aufs Zeitungssterben sind Leistungsschutzrecht und öffentlich-rechtlicher Depublikationszwang, womit nur Alternativen behindert werden sollen. Richtig wäre ein Ausbau öffentlich-rechtlicher Onlinemagazine. Wenn Nachrichten kein &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die falsche Antwort aufs Zeitungssterben sind Leistungsschutzrecht und öffentlich-rechtlicher Depublikationszwang, womit nur Alternativen behindert werden sollen. Richtig wäre ein Ausbau öffentlich-rechtlicher Onlinemagazine. Wenn Nachrichten kein Geschäft mehr sind, dann müssen sie eben Gemeinschaftsaufgabe werden.</p>
<p>Wenn ich schon ab 2013 volle GEZ-Gebühren zahle, dann will ich als Internetnutzer ebenfalls in der ersten Reihe sitzen, nicht am Katzentisch. Alles, was ARD und ZDF je produziert haben, gehört ins Netz. Alle neuen Inhalte sollte es parallel in netzgeeigneter Form (z.B. Text) geben.</p>
<p>Die Worte Rundfunk und Zeitung haben in Gesetzen so wenig zu suchen wie Grammophon und Papyrus. Man darf keine alten Pfade festschreiben.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dienstanweisung Internet</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/dienstanweisung-internet.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Sep 2012 15:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2012/09/19/dienstanweisung-internet/</guid>

					<description><![CDATA[„Dienstanweisung Internet“ nennt Gerald Fricke sein Buch, das aus 96 leeren Seiten bestünde, wenn er sie nicht mit lakonischen Kommentaren zu Phänomenen der Netzwelt vollgeschrieben hätte. &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.verlag-reiffer.de/product_info.php?products_id=192">„Dienstanweisung Internet“</a> nennt <a href="http://geraldfricke.posterous.com/">Gerald Fricke</a> sein Buch, das aus 96 leeren Seiten bestünde, wenn er sie nicht mit lakonischen Kommentaren zu Phänomenen der Netzwelt vollgeschrieben hätte.</p>
<p>Trotz Lemmatisierung liest es sich nicht wie ein Lexikon, sondern nutzt die Stichwörter nur als gedankliche Anknüpfungspunkte:</p>
<p><em>„Abwesenheitsmails.</em> Schon gewusst? Menschen mit mehrsprachigen Abwesenheitsmails im Nominalstil sind meistens die mittelwichtigsten.“ (S. 6)</p>
<p><em>„Erwartung.</em> Ich erwarte im sozialen Web doch einfach nur von euch, dass ihr meinen popkulturellen Erinnerungsraum und assoziativen Überbau der Achtziger Jahre mit mir teilt. Mehr ist das doch gar nicht!“ (S. 24)</p>
<p><em>„Followerpower.</em> Lebt Herman van Veen eigentlich noch in dieser Windmühle?“ (S. 27)</p>
<p>Ist es ein gutes Buch? Das wollen wir in einem Vergleichstest herausfinden!</p>
<p>Da Fricke kein Anfänger ist, muss er sich gefallen lassen, gegen einen Klassiker anzutreten. Wenig überraschend ist dies Eva Exners „Braten und Schmoren im Römertopf“ (1970).</p>
<p>Gleich zu Beginn des Werkes öffnet uns Frau Exner ihr Herz: </p>
<p>„In der Schule träumte ich davon, mit einem Kriminalroman berühmt zu werden. Es sollte knistern vor Spannung, Aktion, Sex und Grauen … Dazu kam es nie, denn mit Zwanzig war ich schon verheiratet und 1960 wurde dann meine Tochter Susi geboren.“ (S. 4)</p>
<p>Erschütternd. Ich schäme mich meiner Tränen nicht! Doch was hat Fricke diesem Frauenschicksal entgegenzusetzen? Einen Arbeitsplatz am „Institut für Wirtschaftsinformatik“ (S. 3).</p>
<p>Die Enttäuschung setzt sich fort: Wer gutes Essen mag, wird von der „Dienstanweisung“ schimpflich allein gelassen. Sicher wäre auf fast hundert Seiten noch Raum für wenigstens ein Rezept gewesen, aber: nichts!</p>
<p>Ganz anders das Römertopfbuch, das geradezu überquillt vor Leckereien: „Von dem Gänsehals vorsichtig die Haut von den Knochen und Knorpeln abziehen, an einem Ende zunähen. (…) Die Farce kurz in der heißen Butter andünsten und dann in den Gänsehals füllen, der nun auch am anderen Ende zugenäht wird.“ (S. 65) Parbleu! Solch eine Farce kann uns die Dienstanweisung nicht bieten!</p>
<p>Eva Exner erklärt uns sogar, dass eine Erhöhung oder Reduzierung der Garzeit die Krustenbildung beeinflusse (S. 14). Kein Wort davon bei Gerald Fricke; er setzt dieses Wissen einfach voraus und erschwert dem arglosen Buchkäufer die Krustenbildung.</p>
<p>Wussten Sie, dass ein Kapaun ein kastrierter Masthahn ist? Gerald Fricke auch nicht, Eva Exner selbstverständlich (S. 57).</p>
<p>Wer widmet sich dem Alltagsproblem „Kaninchen in Bier“? Wieder nur das Römertopfbuch (S. 49), nicht die Dienstanweisung.</p>
<p>Die Beispiele sind Legion, und so nimmt es nicht wunder, dass nur Eva Exner begeisterte Leserzuschriften zitieren kann:</p>
<p>„Unsere Kundin, Frau U. U. aus H. schreibt uns: ‚Ihr Römertopf ist wunderbar, alles gerät so gut! Ganz vorzüglich wird auch Hackbraten in ihm.‘“ (S. 41)</p>
<p>Kann man solchen Testimonials trauen? Unser Blogleser H. W. aus B. sagt ja, und so muss es stimmen.</p>
<p>Welches Buch soll man nun kaufen? Das Römertopfbuch kostet bei Amazon einen Cent, was gewiss nicht überteuert ist. Die Dienstanweisung kostet 7,95 Euro, enthält keinerlei Rezepte und zu allem Überfluss auch noch ein Foto des Autors auf Seite 94. Das kann man allerdings mit einem Hühneraugenpflaster überkleben. Im Grunde läuft die Entscheidung darauf hinaus, ob man Hühneraugen hat oder nicht.</p>
<p>Inwieweit ein Buch als Geschenk taugt, vermag ich nicht mehr zu beurteilen, seit ich einmal im Göttinger Antiquariat Pretzsch ein Exemplar von Solschenizyns „Archipel Gulag“ in der Hand hielt, vorne drin in schöner Handschrift die Widmung „Alles Gute zum Muttertag!“</p>
<p>Kaufen Sie doch einfach alle drei Bücher.</p>
<p><small><a href="http://haekelschwein.de/blogartikel/items/rezensionen.htm">Man lese auch meine anderen Rezensionen.</a></small></p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Raupe</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/die-raupe.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Sep 2012 20:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2012/09/16/die-raupe/</guid>

					<description><![CDATA[Einsam starb die alte Raupe,alle Jugendfreunde fort.Wenn sie nur nach oben schaute,Schmetterlinge säh’ sie dort!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einsam starb die alte Raupe,<br />alle Jugendfreunde fort.<br />Wenn sie nur nach oben schaute,<br />Schmetterlinge säh’ sie dort!</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Fredbuch</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/das-fredbuch.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2012 16:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2012/08/22/das-fredbuch/</guid>

					<description><![CDATA[Es ist mal wieder Zeit für eine Buchkritik. Ich merke das an meinem Wecker, der immer dann klingelt, wenn ich aufwachen soll, und Rezensionen schreibe &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist mal wieder Zeit für eine Buchkritik. Ich merke das an meinem Wecker, der immer dann klingelt, wenn ich aufwachen soll, und Rezensionen schreibe ich nur wach.</p>
<p>Heute bespreche ich ein <a href="https://www.fonflatter.de/fredbuch/">grünes Buch</a> mit einer dicken Fledermaus in einem Stringtanga. Aber was ich dabei anhabe, ist vielleicht gar nicht so wichtig.</p>
<p>Die Fledermaus ist wortgeschichtlich einfach die flatternde Maus, im Englischen heißt sie flittermouse, wenn man das allzu prosaische bat vermeiden will. Wer sähe nicht gerne einen Kinoblockbuster über den Flittermouseman?</p>
<p>Ein anderer Titan in Fledermausgestalt, noch dazu adlig, ist Fürst Frederick fon Flatter. Jener wackre Geselle treibt seit nunmehr sieben Jahren sein Unwesen auf <a href="https://www.fonflatter.de/">fonflatter.de.</a></p>
<p>Dieser Comic unterscheidet sich von schlechten dadurch, dass er gut ist, und von bunten dadurch, dass er schwarz-weiß ist. Das Einmalige aber ist seine spezielle Art des Humors, die sehr stark auf Wortspiele setzt, welche manchmal geradezu an Chiffren grenzen. Auch philosophische Fragen kommen nicht zu kurz und erfrischende Kalauer dürfen ebenso sein.</p>
<p>Man tut gut daran, Frederick ins tägliche Comic-Menü aufzunehmen, auch wenn dieses schon kalorienreich bestückt ist, denn er bedient eine ganz eigene Facette des Komischen, die anderswo zu kurz kommt, und ist mithin eine ideale Ergänzung.</p>
<p>Am ehesten vergleichbar ist er noch mit <a href="http://www.gocomics.com/calvinandhobbes">Calvin and Hobbes</a> oder den <a href="http://www.gocomics.com/peanuts">Peanuts.</a> Eine Freude für Freunde des geistreichen, versöhnlichen Humors.</p>
<p><em>„Ich liebe es, den Tag langsam ausklingen zu lassen.“ – „Aber der Tag hat gerade angefangen!“ – „Das meine ich mit langsam!“ (S. 37)</em></p>
<p><em>„Meine neue Diätidee: Immer, wenn ich etwas essen will, werfe ich eine Münze … Kopf! Das bedeutet, ich darf etwas essen!“ – „Und was hätte Zahl bedeutet?“ – „Nochmal werfen.“ (S. 17)</em></p>
<p><em>„Schlechte Laune kann gar nicht so schlimm sein, wenn man Schachteleulen daraus basteln kann!“ (S. 61)</em></p>
<p>Viele seiner Comicstrips würden auch als Tweet funktionieren, aber zu unser aller Vergnügen macht sich <a href="https://twitter.com/bastianmelnyk">Bastian Melnyk</a> die Mühe, seine Texte einer mopsigen Feldermaus und einem kugeligen Käfer in den Mund zu legen. Blättert man die Homepage von 2005 bis heute durch, erkennt man, wie er seinen Stil Jahr für Jahr perfektioniert hat und um 2010 das heutige zeichnerische Niveau erreicht.</p>
<p>Diese Entwicklung der Kunstfertigkeit ist bei täglichen Comics immer spannend zu beobachten, man vergleiche etwa den <a href="http://www.gocomics.com/garfield/1978/06/19">ersten</a> Garfield-Comic mit dem <a href="http://www.gocomics.com/garfield/">heutigen</a> oder Dilbert <a href="http://dilbert.com/strips/comic/1989-04-16/">einst</a> und <a href="http://dilbert.com/strips/comic/2012-08-09/">jetzt.</a></p>
<p>Aber mein lieber Freund und Kupferstecher, mag nun jemand einwenden wollen, warum soll man überhaupt 14 Euro zahlen, wenn man sich Hunderte der Comics kostenlos auf der Homepage ansehen kann? Na, gerade deswegen! Weil es schön ist, wenn man eine frei gewährte Leistung endlich mal honorieren darf. Und das gilt auch für andere Blogs, in welche die Betreiber viel Arbeit investieren, um uns regelmäßig Neues zu bieten.</p>
<p>Wir sollten Blogs weniger als wilde Blumenwiese betrachten, sondern als Beet zum Selberpflücken, neben dem ein Holzkasten steht, wo man Münzen einwirft, wenn man sich einen bunten Strauß geschnitten hat.</p>
<p>Dazu gehört es, auf Flattr-Buttons zu klicken, aber auch mal die Bücher eines Bloggers zu kaufen, zumal gerade die Buchform eines Blogs oder Webcomics ideal zum Verschenken ist, während ein Notizzettel mit der Internetadresse weniger Freude bereitet.</p>
<p>Nun hätte ich beinahe viertausend Wörter geschrieben, ohne einmal zu erwähnen, dass ich Single bin. Man muss nämlich wissen: Eigentlich mache ich diese Buchbesprechungen nur, um Frauen kennenzulernen. Ich habe mir sagen lassen, die läsen gerne. Wäre dem nicht so, würde ich alles hinschmeißen und Lokomotivführer werden. Aber nicht aus Sentimentalität, sondern um die ständigen Verspätungen zu beheben. Die liegen nämlich daran, dass sich die Zugführer zu eng am Gleisverlauf orientieren. Ich kenne da ein paar Abkürzungen!</p>
<p>Aber was rede ich, <a title="Na, los! Hop hop!" href="http://www.fonflatter.de/fredbuch/">kaufen Sie das Fredbuch!</a></p>
<p><small><a href="http://haekelschwein.de/blogartikel/items/rezensionen.htm">Man lese auch meine anderen Rezensionen.</a></small></p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>156 Stunden Proust</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/156-stunden-proust.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Aug 2012 14:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2012/08/04/156-stunden-proust/</guid>

					<description><![CDATA[Zwischenfazit meiner Proust-Lektüre: Es passiert gar nichts, aber das wird wunderbar beschrieben. Ich muss Weitschweifigkeit neu definieren. Als Kafka-Fan Proust zu lesen, ist anfangs so, &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischenfazit meiner Proust-Lektüre: Es passiert gar nichts, aber das wird wunderbar beschrieben. Ich muss Weitschweifigkeit neu definieren.</p>
<p><span><span>Als Kafka-Fan Proust zu lesen, ist anfangs so, wie aus einem Fabrikloft in ein Barockschloss umzuziehen, aber man fühlt sich bald heimisch. </span></span>Jemand müsste mal Kafkas „Prozess“ im Stile Prousts neu verfassen. Das wären sicher amüsante zweitausend Seiten.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Produkttest</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/produkttest.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Aug 2012 11:33:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2012/08/02/produkttest/</guid>

					<description><![CDATA[Ich hatte ursprünglich einige Produkttests und Rezensionen fürs Blog geplant, bin aber in arge Zeitnot geraten, weshalb ich sie kurz in einem einzigen Beitrag abhandeln &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte ursprünglich einige Produkttests und Rezensionen fürs Blog geplant, bin aber in arge Zeitnot geraten, weshalb ich sie kurz in einem einzigen Beitrag abhandeln will.</p>
<p>Das Gehäuse ist äußerst formschön und von einer geometrischen Stringenz, die Bauhauseinflüsse nicht verleugnen kann, aber die aromatischen Obertöne kommen erst voll zur Geltung, wenn man einen Bissen im Munde zergehen lässt, wenngleich die letzten vierzig Seiten eher langweilig sind und sich mühsam einem vorhersehbaren Schluss entgegenquälen, doch die neckischen Applikationen am Revers entschädigen für den allzu dünnen Leinenstoff, schließlich kommt es im Endeffekt nur auf gute Verbrauchswerte und einen praxistauglichen Kofferraum an.</p>
<p>Ich habe jetzt auch keine Muße, die Amazonwerbelinks einzufügen, überweist mir einfach fünf Prozent Eurer Monatsausgaben. Falls Ihr selbst ein Produkt verkauft, das ich hier besprechen soll, schickt es in einem großen Karton und füllt den Leerraum mit Geldscheinen.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Peter Breuers Buch</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/peter-breuers-buch.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Jun 2012 18:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2012/06/24/peter-breuers-buch/</guid>

					<description><![CDATA[Bekanntlich gibt es nur drei gute Twitterer, und zwar @PeterBreuer, mich selbst und einen dritten, den ich nicht nenne, damit ich jedem Twitterer gegenüber behaupten &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bekanntlich gibt es nur drei gute Twitterer, und zwar <a href="https://twitter.com/@PeterBreuer">@PeterBreuer,</a> mich selbst und einen dritten, den ich nicht nenne, damit ich jedem Twitterer gegenüber behaupten kann, er sei gemeint.</p>
<p>Ich lese @PeterBreuer schon, seit ich ein kleiner Junge war. Wenn seine Tweets auf Twitter gesendet wurden, durften wir Kinder länger aufbleiben und saßen frisch gebadet im Schlafanzug auf dem Sofa und folgten gebannt seinen Einfällen. Das war noch Unterhaltung für die ganze Familie! Und wenn ein Tweet besonders oft gefavt wurde, sprang der Breuer in die Höhe und rief: „Sie sind der Meinung, das war spitze!“</p>
<p>Eines Tages war er dann einfach weg. Abgesetzt! Man munkelte etwas von einer Weltreise, andere wähnten ihn in Klausur im tibetischen Kloster, endlich aber feierte er sein Comeback, nur um irgendwann wieder zu verschwinden und erneut zurückzukehren.</p>
<p>Nun jedoch hat er sich in <a href="http://www.peter-breuer.de/buch.html">Papierform</a> verewigt, zwischen Buchdeckeln niedergelassen, wo wir ihn schwarz auf weiß nach Hause tragen können, auf dass er uns nie wieder entweiche!</p>
<p>Als Göttinger kann ich sagen, dass ein Mitbürger von mir besondere Freude an diesem Werk gehabt hätte: <a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Georg_Christoph_Lichtenberg">Georg Christoph Lichtenberg.</a> Beide Autoren eint die Fähigkeit zu witzigen Bonmots und geistreichen Aphorismen. Gewiss wird man bald auch einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtenberg_(Mondkrater)">Mondkrater</a> nach Breuer benennen.</p>
<p>Meine drei Lieblingstweets von Breuer sind:</p>
<p><em>„Aufeinander eingehen. Was für ein schöner Tod.“ (S. 174)</em></p>
<p><em>„Alles, was ich an dir liebe, würde ich auch bei jemand lieben, der besser aussieht.“ (S. 17)</em></p>
<p>Und ein dritter, den ich nicht nenne, damit ich behaupten kann, es sei derselbe wie Breuers persönlicher Lieblingstweet.</p>
<p>Insgesamt hat das Buch über 200 Seiten und die Tweets sind alphabetisch nach Stichworten geordnet. <a href="http://www.peter-breuer.de/buch.html">„Ein Satz sagt mehr als tausend Worte“</a> ist der ebenso treffliche wie treffende Titel.</p>
<p>Leider ist mein Rezensionsexemplar mit Kuli vollgekritzelt, und dasselbe ist der gesamten Auflage passiert! Aber es gibt Schlimmeres. Meine Mutter hat einmal ein verliehenes Buch mit einer Wurstscheibe als Lesezeichen zurückerhalten. Peter Breuers Werk ist frei von Fleischwaren. Und frei von Käse, was nicht jedes Buch von sich behaupten kann.</p>
<p>Da ich für Rezensionen nach Zeilenhonorar bezahlt werde, will ich noch einen kurzen Exkurs einflechten: </p>
<p>In einem Leipziger Antiquariat hörte ich neulich, wie sich ein Kunde den Unterschied zwischen Goethes Faust 1 und 2 erklären ließ, bis er schließlich den Entschluss fasste, dass ihm der erste Teil genügen werde: „Dann nehme ich nur den Faust 1 hier“, tat er kund, worauf die Antiquarin entgegnete: „Gern, aber was Sie jetzt in der Hand halten, ist mein Kassenbuch, das brauche ich noch.“ Diese Geschichte hat eigentlich keine Moral, außer dass es nie zu spät ist, mit dem Lesen anzufangen, und Peter Breuers Buch wäre dazu nicht die schlechteste Wahl.</p>
<p><small><a href="http://haekelschwein.de/blogartikel/items/rezensionen.htm">Man lese auch meine anderen Rezensionen.</a></small></p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Aufsager</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/ein-aufsager.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jun 2012 21:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2012/06/17/ein-aufsager/</guid>

					<description><![CDATA[„Ich stehe hier am Schauplatz eines wichtigen Ereignisses und habe vor mir einen unmittelbar beteiligten Augenzeugen, der zugleich Experte in relevanten Dingen ist. Aber lassen &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Ich stehe hier am Schauplatz eines wichtigen Ereignisses und habe vor mir einen unmittelbar beteiligten Augenzeugen, der zugleich Experte in relevanten Dingen ist. Aber lassen Sie mich zunächst einige Worte über die Puscheligkeit meines Mikrofons verlieren. Es handelt sich mitnichten um eine normale Puscheligkeit, wie sie hochflorigem Windschutzüberzug geziemen mag, sondern ich scheue mich kaum, von einer geradezu weihnachtsmannbärtig zuckerwattrigen Puscheligkeit zu sprechen, die den Rahmen des Erwartbaren zu sprengen sich anschickt. Aber halten wir uns nicht mit belanglosen Details auf, sondern widmen wir uns dem eigentlichen Thema, dessentwegen ich hier bin: Karriere. Ich hätte gerne eine solche gemacht, wie ein Schulfreund von mir, der Karrierist geworden ist, ein Beruf mit Zukunft und Renommee. Noch mehr Sozialprestige haben Ärzte. Und volles Haar. Ich danke Ihnen.“</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bilderberg-Konferenz</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/bilderberg-konferenz.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Jun 2012 20:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2012/06/07/bilderberg-konferenz/</guid>

					<description><![CDATA[Bekanntermaßen fand kürzlich in Chantilly, Virginia, die Bilderberg-Konferenz statt, zu der ich als Referent für Soziale Netzwerke eingeladen war. Um Verschwörungstheorien entgegenzutreten, die sich um diese &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bekanntermaßen fand kürzlich in Chantilly, Virginia, die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bilderberg-Konferenz">Bilderberg-Konferenz</a> statt, zu der ich als Referent für Soziale Netzwerke eingeladen war. Um Verschwörungstheorien entgegenzutreten, die sich um diese Konferenz ranken, will ich deren Ablauf einmal genauer beleuchten.</p>
<p>Zunächst einmal waren alle Teilnehmer nackt. Aber nicht aus Wollust, sondern um verborgenen Abhöranlagen vorzubeugen. Lediglich auf dem Kopf trugen die meisten einen Aluminiumhut, der Gedankenmanipulationen verhindert.</p>
<p>Was mir gleich beim Reinkommen auffiel, war ein Schirmständer, dessen Schatten auf einen Wandteppich fiel, der ein unruhiges Rechteckmuster besaß, das mir schon einmal in einer kleinen Dresdener Pension begegnete, dort allerdings als Dessin auf einem Zahnputzbecher, neben dem ein Seifenstück drapiert war, das ich Jahre zuvor in einem Frankfurter Motel einmal für die Willkommensschokolade hielt und fast verschlungen hätte, wäre nicht im selben Augenblick das Zimmermädchen hereingekommen, um mir mitzuteilen, dass sie mich gerade mit einem Vertreter für Bastmatten verwechselte, der in den Anfangsjahren ihres Beruflebens gerne einmal ein unverbindliches Schäferstündchen mit jenen Hotelangestellten, die weder in festen Händen noch einem amourösen Abenteuer abgeneigt waren, in allen Einzelheiten zu planen, nie aber umzusetzen pflegte.</p>
<p>Oft ist es ja nur Informationsmangel, der zu Verschwörungstheorien führt, und ich bin froh, diesem hiermit abgeholfen zu haben.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Buchtipp: Suna</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/buchtipp-suna.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 17:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2012/02/28/buchtipp-suna/</guid>

					<description><![CDATA[Lest dieses Buch von der anmutigen Frau Ziefle!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Lest <a href="http://www.textzicke.de/gelesen-suna-von-pia-ziefle/">dieses Buch</a> von der anmutigen <a href="http://www.piaziefle.de/">Frau Ziefle!</a></p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kleiner Bummel durch große Städte</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/kleiner-bummel-durch-grosse-staedte.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 20:29:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2012/02/26/kleiner-bummel-durch-grosse-staedte/</guid>

					<description><![CDATA[Der Reiseführer „Kleiner Bummel durch große Städte“ von 1958 behandelt 67 deutsche Großstädte: 66 aus dem Westen &#8211; und Leipzig. Aus dem Reiseführer: „Kant erhielt &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Reiseführer „Kleiner Bummel durch große Städte“ von 1958 behandelt 67 deutsche Großstädte: 66 aus dem Westen &#8211; und Leipzig.</p>
<p>Aus dem Reiseführer: „Kant erhielt für seine Kritik der reinen Vernunft von seinem Verleger ein Extrahonorar von 16 Göttinger Würsten.“ (…) „Die Bahnhofsgaststätte hat weit über Göttingen hinaus einen guten Ruf.“  Da wird sich Burger King aber freuen! Es wird auch noch der Reitstall als ältestes Uni-Gebäude Göttingens gepriesen. Den riss man 1968 ab, für einen Parkplatz und später ein Warenhaus.</p>
<p>„Der Fremde möge Kassel nicht nach seinem Bahnhofsviertel beurteilen.“ &#8211; Das gilt heute immer noch wie 1958, und ebenso:. „Das Nachtleben in Hannover pulsiert mit niedersächsischer Gemessenheit.“</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pseudospender</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/pseudospender.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2012/01/28/pseudospender/</guid>

					<description><![CDATA[„Hättest du dir was Billigeres gekauft als X, hättest du das gesparte Geld der Krebshilfe spenden können!“ Das ist ein beliebtes Argument, wobei es komischerweise &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Hättest du dir was Billigeres gekauft als X, hättest du das gesparte Geld der Krebshilfe spenden können!“</p>
<p>Das ist ein beliebtes Argument, wobei es komischerweise nur für solche X benutzt wird, die der Kritisierende ohnehin nicht mag, obgleich es eigentlich für alles gelten müsste, was nicht zwingend lebensnotwendig ist.</p>
<p>„Hättest du dir ein Android-Handy statt eines iPhones gekauft…“ schreit ja geradezu nach der Entgegnung, dass man zugunsten der Krebshilfe dann doch wohl ganz auf ein Smartphone verzichten könnte, aber diese Folgerung zieht der Kritiker nicht, weil es ihm nicht um Krebshilfe geht, sondern um iPhone-Bashing.</p>
<p>Es ist ebenfalls kaum anzunehmen, dass jeder, der ein Apple-Notebook als Verschwendung ansieht, einen gebrauchten Lada fährt und den Differenzbetrag zum 3er-BMW der Welthungerhilfe gespendet hat.</p>
<p>Wir alle geben Geld für Dinge aus, die besser und teurer sind als die Minimalanforderung, und jeder tut dies auf einem anderen Gebiet, welches ihm besonders wichtig ist. Der eine leistet sich einen teuren Computer, der andere ein Oberklasseauto oder Schmuck. Theoretisch geht das Geld einem guten Spendenzweck verloren, aber praktisch zahlt es den Lebensunterhalt jener, die diese Güter herstellen und verkaufen.</p>
<p>Und Menschen, die nur auf ganz bestimmten Gebieten Verzicht fordern, weil sie auf gerade diese zufällig keinen Wert legen, sind unglaubwürdig. Den Spendenempfängern ist es egal, ob das Geld durch den Verzicht auf Apple-Produkte oder durch den Umzug in eine kleinere Wohnung oder den Wechsel auf ein billigeres Auto gespart wurde.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eine Seite aus meinem Tagebuch</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/eine-seite-aus-meinem-tagebuch.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2012/01/23/eine-seite-aus-meinem-tagebuch/</guid>

					<description><![CDATA[Als ich gestern den Lesesaal der örtlichen Metzgerei betrat, um ein paar alte Schinken durchzublättern, hing Cimber MacLaine von der Decke und frug mich, ob &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich gestern den Lesesaal der örtlichen Metzgerei betrat, um ein paar alte Schinken durchzublättern, hing Cimber MacLaine von der Decke und frug mich, ob ich eine hautfarbene Hose trüge. Ich verneinte und tat kund, dass ich haarfarbene Hosen bevorzöge.</p>
<p>Was ich denn damit meine, erkundigte sich MacLaine, es gebe doch unterschiedliche Haarfarben. Aha, entgegnete ich politisch korrekt, und auf Hautfarben treffe dies wohl nicht zu? Da erkannte Cimber seinen Fehler und gab mir Recht, während ich meinerseits eingestand, beim morgendlichen Ankleiden die Hosen vergessen zu haben.</p>
<p>Auf dem Weg nach draußen trafen wir jemanden, der die Liebe nicht kannte und bedauerten ihn dessentwegen nicht, schlugen ihn aber. In unseren Bann, für einen Preis vor, beim Schach und auf die Nase.</p>
<p>Derweil hatten meine Füße Wurzeln getrieben, wie wir erheitert feststellen mussten, und hinderten mich an der Fortsetzung des gemeinamen Spaziergangs. Also warteten wir, bis ich eines Tages von einem Tischler gefällt, in die Sägerei verfrachtet und zu einem Schrank verzapft wurde. Denn so einen Schrank wollte Cimber MacLaine schon immer haben und trug ihn daher gerne durch die Stadt.</p>
<p>Das schien mir peinlich, da ich als schüchterner Mensch die Öffentlichkeit scheue. Vor meiner Geburt verbarg ich mich im Bauch einer Frau, damit niemand meinen unfertigen Körper sähe.</p>
<p>Ein Myomant ist jemand, der aus Mausgequieke die Zukunft vorhersagt und ein Terrorist ist jemand, der weltweit Menschen tötet, ohne Amerikaner zu sein. Ich bin jemand, der einen Bleitift so weit ins rechte Ohr stecken kann, dass er aus dem linken wieder herauskommt. Allerdings ohne das zu überleben. Deshalb verkaufe ich lieber haekelschweine.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neulich im Einwohnermeldeamt</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/neulich-im-einwohnermeldeamt.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 21:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2012/01/18/neulich-im-einwohnermeldeamt/</guid>

					<description><![CDATA[Neulich im Einwohnermeldeamt hatte ich ein gutes und ein schlechtes Erlebnis: Positiv fiel mir das Wartenummernsystem auf. Jeder kam in der Reihenfolge dran, in der &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich im Einwohnermeldeamt hatte ich ein gutes und ein schlechtes Erlebnis:</p>
<p>Positiv fiel mir das Wartenummernsystem auf. Jeder kam in der Reihenfolge dran, in der er das Amt betreten hatte, und es ging angenehm schnell. Früher waren die Beamten nach Buchstaben aufgeteilt und so konnte es geschehen, dass man eine halbe Stunde hinter Mitbürgern wartete, deren Anfangsbuchstabe zufällig auch am Beginn des Alphabets steht, während die übrigen Beamten Zeitung lasen. Im Nachhinein fragt man sich, warum wir uns das so lange haben bieten lassen und ob die Umstellung eine Serviceoffensive ist oder eine Notwendigkeit aufgrund von Personalkürzungen.</p>
<p>Negativ fiel mir ein Rentner auf, der einen Personalausweis beantragte und auf die Frage, ob er einen Fingerabdruck darin speichern möchte, klischeehaft antwortete: „Gern, ich habe ja nichts zu verbergen!“ Das Zusammenschlagen der Hacken habe ich mir hingegen nur eingebildet. Allzu gerne hätte ich vorm Rathaus auf den Mann gewartet und ihn um einen Gefallen gebeten: „Könnten Sie mal meine Einkaufstüte halten, ich muss mir den Schuh zubinden. Danke schön, jetzt sind Ihre Fingerabdrücke auf der Tüte. Meine nicht, ich trage ja Handschuhe. Und jetzt überfalle ich eine Bank, lasse mir das Geld in die Tüte packen und werfe die leere Tüte in Tatortnähe weg. Früher hätte Sie kein Mensch verdächtigt, denn die Polizei hatte nur Fingerabdrücke von Verbrechern vorliegen, aber nun hat man auch Ihre und wann immer ein Gegenstand oder Ort, den Sie angefasst haben, etwas mit einem Verbrechen zu tun hat, werden Sie ein Alibi besitzen müssen. Fangen Sie am besten gleich heute an, Tagebuch zu führen. Auf Wiedersehen!“</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Geheimdienste als Selbstläufer</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/geheimdienste-als-selbstlaeufer.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 12:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/11/22/geheimdienste-als-selbstlaeufer/</guid>

					<description><![CDATA[In der FAZ plädiert Nils Minkmar dafür, die Geheimdienste abzuschaffen, da sie sich ihre Existenzberechtigung selbst schüfen statt vorhandene Gefahren abzuwenden. Dieser Gedanke findet sich schon in &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/geheimdienste-hauptsache-es-macht-peng-11534221.html">FAZ</a> plädiert Nils Minkmar dafür, die Geheimdienste abzuschaffen, da sie sich ihre Existenzberechtigung selbst schüfen statt vorhandene Gefahren abzuwenden.</p>
<p>Dieser Gedanke findet sich schon in Hannah Arendts „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ (1951). Im Kapitel „Die Rolle der Geheimpolizei“ heißt es dort:</p>
<p><em>„Daß politische Geheimdienste nach relativ kurzer Zeit sich selbst überflüssig machen, ist eine alte, wenn auch wenig beachtete Erfahrung und keineswegs charakteristisch für totalitäre Regime. (…) Da aber die Geheimpolizei unter nichttotalitären Verhältnissen schließlich eine Institution wie alle anderen ist und sehr schnell vor allem daran interessiert ist, im Amte zu bleiben und Stellen zu halten, hat dieser Tatbestand nur dazu geführt, eine Reihe von Methoden zu entwickeln, die das Studium der Geschichte von Revolutionen einigermaßen erschweren. So hat es unter Louis Napoleon nicht eine einzige gegen die Regierung gerichtete Aktion gegeben, die nicht von der Polizei selbst inspiriert war (…)“</em></p>
<p>Im Folgenden erklärt Arendt, dass in totalitären Staaten das Provozieren staatsfeindlicher Akte nicht mehr nötig sei, da man dort ohnehin nach Belieben jeden verhaften könne, und fährt fort:</p>
<p><em>„Mit der Abschaffung der Provokation verlor die Geheimpolizei die altbewährte und einzig wirksame Methode, ihre Unabhängigkeit von anderen Regierungsinstanzen zu wahren und ihre Existenz beliebig zu verlängern. Nur sie konnte entscheiden, ob man sie brauchte oder nicht, und Provokation war immer das sicherste Mittel, zu ihren Gunsten zu entscheiden.“</em></p>
<p>Es ist somit ein inhärentes Problem von Geheimdiensten, dass sie uns vor Terror und politischen Attentaten schützen sollen, aber im Erfolgsfalle unnötig wirken, da keine Gefahr mehr zu drohen scheint. Die Versuchung ist dann groß, ein bisschen nachzuhelfen, um den Eindruck der Gefährdung nicht abreißen zu lassen und die eigenen Pfründe zu sichern.</p>
<p>Ähnliche Effekte erreicht man mit <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b04b5355">Verhaftungsquoten</a> für Polizisten und <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13490704.html">Fangprämien</a> für Kaufhausdetektive.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Über die Anfänge des Paartanzes</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/ueber-die-anfaenge-des-paartanzes.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/11/17/ueber-die-anfaenge-des-paartanzes/</guid>

					<description><![CDATA[Gegen Ende des 14. Jahrhunderts kommt in den Städten der Paartanz in Mode, bei dem Herr und Dame paarweise tanzen und einander mit den Armen &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="column">
<p><span>Gegen Ende des 14. Jahrhunderts kommt in den Städten der Paartanz in Mode, bei dem Herr und Dame paarweise tanzen und einander mit den Armen umfassen, statt sich nur die Hände zu reichen. Schon früher war diese Art des Tanzens in den Dörfern gebräuchlich gewesen, aber von der Obrigkeit immer wieder, mit mäßigem Erfolg, verboten worden. </span></p>
<p><span>Auch in den Städten wird der Paartanz zunächst mir Strafe belegt, das erste Verbot dieser Art erfolgt 1406 in Ulm und weitere folgen in anderen Städten. Die häufige Wiederholung solcher Strafandrohungen sind ein Zeichen ihrer Fruchtlosigkeit, denn der Paartanz setzt sich trotz allem durch und ist im 16. Jahrhundert bereits zur vorherrschenden Form des Gesellschaftstanzes geworden, ein direkter Vorläufer des Walzers.</span></p>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kosten mittelalterlicher Hinrichtungen</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/kosten-mittelalterlicher-hinrichtungen.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/11/16/kosten-mittelalterlicher-hinrichtungen/</guid>

					<description><![CDATA[Im Mittelalter gab es nicht nur eine Form der Todesstrafe, sondern nach Verbrechen abgestufte Hinrichtungsarten. Was sagen Aufwand und Kosten einer Hinrichtungsmethode eigentlich über die &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Mittelalter gab es nicht nur eine Form der Todesstrafe, sondern nach Verbrechen abgestufte Hinrichtungsarten. Was sagen Aufwand und Kosten einer Hinrichtungsmethode eigentlich über die Bedeutung dieser Strafart und des dadurch gesühnten Delikts aus? </p>
<p>Diese Frage lässt sich mit einem Blick in die <a title="Zeitschriftenartikel" href="http://books.google.com/books?id=i0gFAAAAQAAJ">Lohnregister</a> der Stadt Hannover beantworten, die Wilhelm H. Mithoff 1868 in der Zeitschrift des Historischen Vereins für Niedersachsen erschlossen hat.</p>
<p>Aus den Lohnposten für die Erhängung zweier Diebe im Jahre 1480 geht hervor, dass diese Form der Hinrichtung mit besonders hohen Personalkosten verbunden war.</p>
<p>Der Scharfrichter erhielt in Hannover für jede Art von Hinrichtung eine Pauschale von 6 Schilling, in diesem Falle also 12 Schilling für beide Erhängungen, während der entsprechende Betrag für die Knechte sich auf 3 Schilling, bzw. insgesamt 6 Schillinge belief. Die übrigen Kosten in Gesamthöhe von 107 Schilling summieren sich aus den Ausgaben für Verpflegung und Galgenüberwachung, würden also auch bei einer einzigen Hinrichtung anfallen.</p>
<p>Hieraus ergeben sich Gesamtaufwendungen von 116 Schilling für eine Erhängung, womit diese Hinrichtungsform mit Abstand am teuersten war, denn die Ausgaben belaufen sich auf mehr als das sechseinhalbfache einer Enthauptung, fast das achtfache einer Räderung und immerhin noch etwa das viereinhalbfache einer Verbrennung.</p>
<p>Dieser erhebliche Kostenmehraufwand scheint nur dadurch nachvollziehbar, dass das am Galgen gesühnte Verbrechen von der Gesellschaft als besonders verabscheuungswürdig empfunden wurde und eine entsprechend aufwändige Strafe daher zu rechtfertigen war. Da es sich bei den Delinquenten um Diebe handelte, kann daraus geschlossen werden, dass Diebstahl stärker geächtet wurde als etwa Brandstiftung, welches mit Verbrennen geahndet wurde, oder Straßenraub, welcher mit Räderung bestraft wurde.</p>
<p>Wie wichtig man die Bekämpfung gerade des Diebstahls nahm, zeigt sich auch darin, dass der Abschreckungseffekt bei der Hinrichtung von Dieben offenbar eine große Rolle spielte, denn den größten Rechnungsposten nimmt mit fast zwei Dritteln der Gesamtkosten die Bewachung des Galgens für ganze sechs Nächte ein, das heißt, dass die Verurteilten mindestens eine Woche für jeden sichtbar hängenbleiben sollten.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie entstehen Revolutionen?</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/wie-entstehen-revolutionen.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 21:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/10/30/wie-entstehen-revolutionen/</guid>

					<description><![CDATA[Hannah Arendt sagt dazu Folgendes: „Was als unerträglich empfunden wird, sind selten Unterdrückung und Ausbeutung als solche; viel aufreizender ist Reichtum ohne jegliche sichtbare Funktion, &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hannah Arendt sagt dazu Folgendes: „<em>Was als unerträglich empfunden wird, sind selten Unterdrückung und Ausbeutung als solche; viel aufreizender ist Reichtum ohne jegliche sichtbare Funktion, weil niemand verstehen kann, warum er eigentlich geduldet werden soll.“ (aus: „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“)</em></p>
<p>Sie bezieht das auf die Französische Revolution, wo der Adel durch den Absolutismus zwar seine Macht an den König verlor, aber weiterhin Reichtümer besaß.</p>
<p>In der Gegenwart dulden wir Reichtum, wenn er in den Händen von Unternehmern ist, die damit Arbeitsplätze schaffen und nützliche Produkte herstellen, oder in den Händen von Bankiers, die uns und diesen Unternehmern Kredite gewähren.</p>
<p>Zunehmend fließt der Reichtum aber aus der Realwirtschaft ins reine Finanzkapital, und es ist schwer ersichtlich, welche gesellschaftlich wichtige Funktion damit erfüllt würde. Die Bevölkerung kann nicht mehr erkennen, wie sie von diesen Kapitalanhäufungen indirekt profitieren könnte.</p>
<p>Die geschichtlichen Voraussetzungen für einen Aufstand gegen das derzeitige System könnten also bald wieder gegeben sein.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Unlängst im Bus nach dorthinaus</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/unlaengst-im-bus-nach-dorthinaus.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Oct 2011 13:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/10/29/unlaengst-im-bus-nach-dorthinaus/</guid>

					<description><![CDATA[„Verzeihung, ist hier noch ein Platz frei?“ „Aber sicher.“ „Ich frage nur, weil… man will ja nicht unhöflich sein.“ „Nein, nein, nehmen Sie nur Platz.“ &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Verzeihung, ist hier noch ein Platz frei?“</p>
<p>„Aber sicher.“</p>
<p>„Ich frage nur, weil… man will ja nicht unhöflich sein.“</p>
<p>„Nein, nein, nehmen Sie nur Platz.“</p>
<p>„Aber nur, wenn ich Sie nicht störe.“</p>
<p>„Sie stören mich nicht, setzen Sie sich ruhig.“</p>
<p>„Wissen Sie, man hat ja auch selbst schon schlechte Erfahrungen gemacht mit solchen Leuten, die sich einfach neben einen setzen – ohne zu fragen – und dann vielleicht laute Musik hören oder würzigen Käse essen. Also, ich würde wirklich nur dann Platz nehmen wollen, wenn sie sich in keinster Weise belästigt fühlten.“</p>
<p>„Sie würden mich weit weniger belästigen, wenn Sie sich endlich hinsetzten!“</p>
<p>„Sehen Sie, jetzt werden Sie schon laut! Ich habe ja befürchtet, dass Ihnen meine Gesellschaft unangenehm ist.“</p>
<p>„Sie ist mir nicht unangenehm, also lassen Sie sich doch bitte nieder!“</p>
<p>„Und dann stellen Sie vielleicht fest, dass es Ihnen doch nicht mehr recht ist, dass ich neben Ihnen sitze…“</p>
<p>„Gewiss nicht…“</p>
<p>„Doch, doch, und dann werden Sie nicht wissen, wie Sie es mir beibringen sollen, und sie werden genervt aus dem Fenster schauen und immer wieder auf die Uhr sehen, und Sie werden auf dem Polster hin- und herrutschen und dabei unbewusst versuchen, mich vom Sitz zu drängen, und dann werden Sie schließlich aufstehen, weil Sie ja angeblich schon raus müssen. Ist alles schon vorgekommen. Ich frage deshalb lieber vorher.“</p>
<p>„Schön, aber ich hätte wirklich nichts dagegen, wenn Sie sich neben mich setzten.“</p>
<p>„Nun, das ist gut, dass Sie das sagen. Wissen Sie, da traue ich mich direkt, Sie noch einmal zu fragen, ob ich tatsächlich neben Ihnen Platz nehmen darf. Überlegen Sie genau! Denken Sie ernsthaft darüber nach, ob Sie auch wirklich und unumstößlich sicher sind, dass ich mich jetzt und in diesem Augenblick genau neben Sie setzten darf, und ob Sie auch unwiderruflich einverstanden sind, dass ich mich dort, auf dem Platz neben Ihnen, für zunächst unbestimmte Zeit aufhalte. Gehen Sie noch einmal in sich. Wollen Sie das wirklich? Ist das ehrlich und aus tiefstem Herzen Ihr sehnlichster und größter Wunsch? Ihr seit Ewigkeiten gehegter Traum? Ihre schönste und nächtelang herbeigeweinte Utopie? Ihr Ein und Alles? Ihre Inkarnation absoluter und unerreichter spiritueller Lust? Gestehen Sie! Reden Sie! Singen und schreien Sie es aus sich heraus!“</p>
<p>„Ja! Jaa! Jaaa! Ich will es! Ich brauche es! Ich bete und erflehe es! Ich will, und habe immer gewollt, nur eines in meinem Leben: dass Sie sich neben mich setzen. O bitte, bitte, gewährt mir die Gnade Eurer Gesellschaft!“</p>
<p>„Gern, aber dies ist meine Endstation, auf Wiedersehen!“</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Totale Herrschaft</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/totale-herrschaft.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/10/23/totale-herrschaft/</guid>

					<description><![CDATA[Immer wieder der Leseempfehlung wert ist Hannah Arendts „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“, ein tausendseitiger philosophischer Essay über den Gesellschaftskrebs namens Totalitarismus: Was unterscheidet die &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder der Leseempfehlung wert ist Hannah Arendts „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“, ein tausendseitiger philosophischer Essay über den Gesellschaftskrebs namens Totalitarismus: Was unterscheidet die Herrschaft Hitlers und Stalins von allen anderen Diktaturen, was die Masse vom Mob und warum entbrennt der totalitäre Terror, wenn der innenpolitische Gegner längst besiegt ist?</p>
<p>Besonders interessant die Ausführungen darüber, wie Macht Realität beeinflusst und wie totalitäre Regime kraft ihrer unbegrenzten Machtfülle Propagandalügen in Wahrheiten ummünzen können, ja geradezu gezwungen sind, diese Allmacht anzustreben, um die Festung ihres Lügengebäudes uneinnehmbar zu machen.</p>
<p>Auf Seite 727 liest man dazu:</p>
<p><em>„</em><em>So setzte etwa die bolschewistische Regierung in Rußland die ideologische Forderung durch, dass es in einem sozialistischen Lande keine Arbeitslosigkeit geben dürfe, aber nicht so, daß sie propagandistisch-schwindelhaft in einem Moment offenbarer Arbeitslosigkeit behauptete, es gäbe keine Erwerbslosen, sondern sondern indem sie ohne alle Propaganda erst einmal die Arbeitslosenunterstützung abschaffte. Die Lüge wurde Wahrheit: Es gab keine Arbeitslosen mehr in Rußland, nur noch Bettler und asoziale Elemente, und der alte sozialistische Grundsatz &#8222;Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen&#8220; war auf eine zwar unerwartete, dafür aber um so radikalere Weise verwirklicht worden. Oder: Als Stalin die Geschichte der russischen Revolution umzuschreiben beschloß, bestand seine &#8222;Propaganda&#8220; der neuen Fassung lediglich darin, zusammen mit der alten Auflage und den zu ihr gehörenden Dokumenten die alten Autoren und ihre Leser zu vernichten.“</em></p>
<p>Weiter heißt es ab Seite 742:</p>
<p><em>„Es ist, als ob man mit einem potentiellen Mörder darüber debattiert, ob sein zukünftiges Opfer tot oder lebendig sei, und vergißt, daß ein Mörder jederzeit den Beweis für seine Behauptung durch die Tat antreten kann. (…) Die Behauptung, daß nur Moskau eine Untergrundbahn habe, ist nur so lange eine Lüge, als die Bolschewisten nicht die Macht haben, alle anderen Untergrundbahnen zu zerstören. Daher verrät die Propagandamethode der unfehlbaren Voraussage (…), daß die Beherrschung des Erdballs das notwendige Endziel der totalitären Bewegungen ist; denn nur in einer vollständig kontrollierten und beherrschten Welt kann der totalitäre Diktator alle Tatsachen verachten, alle Lügen in die Wirklichkeit umsetzen und alle Prophezeiungen wahr machen.“</em></p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nichtwählen als Protest?</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/nichtwaehlen-als-protest.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/10/17/nichtwaehlen-als-protest/</guid>

					<description><![CDATA[Wer nicht wählen geht, wählt automatisch den Wahlsieger. Es ist ein verbreiteter Irrtum, man würde durch Nichtwählen Protest ausdrücken können und es „denen da oben“ &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="response-container">
<p>Wer nicht wählen geht, wählt automatisch den Wahlsieger.</p>
<p>Es ist ein verbreiteter Irrtum, man würde durch Nichtwählen Protest ausdrücken können und es „denen da oben“ mal so richtig zeigen. Die Stimmenverteilung wird ja nicht aus allen Wahlberechtigten errechnet, sondern aus den abgegebenen Stimmen.</p>
<p>Wenn nur noch ein Bürger zur Wahl ginge und dieser die CDU wählte, dann wäre die CDU mit 100% der Stimmen gewählt, bekäme die Wahlkampfkosten entsprechend erstattet und hätte die absolute Mehrheit, ohne sich über all die Nichtwähler zu ärgern.</p>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Mittel gegen Spam</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/ein-mittel-gegen-spam.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 22:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/10/17/ein-mittel-gegen-spam/</guid>

					<description><![CDATA[Um sich gegen Spam zu schützen, gibt es vielerlei Filtersoftware, die mehr schlecht als recht vor all den unerwünschten Mailangeboten schützt, und stets hat man &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Um sich gegen Spam zu schützen, gibt es vielerlei Filtersoftware, die mehr schlecht als recht vor all den unerwünschten Mailangeboten schützt, und stets hat man das Gefühl, dem Ansturm nicht Herr zu werden.</p>
<p>Im Grunde muss man die Spammer aber mit ihren eigenen Waffen schlagen und einfach so lange alles von ihnen kaufen, bis sie sich steinreich zur Ruhe setzen und der Spammerei entsagen.</p>
<p>Ich nehme daher jede Viagra-Offerte an und bestelle jedes Körperteil-Verlängerungsangebot. Ich habe schon so viel Geld bei diesen Anbietern gelassen, dass sie das Arbeiten bald nicht mehr nötig haben werden und die Spamflut versiegt. Ein Nachteil ist, dass ich mittlerweile einen halben Meter vom Schreibtisch entfernt sitzen muss.</p>
<p>Aber was tut man nicht alles zum Wohle der Allgemeinheit.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kapitalkrebs &#8211; ein Gleichnis</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/kapitalkrebs-ein-gleichnis.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 21:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/10/17/kapitalkrebs-ein-gleichnis/</guid>

					<description><![CDATA[Wenn in einer Krebsklinik die Chefärzte um ihre Einnahmen bangen müssten, weil die Betten voller zahlungsunfähiger Patienten sind, wie sollte eine Regierung dann helfen: Soll &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn in einer Krebsklinik die Chefärzte um ihre Einnahmen bangen müssten, weil die Betten voller zahlungsunfähiger Patienten sind, wie sollte eine Regierung dann helfen: Soll sie den Kranken Geld geben, damit diese ihre Heilung und somit auch die Ärzte bezahlen können, oder soll sie die Patienten zum Sterben nach Hause schicken und den Doktoren ihren Verdienstausfall direkt ausgleichen? Soll die Finanzspritze oben oder unten ansetzen?</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Lehrstück</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/ein-lehrstueck.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 20:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/10/11/ein-lehrstueck/</guid>

					<description><![CDATA[Der NDR verhöhnte heute in „Menschen und Schlagzeilen“ die Piratenpartei mit einer ganz einfachen Methode, die sonst vornehmlich gegen extremistische Parteien und Sekten angewendet wird, worüber wir &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der NDR verhöhnte heute in <a title="Sendung ansehen" href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/menschen_und_schlagzeilen/videos/menschenundschlagzeilen1107.html">„Menschen und Schlagzeilen“</a> die Piratenpartei mit einer ganz einfachen Methode, die sonst vornehmlich gegen extremistische Parteien und Sekten angewendet wird, worüber wir dann gerne lachen, die aber prinzipiell gegen <em>jeden</em> eingesetzt werden kann.</p>
<p>Man bittet einfach ein paar kamera-unerfahrene Parteivertreter zum Interview und zeigt dann später nicht nur deren Statements, sondern auch, wie sie sich hinsetzen, aufstehen, unsicher nachfragen, verhaspeln und korrigieren. Also all das, was in jedem Interview vorkommt, aber bei allen anderen rausgeschnitten wird. In Zeitungen wäre die Entsprechung das wortgetreue Abdrucken eines Interviews mit allen „Äähs“ und Satzbaufehlern, was eine selten eingesetzte, aber wirkungsvolle Gemeinheit ist.</p>
<p>Auch die Kulisse war wunderbar gewählt: Hobbykelleratmosphäre mit zwei Parteifahnen, von denen sich eine während der Aufnahmen löste, was natürlich gerne gesendet wurde.</p>
<p>Es ist vom ersten Bild an klar, was der Beitrag bezwecken soll, aber das tut seiner Wirkung keinen Abbruch.</p>
<p>Die Statements der Piraten selbst waren zugegeben sehr dürftig. Wahrscheinlich wurden die Fragen vorher nicht besprochen, Lampenfieber tat ein Übriges und dann musste man nur noch die schlimmsten Stellen heraussuchen. Auch hier kommt es darauf an, was man mit seinem TV-Beitrag aussagen will &#8211; dementsprechend entscheidet man, ob der Interviewte die Chance erhält, eine missglückte Äußerung nochmals einzusprechen, und welche Takes man schließlich in den Bericht übernimmt.</p>
<p>Soll heißen: Ja, die Interviewten sind natürlich auch selbst schuld, dass sie keine perfekten Selbstdarsteller und Redner sind und vor Nervosität den Kopf leer haben, all das passiert geübten Profipolitikern nicht so leicht. Aber hier sind die Bremer Piraten ganz eindeutig in eine Falle getappt, wo schon vorher feststand, dass sie vorgeführt werden sollten. Sie hatten keine Chance. Sie dienten lediglich als Illustration für die vorgefasste Meinung „amateurhafte Nerdpartei“.</p>
<p>Ein übles Stück Manipulation, aber auch ein Lehrstück.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ÖPNV Öpve</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/oepnv-oepve.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 13:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/09/25/oepnv-oepve/</guid>

					<description><![CDATA[Ginge es nach mir, wäre der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) kostenlos. Er ist ohnehin nicht kostendeckend, sondern wird von den Steuergeldern subventioniert, beispielsweise durch die Mehrwertsteuer, &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ginge es nach mir, wäre der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) kostenlos. Er ist ohnehin nicht kostendeckend, sondern wird von den Steuergeldern subventioniert, beispielsweise durch die Mehrwertsteuer, die auch Geringverdiener zahlen. Außerdem müssen wir alle den Lärm und die Abgase von Bussen und Bahnen ertragen. Wenn also die Nachteile des ÖPNV bereits auf die Gesamtbevölkerung umgelegt sind, können wir dessen Vorteile, nämlich die Nutzung, nicht auf jene beschränken, die sich eine Fahrkarte leisten können.</p>
<p>Das Problem dieser Idee ist nicht ihre Finanzierbarkeit, sondern die Tatsache, dass Deutschlands Wirtschaftskraft stark von der heimischen Autoindustrie abhängig ist, auf welche sich eine Förderung des ÖPNV nachteilig auswirken könnte. So wie ich meine Landsleute kenne, würden die meisten aber trotzdem weiterhin ein Auto wollen und es nur seltener nutzen.</p>
<p>Ein beliebtes Gegenargument ist auch, dass kostenlose Züge zu Schlafstätten von Obdachlosen würden, aber das sollte ein Anreiz sein, die Ursachen von Obdachlosigkeit zu bekämpfen und nicht ihre Symptome zu verstecken.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Opferbereitschaft</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/opferbereitschaft.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/09/06/opferbereitschaft/</guid>

					<description><![CDATA[Ein extremes Bild für den Begriff Opferbereitschaft findet sich in Hans Ulrich Kempskis „Rote Sonne über gelber Erde“ aus dem Jahre 1957: „Über ein Drittel der &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein extremes Bild für den Begriff Opferbereitschaft findet sich in Hans Ulrich Kempskis „Rote Sonne über gelber Erde“ aus dem Jahre 1957:</p>
<p>„Über ein Drittel der Bevölkerung Chinas lebt in den Tälern des Jangtse, der alle fünf oder sechs Jahre über die Ufer tritt. Hätten sich 1954 bei der letzten Katastrophe, als die Dämme zu bersten drohten, nicht zehntausend Männer ins Wasser geworfen, um mit ihren Leibern die Fluten zu brechen, so wäre Wuhan heute leblose Wüste.“</p>
<p>Ich weiß nicht, ob diese Geschichte wahr ist oder gut ausgedacht, aber müsste ich jemals einen chinesischen Propagandafilm drehen, käme sie darin vor!</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Western</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/western.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 20:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/09/05/western/</guid>

					<description><![CDATA[Winnebur Williams errreichte den Saloon Punkt zwölf und glitt geschmeidig vom Rücken seines Reitpferds herunter, blieb aber mit den Sporen im Steigbügel hängen und landete &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Winnebur Williams errreichte den Saloon Punkt zwölf und glitt geschmeidig vom Rücken seines Reitpferds herunter, blieb aber mit den Sporen im Steigbügel hängen und landete lautstark auf seinem riesigen Riechkolben.</p>
<p>Der Sand rieselte ihm noch aus der Nase, als er die Flügeltüren aufschlug und breiten Schrittes Bettys Saloon betrat. Stille. Die Musik hörte auf zu spielen, nur das Ticken der alten Wanduhr war zu hören. Am Pokertisch saßen Hank und seine Halunken und spähten misstrauisch zum Eindringling hinüber.</p>
<p>„Die Zeit der Abrechnung ist gekommen,“ krähte es aus Winneburs knorriger Kehle. Ein Schauder fuhr über Bettys blanken Rücken, als sie die Treppe herunterkommend die strenge Stimme des sandgesichtigen Gesellen vernahm. Wenige Dinge sind wohl so ärgerlich wie eine Geschichte, die viel versprechend anfängt und dann ganz unvermittelt abbri</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Konjunktive</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/konjunktive.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 09:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/08/28/konjunktive/</guid>

					<description><![CDATA[Bäte man mich um Verwendung des Konjunktivs, bärste ich gewiss vor Ehrgeiz, drösche hohle Phrasen und flöchte endlose Wortketten, da in mir die Begierde göre, &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bäte man mich um Verwendung des Konjunktivs, bärste ich gewiss vor Ehrgeiz, drösche hohle Phrasen und flöchte endlose Wortketten, da in mir die Begierde göre, dass man das Gesagte genösse und begeistert um Fassung ränge, bis ich lustvoll erschräke, weil Applaus erschölle. Lüde man mich fortzufahren ein, ersänne ich weitere Sentenzen, die wie Blumen auf meiner Zunge sprössen und wie Tau von meinen Lippen tröffen. Glömme noch immer Eifer in mir, hübe ich zu dichten an bis mein Redefluss überquölle und mich schließlich zum Schweigen bewöge.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Komposita</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/komposita.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/08/25/komposita/</guid>

					<description><![CDATA[Ein Nusskuchen ist aus Nuss, aber ein Hundekuchen nicht aus Hund, sondern für Hunde, aber ein Mutterkuchen nicht für Mütter, sondern in Müttern, aber ein &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Nusskuchen ist aus Nuss, aber ein Hundekuchen nicht aus Hund, sondern für Hunde, aber ein Mutterkuchen nicht für Mütter, sondern in Müttern, aber ein Baumkuchen nicht im Baum, sondern wie ein Baum, aber ein Geburtstagskuchen nicht wie ein Geburtstag, sondern an einem.</p>
<p>Ist eine Käseglocke leiser als eine Messingglocke? Oder höre ich da eine Saugglocke läuten?</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Überbevölkerter Himmel</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/ueberbevoelkerter-himmel.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 22:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/08/24/ueberbevoelkerter-himmel/</guid>

					<description><![CDATA[Zur Zeit leben 7 Milliarden Menschen auf der Erde. Aber wie viele Menschen haben eigentlich jemals gelebt? Nach einer Schätzung auf Snopes.com beträgt die Anzahl aller &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Zeit leben 7 Milliarden Menschen auf der Erde. Aber wie viele Menschen haben eigentlich jemals gelebt? Nach einer Schätzung auf Snopes.com beträgt die <a href="http://www.snopes.com/science/stats/dead.htm" target="_top" rel="noopener">Anzahl aller bisher gestorbenen Menschen</a> etwa 60 Milliarden. Da wird es also recht eng, wenn laut christlicher Heilslehre am Ende aller Tage die Toten auferstehen.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Relevanzinsuffizienz</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/relevanzinsuffizienz.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 21:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/08/24/relevanzinsuffizienz/</guid>

					<description><![CDATA[Manchmal beginnt man einen Blogbeitrag, ohne eigentlich etwas aussagen zu wollen, sondern eher in dem Bestreben, die Seite zu füllen und wieder einmal etwas geschrieben &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal beginnt man einen Blogbeitrag, ohne eigentlich etwas aussagen zu wollen, sondern eher in dem Bestreben, die Seite zu füllen und wieder einmal etwas geschrieben zu haben, was natürlich für den späteren Leser solcher Zeilen eher unbefriedigend ist, aber darauf Rücksicht zu nehmen, kommt einem beim Verfassen selbiger gar nicht in den Sinn, obschon zur Vorbeugung späterer Reue hier bereits ein Wort der Anteilnahme, ja geradezu der Entschuldigung ausgesprochen werden soll, dass ein unwiederbringliches Stück Lebenszeit mit der Lektüre dieses Absatzes verschwunden ist, zumal er sicher schneller geschrieben als gelesen wurde, was die Ungerechtigkeit und Anmaßung, die darin steckt, den Text jetzt dennoch fortzusetzen, eher verstärkt als mildert und geradezu ins Bodenlose steigerbar wäre, wenn er schlussendlich in baren Unsinn gipfelte, wie es ja so fern während der Besteigung aufgrund dessen derjenige nie morgens mit Toast und Butter.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rechenaufgabe</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/rechenaufgabe.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 16:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/08/13/rechenaufgabe/</guid>

					<description><![CDATA[Vorgabe 1: Hätte Jesus ein Sparbuch mit 1 Cent bei 6% Zinsen angelegt, würde sein Kapital heute mit 14 Erdkugeln aus Gold aufgewogen. Vorgabe 2: Würden alle Nachkommen &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vorgabe 1: Hätte Jesus ein Sparbuch mit 1 Cent bei 6% Zinsen angelegt, würde sein Kapital heute mit 14 Erdkugeln aus Gold aufgewogen.</p>
<p>Vorgabe 2: Würden alle Nachkommen einer Stubenfliege überleben und sich vermehren, wäre ihre Masse innerhalb eines Jahres größer als die der Erde.</p>
<p>Frage: Hätte sich Jesus für seinen Cent eine Stubenfliege gekauft, wie viele Insekten besäße er dann heute?</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aus einer anderen Zeit</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/aus-einer-anderen-zeit.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/08/13/aus-einer-anderen-zeit/</guid>

					<description><![CDATA[„Wir wollen mehr Demokratie wagen. Wir werden unsere Arbeitsweise öffnen und dem kritischen Bedürfnis nach Information Genüge tun. Wir werden darauf hinwirken, daß durch Anhörungen &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Wir wollen mehr Demokratie wagen. Wir werden unsere Arbeitsweise öffnen und dem kritischen Bedürfnis nach Information Genüge tun. Wir werden darauf hinwirken, daß durch Anhörungen im Bundestag, durch ständige Fühlungnahme mit den repräsentativen Gruppen unseres Volkes und durch eine umfassende Unterrichtung über die Regierungspolitik jeder Bürger die Möglichkeit erhält, an der Reform von Staat und Gesellschaft mitzuwirken. (&#8230;)</p>
<p>Wenn wir leisten wollen, was geleistet werden muß, brauchen wir alle aktiven Kräfte unserer Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die allen weltanschaulichen und religiösen Überzeugungen offen sein will, ist auf ethische Impulse angewiesen, die sich im solidarischen Dienst am Nächsten beweisen. Es kann nicht darum gehen, lediglich hinzunehmen, was durch die Kirchen für die Familie, in der Jugendarbeit oder auf dem Sektor der Bildung geleistet wird. Wir sehen die gemeinsamen Aufgaben, besonders, wo Alte, Kranke, körperlich oder geistig Behinderte in ihrer Not nicht nur materielle Unterstützung, sondern auch menschliche Solidarität brauchen. (&#8230;)</p>
<p>Der permanente wirtschaftliche und soziale Wandel ist eine Herausforderung an uns alle. Er kann ohne die Initiative des einzelnen nicht gemeistert werden. Die Eigeninitiative braucht jedoch die Unterstützung der Politik. Wir dürfen keine Gesellschaft der verkümmerten Talente werden. Jeder muß seine Fähigkeiten entwickeln können. Die betroffenen Menschen dürfen nicht einfach ihrem Schicksal überlassen werden. (&#8230;)</p>
<p>Das Ziel ist die Erziehung eines kritischen, urteilsfähigen Bürgers, der imstande ist, durch einen permanenten Lernprozeß die Bedingungen seiner sozialen Existenz zu erkennen und sich ihnen entsprechend zu verhalten. Die Schule der Nation ist die Schule. (&#8230;)</p>
<p>Die finanziellen Mittel für die Bildungspolitik müssen in den nächsten Jahren entsprechend gesteigert werden. Die Bundesregierung wird sich von der Erkenntnis leiten lassen, daß der zentrale Auftrag des Grundgesetzes, allen Bürgern gleiche Chancen zu geben, noch nicht annähernd erfüllt wurde. Die Bildungsplanung muß entscheidend dazu beitragen, die soziale Demokratie zu verwirklichen. (&#8230;)</p>
<p>Die Regierung kann in der Demokratie nur erfolgreich wirken, wenn sie getragen wird vom demokratischen Engagement der Bürger. Wir haben so wenig Bedarf an blinder Zustimmung, wie unser Volk Bedarf hat an gespreizter Würde und hoheitsvoller Distanz. Wir suchen keine Bewunderer; wir brauchen Menschen, die kritisch mitdenken, mitentscheiden und mitverantworten. Das Selbstbewußtsein dieser Regierung wird sich als Toleranz zu erkennen geben. Sie wird daher auch jene Solidarität zu schätzen wissen, die sich in Kritik äußert. Wir sind keine Erwählten; wir sind Gewählte. Deshalb suchen wir das Gespräch mit allen, die sich um diese Demokratie mühen.“</p>
<p><a title="Gesamttext" href="http://www.hdg.de/lemo/html/dokumente/KontinuitaetUndWandel_erklaerungBrandtRegierungserklaerung1969/" target="_top" rel="noopener">Aus der Regierungserklärung Willy Brandts vom 28.10.1969</a></p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Steuern oder Schulden</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/steuern-oder-schulden.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 12:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/08/07/steuern-oder-schulden/</guid>

					<description><![CDATA[Der Staat sind wir. Die Staatsausgaben sind unsere Gemeinschaftsausgaben. Es gibt zwei Wege, wie wir als Staat uns refinanzieren können: 1. Wir leihen uns Geld &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Staat sind wir. Die Staatsausgaben sind unsere Gemeinschaftsausgaben. Es gibt zwei Wege, wie wir als Staat uns refinanzieren können:</p>
<p>1. Wir leihen uns Geld von Bürgern und Unternehmen, wofür wir ihnen Zinsen zahlen.</p>
<p>2. Wir nehmen unseren Bürgern und Unternehmen Geld weg, das nennt sich Steuern.</p>
<p>Durch den ersten Weg werden die Reichen reicher, weil sie von den Zinsen profitieren, während die Armen nichts zu verleihen haben, aber letztlich ebenso für die Staatsschulden aufkommen müssen.</p>
<p>Der zweite Weg kann gerecht gestaltet werden, indem man die Reichen sehr viel höher besteuert als die Armen, also die Progression verstärkt.</p>
<p>Den ersten Weg sind wir offensichtlich zu lange gegangen, denn die Unternehmen werden immer reicher, während die Staaten sich zunehmend überschulden.</p>
<p>Dass Apple <a href="http://www.bbc.co.uk/news/technology-14340470" target="_top" rel="noopener">mehr Cash</a> hat als die USA, sollte zu denken geben. Weil Apple das Geld nicht in der Matratze hortet, sondern auf der Bank, verdient es über die Zinsen sogar an den neuen Staatsschulden, welche die USA aufnehmen und mit Steuergeldern und Kürzungen im Sozialbereich abtragen müssen.</p>
<p>Das Geld fließt also von unten nach oben. Das ist vermeidbar, wenn sich der Staat das Geld nicht von den Unternehmen und Reichen <em>leiht,</em> sondern es über Steuern abschöpft.</p>
<p>Auch das Argument, Unternehmen würden den von Steuern verschonten Gewinn reinvestieren, ist durch derart pralle Konzernkassen widerlegt. Käme das Geld aber dem einfachen Bürger zugute, würde er es notgedrungen sofort reinvestieren, nämlich in Dinge des täglichen Bedarfs, und so die Binnennachfrage steigern, was auch den Unternehmen nützen würde.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gerechtigkeitslücke</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/gerechtigkeitsluecke.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 22:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/08/04/gerechtigkeitsluecke/</guid>

					<description><![CDATA[Einige Zahlen aus dem Büchlein „Manifest des evolutionären Humanismus“: „Die Einkommenslücke zwischen dem reichsten Fünftel der Weltbevölkerung und dem ärmsten Fünftel lag 1997 bei 74:1, &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Einige Zahlen aus dem Büchlein „Manifest des evolutionären Humanismus“:</p>
<p>„Die Einkommenslücke zwischen dem reichsten Fünftel der Weltbevölkerung und dem ärmsten Fünftel lag 1997 bei 74:1, während sie 1990 60:1 und 1930 sogar nur 30:1 betragen hatte. Mittlerweile hat die Ungleichverteilung geradezu groteske Formen angenommen: So verfügen die drei reichsten Menschen der Erde über ein Vermögen, das größer ist, als das Bruttosozialprodukt der 49 am wenigsten entwickelten Länder, die Vermögenswerte der 200 reichsten Personen übersteigen das Gesamteinkommen von 41 Prozent der Weltbevölkerung (also von rund 2,5 Milliarden Menschen!).“</p>
<p>„In der reichen Industrienation Deutschland etwa verfügen die einkommensschwächeren 50 Prozent der Haushalte über weniger als 4 Prozent des gesamten Nettovermögens, die vermögensstärksten 20 Prozent hingegen können rund zwei Drittel des gesamten Nettovermögens auf sich vereinen. Dabei entfallen allein auf das oberste Zehntel der Haushalte 47 Prozent des gesamten Nettovermögens.“</p>
<p>Letztere Zahl kommt in Fernsehtalkshows immer nur dann zur Sprache, wenn es heißt, dass ein kleiner Teil der „Leistungsträger“ unserer Gesellschaft für den Großteil der Steuereinnahmen aufkomme. Kein Wunder, wenn sie auch den Großteil des Gesamtvermögens besitzen.</p>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mindestlohn</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/mindestlohn.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/08/03/mindestlohn/</guid>

					<description><![CDATA[Die Festlegung eines Mindestlohns sei eine staatliche Einmischung und widerspreche der freien Marktwirtschaft, wird gesagt. Aber wie soll man es dann werten, dass die unterbezahlten &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Festlegung eines Mindestlohns sei eine staatliche Einmischung und widerspreche der freien Marktwirtschaft, wird gesagt. Aber wie soll man es dann werten, dass die unterbezahlten Geringstverdiener allesamt von staatlichen Zuschüssen abhängig sind, weil ihr Dumpinglohn nicht zum Leben reicht?</p>
<p>Ein Arbeitgeber muss einen Vollzeitbeschäftigten so gut bezahlen, dass dieser von dem Verdienten leben kann. Ist das nicht der Fall, sondern braucht der Angestellte zusätzliche Beihilfen, dann lässt sich der Arbeitgeber praktisch einen Teil des Lohnes vom Staat finanzieren.</p>
<p>Ist es etwa freie Marktwirtschaft, dass sich der Unternehmer davon abhängig macht, dass die Solidargemeinschaft seine Arbeiter ernährt? Ohne die staatlichen Sozialleistungen könnten die unterbezahlten Arbeiter ja nicht für ihn tätig sein, da sie nicht genug zum Leben hätten.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kann Folter gerechtfertigt sein?</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/kann-folter-gerechtfertigt-sein.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 12:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/08/02/kann-folter-gerechtfertigt-sein/</guid>

					<description><![CDATA[Nein, und zwar unter gar keinen Umständen, egal worum es geht. Intensiv diskutiert wurde diese Frage zuletzt 2002 angesichts der Entführung Jakob von Metzlers und &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, und zwar unter gar keinen Umständen, egal worum es geht.</p>
<p>Intensiv diskutiert wurde diese Frage zuletzt 2002 angesichts der Entführung Jakob von Metzlers und der dem Entführer angedrohten Folter durch den stellvertretenden Frankfurter Polizeipräsidenten.</p>
<p>Man muss sich grundsätzlich klarmachen, dass Folter keine Schuldigen aufdeckt, sondern Schuldige macht. Jeder Gefolterte gibt letztendlich das zu, was ihm vorgeworfen wird, egal ob er die Tat begangen hat oder nicht. Man könnte sich das Ganze also sparen und jeden Verdächtigen sofort verurteilen. Warum wird trotzdem gefoltert? Weil es der sexuellen Erbauung des Folterknechts und seiner Komplizen dient, wir würden also Beamte für ihr Privatvergnügen bezahlen und dazu noch unsere eigenen Mitbürger opfern, wenn wir Folter zuließen.</p>
<p>Auch unabhängig davon sind unsere Staatsbediensteten nicht so vertrauenswürdig, dass man ihnen die Macht über Leib und Leben der Bürger in die Hände legen möchte. Jeder flucht gegen ungerechtfertigte Bußgelder, zu hohe Steuerbescheide und absurde Gerichtsurteile, aber wenn es um Folter und Todesstrafe geht, dann sollen dieselben gescholtenen Staatsdiener plötzlich unfehlbar, weise und gerecht sein?</p>
<p>Im konkreten Falle des entführten Bankierssohnes zeigte sich die Sinnlosigkeit der Folter: Der Entführer hatte seine Tat bereits gestanden und wollte nur den Aufenthaltsort des Opfers nicht nennen, obwohl dessen unversehrtes Auffinden eine große Strafmilderung bedeutet hätte. Der nächstliegende Schluss wäre, dass das Kind bereits tot war, es ging also nur um eine Leiche, nicht um Kindesrettung. Weitere Möglichkeiten waren, dass der Junge noch lebte, der Verdächtige aber den Aufenthaltsort nicht kannte, also gar nicht der Täter sein konnte, oder drittens, dass der Entführer das noch lebende Kind aus reiner, sich selbst schadender Bosheit verdursten lassen wollte. Sogar in letzterem Falle hülfe die Folter nicht, da er bei Androhung einer solchen immer wieder falsche Verstecke nennen könnte, die dann vergeblich überprüft würden, bis er nach einigen Tagen von sich aus die Wahrheit spräche, weil das Kind dann gestorben wäre.</p>
<p>Man darf die Gesetze der Logik und Menschlichkeit auch dann nicht über Bord werfen, wenn es sich um ein besonders abscheuliches Verbrechen handelt, denn die Größe des Verbrechens darf nur die Härte der Strafe beeinflussen, nicht aber die Härte des Verhörs, weil jedermann gleich unschuldig ist, bevor ihm seine Tat nachgewiesen wurde. Ein freigesprochener Terrorverdächtiger hat das Gleiche getan wie ein freigesprochener Diebstahlverdächtiger, nämlich nichts. Wäre es gerecht, wenn man ersteren gefoltert hätte? Wenn ja, warum nicht auch letzteren? Weil Terrorismus schlimmer ist? Aber den haben doch beide nicht begangen, und hätte es einer von ihnen getan, würde er ja entsprechend härter bestraft &#8211; nach der Verurteilung! Und wirklich erst dann, denn Dreiviertel der Verdächtigen stellen sich später als unschuldig heraus.</p>
<p>Zu all diesen Fragen bezüglich Folter und Terrorbekämpfung gibt es ein neues Buch von Friedrich von Spee, in welchem er auch darlegt, dass es unlogisch sei, Terrorverdächtigen das Recht auf Verteidigung zu beschneiden, wie in Guantánamo, während jedem Diebstahlverdächtigen, der doch eine viel geringere Strafe zu erwarten hätte, alle Rechte zugestanden würden. Das Werk ist allerdings nur dann wirklich neu, wenn man eine kleine Korrektur vornimmt und das Wort &#8222;Terrorismus&#8220; im Text dort einsetzt, wo jetzt noch &#8222;Hexerei&#8220; steht in dem Buch von 1632.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das große Religions-Quiz</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/das-grosse-religions-quiz.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 10:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/07/29/das-grosse-religions-quiz/</guid>

					<description><![CDATA[Aus welcher heiligen Schrift einer Weltreligion stammen diese Zitate? Religion A: Jesus, Maria und Heiliger Geist:„Dann wird Gott sprechen: ‚O Jesus, Sohn der Maria, gedenke &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aus welcher heiligen Schrift einer Weltreligion stammen diese Zitate?</p>
<p>Religion A:</p>
<p><em>Jesus, Maria und Heiliger Geist:</em><br />„Dann wird Gott sprechen: ‚O Jesus, Sohn der Maria, gedenke Meiner Gnade gegen dich und deine Mutter, als Ich dich mit dem Heiligen Geist stärkte, auf daß du reden solltest zu den Menschen in der Wiege und als Erwachsener&#8230;‘“</p>
<p><em>Offenbarung:</em><br />„Siehe, Wir haben dir Offenbarung gegeben, wie Wir Noah Offenbarung gaben und den Propheten nach ihm, und Offenbarung gaben Abraham und Ismael und Isaak und Jakob, und den Stämmen und Jesus und Hiob und Jonas und Aaron und Salomo; und wir gaben David den Psalter.“</p>
<p><em>Moses und die Gesetzestafeln:</em><br />„Er sprach: ‚O Moses, siehe, Ich habe dich erwählt vor den Menschen durch Meine Sendung und Meine Zwiesprache. So nimm, was Ich dir gegeben, und sei einer der Dankbaren.‘ Und Wir schrieben für ihn auf die Tafeln eine Ermahnung in betreff aller Dinge und eine Erklärung für alle Dinge.“</p>
<p>Religion B:</p>
<p><em>Kopftuchzwang</em>:<br />„Eine Frau aber, die betet oder prophetisch redet mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt; denn es ist gerade so, als wäre sie geschoren. Will sie sich nicht bedecken, so soll sie sich doch das Haar abschneiden lassen! Weil es aber für die Frau eine Schande ist, daß sie das Haar abgeschnitten hat oder geschoren ist, soll sie das Haupt bedecken.“</p>
<p><em>Schweinefleischverbot:</em><br />„Nur diese dürft ihr nicht essen von dem, was wiederkäut und gespaltene Klauen hat: (&#8230;) das Schwein, denn es hat wohl durchgespaltene Klauen, ist aber kein Wiederkäuer; darum soll es euch unrein sein. Vom Fleisch dieser Tiere dürft ihr weder essen noch ihr Aas anrühren; denn sie sind euch unrein.“</p>
<p><em>Drakonische Strafen:</em><br />„Jeder, der seinen Vater oder seine Mutter verflucht, wird mit dem Tod bestraft.<br />Wenn ein unberührtes Mädchen mit einem Mann verlobt ist und ein anderer Mann ihr in der Stadt begegnet und sich mit ihr hinlegt, dann sollt ihr beide zum Tor dieser Stadt führen. Ihr sollt sie steinigen und sie sollen sterben&#8230;“</p>
<p>Auflösung:</p>
<p>Die oberen Zitate unter A enstammen dem Koran (Sure 5, 109; Sure 4, 163; Sure 7, 144-145), die unteren Zitate unter B entstammen der Bibel (1. Korinther 11; 3. Mose 11; 3. Mose 20 und 22). Für beschädigte Vorurteile kommt meine Haftpflichtversicherung in vollem Umfang auf.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Schwank aus meiner Jugend</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/ein-schwank-aus-meiner-jugend.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 22:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/07/26/ein-schwank-aus-meiner-jugend/</guid>

					<description><![CDATA[Der spannendste Urlaub meiner Kindheit, wenn nicht überhaupt, war 1986 unsere Reise nach Thüringen. Das sind auch die einzigen Tage meines Lebens, über die ich &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der spannendste Urlaub meiner Kindheit, wenn nicht überhaupt, war 1986 unsere Reise nach Thüringen. Das sind auch die einzigen Tage meines Lebens, über die ich Tagebuch geführt habe.</p>
<p>Die erste Empfindung war eine Art wohliger Grusel angesichts der scharfen Grenzkontrollen und der Menschen mit Maschinengewehr, die ich hier und da im Stadtbild sah.</p>
<p>Beim ersten Einkauf stellte sich eine Faszination ein angesichts all der fremden Produkte, aber auch Wiedersehensfreude, wenn ich eine Süßigkeit entdeckte, die ich aus Weihnachtspaketen kannte.</p>
<p>Meine Thüringer Verwandten kauften eine winzige Dose Mandarinen für 12 Mark, ein Luxus, den sie sich zur Feier der Schuleinführung gönnen wollten. Ich konnte diesen Preis ebenso wenig begreifen wie die wenigen Groschen, die man andererseits fürs Kino oder Freibad zu zahlen hatte.</p>
<p>Als ich in einer Gaststätte die Tür zum WC öffnete, stand ich plötzlich im Garten. In Sichtweite war ein Holzschuppen und darin ein Donnerbalken. So was kannte ich nur aus Erzählungen meiner Oma.</p>
<p>Über Nacht klaute man uns die Ford-Embleme vom Auto. Vermutlich zum ersten Mal hatte mein Vater das Gefühl, sein Granada-Kombi sei ein begehrter Luxuswagen.</p>
<p>Die Wohnung unserer Verwandten war moderner als unsere eigene, aber insgesamt machte die DDR auf mich den Eindruck einer BRD der 60er-Jahre, und das fand ich toll &#8211; wann hatte man schon mal die Gelegenheit zu einer Zeitreise?</p>
<p>Da ich ohnehin sehr nostalgisch veranlagt bin, nahm ich mir vor, mein Rentenalter in Ostdeutschland zu verbringen, denn ich dachte mir, dass dort dann alles so aussehen müsse, wie ich es aus meiner Lebensmitte gewohnt wäre. Diesen Plan habe ich zwischenzeitlich aufgeben müssen.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum gibt es so wenig Selbstironie?</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/warum-gibt-es-so-wenig-selbstironie.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 10:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/07/25/warum-gibt-es-so-wenig-selbstironie/</guid>

					<description><![CDATA[Ich liebe Selbstironie, sehe aber mittlerweile auch ihre Gefahren. Wann immer ich von mir erzählte, habe ich bevorzugt auf lustige Missgeschicke zurückgegriffen und Erfolge witzig &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich liebe Selbstironie, sehe aber mittlerweile auch ihre Gefahren.</p>
<p>Wann immer ich von mir erzählte, habe ich bevorzugt auf lustige Missgeschicke zurückgegriffen und Erfolge witzig relativiert. Das macht einfach mehr Spaß als Prahlerei und ich höre solches auch von anderen lieber.</p>
<p>Weiter kommt man aber im Leben mit Selbstbeweihräucherung, und das muss psychologische Ursachen haben. Offenbar bleibt das Eigenlob im Gedächtnis der anderen als Kompetenzausweis hängen und nicht als die Angeberei, als welche sie zunächst empfunden wurde.</p>
<p>Der Selbstironische wird als derjenige gespeichert, dem immer lustige Schnitzer passieren, aber der Unironische als jener, dem immer alles gelingt, selbst wenn sich deren Leistungen gar nicht unterscheiden, sondern nur die Vermittlung selbiger.</p>
<p>Und wenn all dies schon für Zuhörer gilt, die durchaus Ironie verstehen, kann man sich denken, welche Auswirkungen Selbstironie auf jene hat, die unter einem Ironiehandicap leiden und jede Aussage wörtlich nehmen.</p>
<p>Mit Selbstironie, so herrlich sie ist, muss man also vorsichtiger sein als einem lieb wäre. Dennoch möchte ich möglichst nur selbstironische Menschen um mich haben, da ich das gegenseitige liebevolle Sticheln einfach zu sehr mag und ich Menschen, die sich übermäßig ernst nehmen oder schnell beleidigt sind, recht anstrengend finde.</p>
<p>So wenig Selbstironie gibt es also einerseits, weil es kein so häufiger Charakterzug ist, denn er kollidiert mit anderen Eigenschaften wie Ironieunverständnis und Großtuerei. Andererseits aber auch, weil Selbstironie leicht missverstanden werden kann.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum einen Mac?</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/warum-einen-mac.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Jul 2011 10:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/07/24/warum-einen-mac/</guid>

					<description><![CDATA[Wir alle verbringen zwangsläufig mehr und mehr Zeit vor dem Rechner, und zwar nicht, weil wir alle Computerfreaks geworden sind, sondern weil immer mehr Tätigkeiten &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir alle verbringen zwangsläufig mehr und mehr Zeit vor dem Rechner, und zwar nicht, weil wir alle Computerfreaks geworden sind, sondern weil immer mehr Tätigkeiten aus Beruf und Freizeit auf den Computer übertragen werden.</p>
<p>Früher hatten Fotografen und Hobbyfilmer nichts mit dem Computer zu tun, heute kommen sie nicht mehr ohne aus. Früher kaufte man Tonträger in Plattenläden, heute lädt man sich die Songs aus dem Internet. Las man einst Zeitschriften und Magazine aus Papier, geschieht dies nun am Rechner, und nicht zuletzt die Kommunikation mit anderen Menschen verlagert sich von analogen Mitteln zu Onlineplattformen.</p>
<p>Je stärker der Computer zum primären Mittel des kreativen Ausdrucks, der Ferninteraktion und der Informationsbeschaffung wird, desto wichtiger ist es, dass dieses Werkzeug uns Anwender nicht behindert und hemmt, sondern beflügelt, indem es möglichst wenig Probleme macht und nicht zwischen uns und der Aufgabe im Wege steht.</p>
<p>Ein Steinmetz sollte nicht am Meißel sparen, sondern das geeignetste Gerät auswählen, ungeachtet der Mehrkosten. Denn es kommt ihn auf jeden Fall teurer, den guten Marmor zu verhunzen. Der Marmor des Bildschirmarbeiters ist seine Kreativität und Arbeitslaune, die zu verderben er riskiert, wenn er sich mit einem Standard-PC begnügt, statt einen Mac zu wählen.</p>
<p>Wenn die Arbeit am Computer plötzlich von einem Ärgernis und täglichen Kampf zu einem Vergnügen und Miteinander geworden ist, fällt eine Last von einem ab, der Kopf wird frei für andere Dinge, man hört die Vögel wieder singen, riecht die Blumen duften, bekommt glänzendes volles Haar und trifft die Liebe seines Lebens.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Wolf, der sich als Schaf fühlt</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/der-wolf-der-sich-als-schaf-fuehlt.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 22:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/07/11/der-wolf-der-sich-als-schaf-fuehlt/</guid>

					<description><![CDATA[Es ist immer amüsant, wenn ein Bayer sich darüber beschwert, dass in den Medien das Norddeutsche die vorherrschende Sprache sei und die südlichen Mundarten benachteiligt &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist immer amüsant, wenn ein Bayer sich darüber beschwert, dass in den Medien das Norddeutsche die vorherrschende Sprache sei und die südlichen Mundarten benachteiligt würden. Als Sprachwissenschaftler schmunzelt man darüber, weil in Wirklichkeit das Gegenteil der Fall ist. Die heutige deutsche Standardsprache ist eine künstlich aus den oberdeutschen und mitteldeutschen Dialekten entwickelte Schriftsprache. Der Einfluss des Niederdeutschen, also der nativen Sprache der Norddeutschen, ist äußerst gering.</p>
<p>Im Süden hat man aber neben der gemeinsamen Schriftsprache auch die eigenen mündlichen Dialekte beibehalten, wohingegen man im Norden das Niederdeutsche im Laufe des 20. Jhs. beinahe ganz zu sprechen aufgegeben hat und stattdessen dazu überging, die hochdeutsche Schriftsprache auch in der mündlichen Kommunikation zu verwenden. Während man diese aus dem Süden stammende Standardsprache also im Süden nur schreibt, aber Dialekt spricht, wird sie im Norden sowohl geschrieben als auch gesprochen, derweil man die eigene Sprache aufgegeben hat.</p>
<p>Kommt nun ein Bayer nach Hannover, dann fällt ihm auf, dass die Leute dort so sprechen wie er selbst schreibt, und er ruft verärgert aus: „Unsere Standardsprache richtet sich ja nur nach den Norddeutschen!“ Die traurige Wahrheit ist aber, dass die Hannoveraner ihre eigene mündliche Sprache abgelegt haben und sich beim Sprechen nur noch der Standardsprache süddeutschen Ursprungs bedienen, allerdings in einer Aussprache, die den norddeutschen Gepflogenheiten entspricht.</p>
<p>Das, was wir heute Standard-Hochdeutsch nennen und in der Tagesschau hören, ist also ursprünglich eine künstliche Schnittmenge süddeutscher Dialekte, die auf norddeutsche Weise ausgesprochen wird.</p>
<p>Die kulturell Kolonisierten sind also nicht die bedauernswerten Lederhosenseppel, sondern die armen Fischköppe.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gastkommentar von Kurt Tucholsky</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/gastkommentar-von-kurt-tucholsky.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 21:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/07/06/gastkommentar-von-kurt-tucholsky/</guid>

					<description><![CDATA[„Die Kaufleute sind Exponenten des Erwerbsinnes; sie haben immer ihre Rolle gespielt, doch wohl noch nie so eine große wie heute. Weil das, was sie &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Die Kaufleute sind Exponenten des Erwerbsinnes; sie haben immer ihre Rolle gespielt, doch wohl noch nie so eine große wie heute. Weil das, was sie in Händen halten, das wichtigste geworden ist, werden sie in einer Weise überschätzt, die lächerlich wäre, wenn sie nicht so tragische Folgen hätte. Die deutsche Welt erschauert, sie braucht Götzen, und was für welche hat sie sich da ausgesucht &#8211; !</p>
<p>Man sollte meinen, daß der gesunde Menschenverstand wenigstens eines sehen könnte: den Mißerfolg. Aber damit ist es nichts. Niemand von denen, die diese Wirtschaftsführer bewundern, behielte auch nur einen Tag lang einen Chauffeur, der ihm die Karre mit Frau und Kind umgeworfen hätte, auch dann nicht, wenn dem Chauffeur die Schuld nicht nachzuweisen wäre. Er kündigt, denn solchen Chauffeur will er nicht. Aber solche Wirtschaftsführer, die will er.</p>
<p>Der unbeirrbare Stumpfsinn, mit dem diese Kapitalisten ihre törichte Geldpolitik fortsetzen, immer weiter, immer weiter, bis zur Ausblutung ihrer Werke und ihrer Kunden, ist bewundernswert. Alles, was sie seit etwas zwanzig Jahren treiben, ist von zwei fixen und absurden Ideen beherrscht: Druck auf die Arbeiter und Export.</p>
<p>Für diese Sorte sind Arbeiter und Angestellte, die sie heute mit einem euphemistischen und kostenlosen Schmeichelwort gern ›Mitarbeiter‹ zu titulieren pflegen, die natürlichen Feinde. Auf sie mit Gebrüll! Drücken, drücken: die Löhne, die Sozialversicherung, das Selbstbewußtsein &#8211; drücken, drücken! Und dabei merken diese Dummköpfe nicht, was sie da zerstören. Sie zerstören sich den gesamten inneren Absatzmarkt.</p>
<p>Sie scheinen ihn nicht zu wollen &#8211; dafür haben sie dann den Export. Was dieses Wort in den Köpfen der Kaufleute angerichtet hat, ist gar nicht zu sagen. Ihre fixe Idee hindert sie nicht, ihre Waren auch im Inland weiterhin anzupreisen; ihre Inserate wirken wie Hohn. Wer soll sich denn das noch kaufen, was sie da herstellen? Ihre Angestellten, denen sie zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel geben, wenn sie sie nicht überhaupt auf die Straße setzen?“</p>
<p>Aus: <a href="http://www.sudelblog.de/?p=349" target="_top" rel="noopener">Die Herren Wirtschaftsführer</a> in: Die Weltbühne.<br />Erschienen nicht 2011, wie man annehmen möchte, sondern 1931.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der monolithische Facebooker vs. Twitter</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/der-monolithische-facebooker-vs-twitter.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 22:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/06/28/der-monolithische-facebooker-vs-twitter/</guid>

					<description><![CDATA[Facebook verfolgt den Grundsatz, dass jedermann nur einen einzigen Account haben dürfe und diesen unter seinem richtigen Namen führen müsse. Twitter hingegen erlaubt pro Person &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Facebook verfolgt den Grundsatz, dass jedermann nur einen einzigen Account haben dürfe und diesen unter seinem richtigen Namen führen müsse. Twitter hingegen erlaubt pro Person beliebig viele Nutzerkonten unter Pseudonymen.</p>
<p>Der Kardinalfehler von Facebook ist dabei die Annahme, eine Person sei monolithisch und benötige daher nur diesen einen Account und diese eine Freundesliste.</p>
<p>Jeder Mensch hat aber mehrere soziale Rollen und verschiedene persönliche Netzwerke im realen Leben, und das muss auch online abbildbar sein. Was Hans Müller im Internet schreibt, richtet sich selten gleichzeitig an seine Kollegen, seine Lehrlinge, seine Eltern, seine Stammtischbrüder, seine Kakteen-Newsletter-Abonnenten, seine Rollenspielmitspieler und seine Chatfreundinnen.</p>
<p>Es ist deshalb das Normalste der Welt, dass er im Internet verschiedene Identitäten annimmt und darunter mit unterschiedlichen Personenkreisen interagiert. Diese Identitäten müssen nicht geheim sein, sie sind lediglich voneinander getrennt, so wie im realen Leben die Trennung örtlich erfolgt. Der Stammtisch findet nicht im Verborgenen statt, sondern in einer öffentlichen Kneipe, aber Hans Müller würde es nicht schätzen, wenn sich seine Mutter dazusetzte oder einer seiner Lehrlinge.</p>
<p>Deshalb schafft er sich im Internet seine getrennten Interaktionsräume durch mehrere Twitteraccounts. Unter MeisterMüller hat er ein offenes Ohr für die Lehrlinge, als BierHansi schwatzt er mit seinen Spezis, als HansiMüller ist er der Familie bekannt, als Kakteennews schreibt er was über sein Hobby und so fort. Auf diese Weise wird keiner der Adressaten mit Dingen belästigt, die ihn nicht interessieren, und Hans Müller kann jede Gruppe auf die passende Art und Weise ansprechen, mal seriös, mal kumpelhaft, mal familiär, und muss sich auch nicht auf Äußerungen beschränken, die sich an alle richten könnten, was letztlich nur Unterhaltungen über das Wetter wären.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Anmerkung zum Leistungsschutzrecht</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/anmerkung-zum-leistungsschutzrecht.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/06/25/anmerkung-zum-leistungsschutzrecht/</guid>

					<description><![CDATA[Die deutschen Presseverleger trommeln für ein sogenanntes Leistungsschutzrecht, nach welchem sie dafür entlohnt würden, dass Google News und Blogger auf die Nachrichten dieser Zeitungshomepages zitierend hinweisen. Das &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die deutschen Presseverleger trommeln für ein sogenanntes <a href="http://carta.info/36869/verlegerforderung-leistungsschutzrecht-ja-habt-ihr-denn-ueberhaupt-keinen-stolz/" target="_top" rel="noopener">Leistungsschutzrecht,</a> nach welchem sie dafür entlohnt würden, dass Google News und Blogger auf die Nachrichten dieser Zeitungshomepages zitierend hinweisen.</p>
<p>Das Bezaubernde daran ist, dass gerade jene Medienunternehmen, die sonst überall den freien Markt preisen, für sich selbst ein gesetzliches Alimentierungssystem fordern.</p>
<p>Bleiben wir spaßeshalber mal im neoliberalen Denkrahmen, ohne auf die sozialen Implikationen einzugehen: Selbst aus wirtschaftlichen Gründen ist es gefährlich, wenn deutsche Contentprovider ihr Heil vornehmlich in Abmahnungen suchen statt im Qualitätswettbewerb.</p>
<p>Ein gutes Beispiel sind die Routenplaner, die einst von mehreren deutschen Kartenverlagen ins Netz gestellt wurden, nur um daraufhin sämtliche Kleinunternehmer und Vereine abzumahnen, die ein Kartenbild als Anfahrtsbeschreibung auf ihre Homepage setzten. Und dann kam Google Maps und das armselige Geschäftsmodell war dahin.</p>
<p>Niemand hat die deutschen Anbieter daran gehindert, selbst einen frei einzubindenden Kartendienst auf die Beine zu stellen, der zum deutschen Marktführer geworden wäre und innerhalb dessen sie Karteneinträge für Restaurants und Läden, ähnlich wie in den Gelben Seiten, verkauft hätten.</p>
<p>Stattdessen sind sie durch das deutsche Abmahnrecht dazu verführt worden, das schnelle Geld mitzunehmen, aber das große Geld anderen zu überlassen. Dass wir heute einen amerikanischen Kartendienst nutzen, um die nächstgelegene Apotheke in Buxtehude herauszufinden, ist eine Auswirkung davon, dass deutsche Contentprovider lieber die Gesetzeskeule schwingen als innovativ und mutig zu sein.</p>
<p>Beim Leistungsschutzrecht befürchte ich Ähnliches: Wenn die Rechtslage heikel, teuer und kompliziert wird, werden Blogautoren eben nicht mehr auf deutsche Zeitungen verlinken, sondern auf ausländische. Das werden für Deutschlandthemen schweizerische und österreichische sein und für Weltthemen vermehrt englischsprachige. Die inländischen Medien verlieren dadurch ihre Deutungshoheit nur noch schneller, und die die ausländischen freuen sich über die zusätzlichen Werbeeinnahmen.</p>
<p><small>Nachtrag: Ich habe diesen Artikel in einem <a href="http://simplesachen.de/post/25372073513/lsr">neuen Blogeintrag</a> erweitert.</small></p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Einbürgerungstest in 10 Fragen</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/einbuergerungstest-in-10-fragen.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 20:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/06/24/einbuergerungstest-in-10-fragen/</guid>

					<description><![CDATA[Vervollständigen Sie die folgenden zehn Sätze, um zu testen, ob Sie in die deutsche Gesellschaft passen: 1. Ein 50-prozentig gefülltes Glas ist&#8230; a) halb voll &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vervollständigen Sie die folgenden zehn Sätze, um zu testen, ob Sie in die deutsche Gesellschaft passen: </p>
<p>1. Ein 50-prozentig gefülltes Glas ist&#8230;<br /> a) halb voll [0 Pkt]<br /> b) halb leer [10 Pkt]</p>
<p>2. Sandalen trägt man&#8230;<br /> a) barfuß [0 Pkt]<br /> b) mit Socken [10 Pkt]</p>
<p>3. Die Nationalhymne singt man&#8230;<br /> a) zu festlichen Anlässen [0 Pkt]<br /> b) nur im Fußballstadion [10 Pkt]</p>
<p>4. Kinder liebe ich&#8230;<br /> a) sehr, deshalb habe ich so viele [0 Pkt]<br /> b) zweimal jährlich im Thailandurlaub [10 Pkt]</p>
<p>5. Am liebsten esse ich&#8230;<br /> a) Eisbein mit Sauerkraut [0 Pkt]<br /> b) Döner, Pizza und Hamburger [10 Pkt]</p>
<p>6. Hitler war verantwortlich für&#8230;<br /> a) den Zweiten Weltkrieg [0 Pkt]<br /> b) die Autobahnen [10 Pkt]</p>
<p>7. Achtzehn Stunden Schuften sind&#8230;<br /> a) ein harter Arbeitstag [0 Pkt]<br /> b) eine harte Arbeitswoche [10 Pkt]</p>
<p>8. Niemand fasst&#8230;<br /> a) meine Tochter an! [0 Pkt]<br /> b) mein Auto an! [10 Pkt]</p>
<p>9. Die Polen sind&#8230;<br /> a) unsere östlichen Nachbarn [0 Pkt]<br /> b) Autodiebe [10 Pkt]</p>
<p>10. Ich habe ja nichts gegen Ausländer&#8230;<br /> a) weil&#8230; [0 Pkt]<br /> b) aber&#8230; [10 Pkt]</p>
<p>Eingebürgert wird ab 90 Punkten, in Bayern sind 110 Punkte nötig. </p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Korrekte Typografie</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/korrekte-typografie.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/06/21/korrekte-typografie/</guid>

					<description><![CDATA[Im Internet hat es sich eingebürgert, statt der doppelten „Anführungszeichen“ einfach das &#8222;Zollzeichen&#8220; zu verwenden und anstelle der einfachen ‚Anführungszeichen‘ das &#8218;Fußzeichen&#8216; zu verwenden. Dies &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Internet hat es sich eingebürgert, statt der doppelten „Anführungszeichen“ einfach das &#8222;Zollzeichen&#8220; zu verwenden und anstelle der einfachen ‚Anführungszeichen‘ das &#8218;Fußzeichen&#8216; zu verwenden. Dies ist falsch, da die korrekten Anführungszeichen nach außen geschwungen sind und anfangs unten sowie schließend oben stehen. Textverarbeitungen setzen die typografisch korrekten Anführungszeichen oft automatisch, aber beim Schreiben im Browser unterbleibt dies oder wird bewusst vermieden, da es in der Vergangenheit zu Darstellungsfehlern kommen konnte, welche aber dank Unicode heute behoben sein sollten.</p>
<p>Ähnlich wird der Apostroph’ oft durch das Fußzeichen&#8216; ersetzt oder gar durch einen Akzent´. Der korrekte Apostroph’ ist nach innen gebogen und sieht in vielen Schriftarten wie eine kleine 9 aus.</p>
<p>Auf dem Mac erzeugt man die typografisch korrekten Satzzeichen mit folgenden Tastenkombinationen:</p>
<p>Anführungszeichen unten: ⌥ ^</p>
<p>Anführungszeichen oben: ⌥ 2</p>
<p>Einfache Anführung unten: ⌥ s</p>
<p>Einfache Anführung oben: ⌥ #</p>
<p>Apostroph: ⇧ ⌥ #</p>
<p>Dabei steht ⌥ für die Wahltaste bzw. alt-Taste und ⇧ für die Shifttaste bzw. Umschalttaste. Für Windows-PC-Nutzer ist es auch ganz einfach: Auf den Sperrmüll mit dem Gerät, einen Mac kaufen und die obigen Tastenkombinationen verwenden!</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Distanzieren ist Kollektivieren</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/distanzieren-ist-kollektivieren.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 00:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/06/21/distanzieren-ist-kollektivieren/</guid>

					<description><![CDATA[In Blogs, Politik und Massenmedien hört man zuweilen die Aufforderung an „die deutschen Muslime“, sie mögen sich doch bitte von der Gewalt, die im Namen &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In Blogs, Politik und Massenmedien hört man zuweilen die Aufforderung an „die deutschen Muslime“, sie mögen sich doch bitte von der Gewalt, die im Namen ihrer Religion begangen werde, ausdrücklich distanzieren. </p>
<p>Dass diese Forderung einen Generalverdacht impliziert, merken viele der ansonsten keineswegs rechtslastigen Urheber offenbar nicht. Deshalb sei es ihnen an dieser Stelle mit dem Holzhammer eingebläut, indem ich Adorno et al.: „Studien zum autoritären Charakter“ zitiere, worin es zwar um den Antisemitismus geht, aber das gleiche Prinzip deutlich wird:</p>
<p><span>„</span><em>Der Agitator dagegen möchte bei seinem Publikum den Drang wecken, alle Juden zu vefolgen &#8211; die ‚guten‘ wie die ‚bösen‘ &#8211; eine Unterscheidung, die er selbst ja keinesfalls wirklich ernst nimmt. Die Idee von der jüdischen Kollektivschuld dient ihm dazu, seine Haltung zu rationalisieren. Der Agitator ist so mehr ein Gegner des Antisemitismus, daß er die Juden beschwört, die Anlässe dazu aus der Welt zu schaffen, und ihnen Ratschläge erteilt, wie sie das bewerkstelligen können. Dadurch aber beweist er nur, daß die ‚bösen‘ Juden ihre destruktive Tätigkeit nur unter dem passiven Schutz der ‚guten‘ ausüben können, und so schmuggelt er die Vorstellung von der Kollektivschuld ein.</em>“</p>
<p>So wenig, wie sich ein Christ von jedem Unrecht distanzieren muss, das der Papst oder christliche Parteien zu verantworten haben, und so wenig sich jeder Linke von der RAF oder jeder Katholik von der IRA zu distanzieren hatte, so wenig müssen sich auch Muslime von den Terrorakten fanatischer Islamisten distanzieren, denn wer dies verlangt, nimmt bereits eine unzulässige Vereinnahmung vor und ordnet friedliche Muslime in die gleiche Obergruppe wie die Täter ein, übernimmt also die Sichtweise der Fanatiker, die sich tatsächlich als gute Muslime sehen, nicht aber die Perspektive der Moderaten, die solche Terroristen gerade nicht als legitime Glaubensbrüder betrachten. </p>
<p>Wenn ein Kegelbruder Unrecht begeht, muss ich mich als Mitglied des Kegelvereins vielleicht von ihm distanzieren, da ich einst für seine Aufnahme gestimmt habe. </p>
<p>Wenn hingegen ein Neonazi einen Rollstuhlfahrer verprügelt, muss ich mich nicht von ihm distanzieren, nur weil wir zufällig die gleiche Staatsbürgerschaft haben. Ich muss sein Verhalten zwar <em>als Mensch</em> verurteilen, aber ich muss mich nicht <em>als Deutscher</em> davon distanzieren, also auch noch ausdrücklich betonen, dass ich solches nicht täte, obwohl ich ebenfalls Deutscher sei, denn die Meinung, dass es besonders deutsch wäre, Rollstuhlfahrer zu überfallen, ist ja gerade nur Meinung des Neonazis und nicht meine Vorstellung von deutsch, insofern gibt es gar keine gemeinsame Basis, von der aus eine Distanzierung möglich wäre. Ich habe auch niemals für die Einbürgerung des Neonazis gestimmt, er wurde ungefragt in mein Land hineingeboren, und ich sehe auch keine Veranlassung, seinetwegen das Heimatland zu wechseln. Also kann mir durch den Zufall, dass wir beide den gleichen Pass besitzen, keine Mitverantwortung für sein Tun angelastet und somit keine Distanzierung davon aufgebürdet werden.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Terror wirkt</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/terror-wirkt.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jun 2011 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/06/05/terror-wirkt/</guid>

					<description><![CDATA[Einst hatte ich einen Eiswagen, musst aber feststellen, dass manche Kunden einfach wegliefen, ohne zu zahlen. Also vergiftete ich mein Eis, damit kein Zechpreller mit &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einst hatte ich einen Eiswagen, musst aber feststellen, dass manche Kunden einfach wegliefen, ohne zu zahlen. Also vergiftete ich mein Eis, damit kein Zechpreller mit dem Leben davon käme. </p>
<p>Als ich keine Kunden mehr hatte, eröffnete ich ein Schwimmbad. Ich musste aber feststellen, dass einige Besucher ins Becken urinierten. Also ließ ich das Wasser ab, damit man dessen schneller gewahr würde. </p>
<p>Nachdem ich keine Badegäste mehr hatte, betrieb ich einen Buchladen. Ich musste aber feststellen, dass manche Leute die Bücher nur durchblätterten, ohne sie zu kaufen. Also klebte ich alle Seiten zusammen, damit ein Umblättern unmöglich würde. </p>
<p>Schließlich wurde ich Innenminister, um unsere freiheitliche Verfassung zu schützen. Ich musste aber feststellen, dass manche Bürger diese Freiheit für Terroranschläge missbrauchten. Also&#8230;</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Thinkness</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/thinkness.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jun 2011 21:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/06/05/thinkness/</guid>

					<description><![CDATA[Die beliebtesten Zeitungsrätsel sind Sudoku und Kreuzworträtsel. Erstere trainieren die Kombinationsgabe, letztere zugleich das Faktenwissen. Ich möchte an dieser Stelle eine neue Art Rätsel propagieren, &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die beliebtesten Zeitungsrätsel sind Sudoku und Kreuzworträtsel. Erstere trainieren die Kombinationsgabe, letztere zugleich das Faktenwissen.</p>
<p>Ich möchte an dieser Stelle eine neue Art Rätsel propagieren, welche ich <em>Thinkness</em> nennen möchte. Durch Thinkness soll die sprachliche Kreativität herausgefordert werden. Es handelt sich dabei um Fragen, auf die es keine absolut richtige Antwort gibt, sondern auf die eine bestmögliche Antwort zu suchen ist.</p>
<p>Beispiel: <em>Wo arbeitet Roberts Schwager augenblicklich?</em></p>
<p>Befriedigende Antwort:<br /><em>Worms</em><br />(fängt auch mit W an und hat 5 Buchstaben wie die Frage 5 Wörter)</p>
<p>Gute Antwort:<br /><em>Warschau</em><br />(Anfangslaute der Wörter der Frage)</p>
<p>Bessere Antwort:<br /><em>Warschau heißt richtig seiner Tätigkeit Ort.</em><br />(erstes Wort: Anfangslaute der Wörter der Frage, dann Endbuchstaben der Wörter der Frage in umgekehrter Reihenfolge als Anfangsbuchstaben der restlichen Wörter der Antwort)</p>
<p>Komplexere Antwort:<br /><em>Warschau heißt richtig seiner Tätigkeit Ort, was auch Roberts Schwester ahnt.</em><br />(erstes Wort: Anfangslaute der Wörter der Frage, dann Endbuchstaben der Wörter der Frage in umgekehrter Reihenfolge als Anfangsbuchstaben der weiteren Wörter der Antwort, dann Anfangsbuchstaben der Wörter der Frage als Anfangsbuchstaben der restlichen Wörter der Antwort)</p>
<p>Der Kreativität beim Finden besserer Antworten und Stellen neuer Fragen sind keine Grenzen gesetzt.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pointengefahr</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/pointengefahr.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 May 2011 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/05/31/pointengefahr/</guid>

					<description><![CDATA[Pointen können gefährlich sein. Man neigt leicht dazu, eine kurze Geschichte mit einer Pointe beenden zu wollen. Aber Pointen sind Kennzeichen des Witzes und beim &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Pointen können gefährlich sein. Man neigt leicht dazu, eine kurze Geschichte mit einer Pointe beenden zu wollen. Aber Pointen sind Kennzeichen des Witzes und beim Witz kommt es nur auf diesen abschließenden Höhepunkt an, alles Hinführende ist Mittel zum Zweck und schnell wieder vergessen. </p>
<p>Wenn man eine wunderbar humorvolle Geschichte mit einer Pointe krönen zu müssen meint, kann es passieren, dass man dadurch die Gesamtgeschichte abwertet, weil sie nur noch im Hinblick auf die kurze, knallige Pointe betrachtet wird. </p>
<p>Man denke einmal an Beispiele aus dem Bereich der Fernsehsketche: Die Sendung SketchUp mit Diether Krebs bot großartig skurril gespielte Sketche, die aber zwanghaft mit einer bemühten Pointe enden mussten. Loriot und vor ihm die Monty-Python-Truppe haben erkannt, dass es ab einer gewissen Sketchlänge lustiger ist, auf eine Pointe zu verzichten. </p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Effizienzsteigerung</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/effizienzsteigerung.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2011 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/05/26/effizienzsteigerung/</guid>

					<description><![CDATA[„Hochgeehrte Jungfer, es geschiehet mehr aus wohlgegründeten Ursachen und erheischender Schuldigkeit, als Wohlstands wegen, oder aus Gewohnheit, daß ich Ihnen mein schlechtes, obwohl aufrichtiges Compliment &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Hochgeehrte Jungfer, </p>
<p>es geschiehet mehr aus wohlgegründeten Ursachen und erheischender Schuldigkeit, als Wohlstands wegen, oder aus Gewohnheit, daß ich Ihnen mein schlechtes, obwohl aufrichtiges Compliment darlege. (&#8230;)</p>
<p>Die Güte, (&#8230;) welche sie gehabt haben, mich zu versichern, daß es Ihnen nicht zuwider seyn würde, wenn ich die Freyheit nähme, Ihnen meine ergebenste Ehrfurcht zu versichern, bringet Ihnen diese Verdrüßlichkeit zu wege. Bitte demnach, daß Sie solche der besonderen Hochachtung, so ich für Sie habe, und dem brünstigen Verlangen, mich Ihrer Gewogenheit würdig zu machen, beymessen wollen.“</p>
<p>Dieser Musterbrief entstammt einem Konversationsratgeber von 1761. Autor ist Carl Mouton, „seiner Hochfürstlichen Durchlaucht zu Schleswig-Holstein, Bischofs zu Lübeck Secretarium und Hof-Sprach-Meister“.</p>
<p>250 Jahre später schreibt man stattdessen: „HDGDL“.</p>
<p><span>(Oberes Zitat aus Jürgen Dahl: Neue Sammlung alter Complimente, Frankfurt 1967, S. 24 &amp; 20)</span></p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Rezensionsversuch</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/ein-rezensionsversuch.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 May 2011 22:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/05/24/ein-rezensionsversuch/</guid>

					<description><![CDATA[Ich lese gerade das Buch „Entschuldigen Sie meine Störung“ von Jan-Uwe Fitz alias Vergrämer und muss schon sagen, dass es das beste gelbe Buch ist, das &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lese gerade das Buch <a href="http://www.dumont-buchverlag.de/buch/Jan-Uwe_Fitz_Entschuldigen_Sie_meine_Stoerung/8104">„Entschuldigen Sie meine Störung“</a> von Jan-Uwe Fitz alias <a href="http://www.benefitz.de/" target="_top" rel="noopener">Vergrämer</a> und muss schon sagen, dass es das beste gelbe Buch ist, das ich je gelesen habe. In den übrigen waren allerdings auch nur Nummern und Namen.</p>
<p>Natürlich erfindet der Vergrämer das Rad nicht neu, viele der von ihm verwandten Wörter hat man in anderen Büchern bereits gelesen. Großartig finde ich die Idee, unten auf jede Seite eine Zahl zu drucken, die als Merkhilfe dient, wie weit man das Buch schon gelesen hat. Davon sollten sich andere Verlage eine Scheibe abschneiden, aber nicht bei meinem Exemplar.</p>
<p>Ja, was soll ich sonst noch sagen, ich schreibe so selten Rezensionen, obwohl man mir das nicht anmerkt. Ich habe heute Blumenkohl gegessen, aber das ist vielleicht gar nicht wichtig.</p>
<p>Es gibt auch bessere Romane als den des Vergrämers. Von Kafka zum Beispiel, aber nicht von mir und von keinem Humoristen unter 50, erst recht keinem Comedian. Das habe ich natürlich nicht überprüft, aber ich schrieb es mit solcher Inbrunst, dass es einfach stimmen muss. Verfasste ich einen Roman, wäre der gewiss noch trefflicher, aber ich bin in dieser Frage etwas parteiisch. Man könnte einen Vergleich mit Helge Schneider bemühen, und der fiele zu Gunsten des Vergrämers aus. Ein Vergleich mit Tolstoi aber zu seinen Ungunsten. Eine Zwickmühle!</p>
<p>Soll man an dieser Stelle das seidige Haar des Vergrämers erwähnen? Ich mag seidiges Haar, und das Auge liest mit, aber in der Literaturkritik werden trichologische Aspekte unterbewertet.</p>
<p><a href="http://www.dumont-buchverlag.de/buch/Jan-Uwe_Fitz_Entschuldigen_Sie_meine_Stoerung/8104" target="_top" rel="noopener"></a> </p>
<p>Bliebe noch der Preis: 8,99 Euro sind zu wenig. Ich bin erst auf Seite 60, glaube aber diesen Geldbetrag an Lesevergnügen bereits aufgebraucht zu haben und werde mich bei jeder weiteren Seite schuldig fühlen, auf Kosten des Vergrämers raubzulesen. Das ist eine arge Prüfung des Gewissens, der ich nicht standhalte! Ich gedenke, ihm den gleichen Betrag für jedes angefangene Kapitel zu überweisen.</p>
<p>Hier hatte ich ursprünglich noch einen Exkurs über Hausmacher Leberwurst geplant, aber meine Frau meinte, das passe nicht hinein und außerdem sei ich ledig und sie nur ein Hirngespinst.</p>
<p>Aber zurück zum Buch: Es ist höher als breit. Das ist ein Fehler, den ich bei meinem <a title="Meine Hornbrille ist zu laut" href="http://haekelschwein.de/tweetbuch.htm">Tweetbuch</a> nicht gemacht habe, denn hochkante Bücher erschweren es, bei der Strandlektüre über sie hinwegzulinsen und dralle Bikinischönheiten zu beäugeln. Unverständlich, dass dieser Aspekt einem männlichen Autor entging, ich schiebe es auf die Weiber im Lektorat.</p>
<p>So, jetzt haben Sie genug über das Buch erfahren, ich will ja nicht jede Einzelheit verraten. Wenn noch Fragen offen sind, lesen Sie die Rezension von <a href="http://litheart.de/2011/05/17/der-angezogene-wahnsinn-jan-uwe-fitz-entschuldigen-sie-meine-storung/" target="_top" rel="noopener">Sina Hawk,</a> die kann das besser als ich. Falls mein Zahnarzt mitliest: Ich kann den Termin am Montag nicht wahrnehmen.</p>
<p><small><a href="http://haekelschwein.de/blogartikel/items/rezensionen.htm">Man lese auch meine anderen Rezensionen.</a></small></p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie man das Neue evaluiert</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/wie-man-das-neue-evaluiert.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 May 2011 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/05/23/wie-man-das-neue-evaluiert/</guid>

					<description><![CDATA[Es liegt in der Natur des Menschen und nicht nur des Deutschen, mit zunehmendem Alter alles Neue allein deswegen abzulehnen, weil es neu ist. Nun &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es liegt in der Natur des Menschen und nicht nur des Deutschen, mit zunehmendem Alter alles Neue allein deswegen abzulehnen, weil es neu ist.</p>
<p>Nun ist tatsächlich nicht alles Neue gut, aber wie unterscheidet man das ungute Neue vom nur ungewohnten Neuen? Ich verwende dazu die Zeitumkehr: Man stelle sich einfach vor, das Neue habe vor dem Gewohnten bestanden und das Altbekannte sei die Innovation.</p>
<p>Testen wir das am Beispiel der Papierzeitung, die von Verlegern und Politik zur Königin des Journalismus verklärt wird, während die zugehörigen Online-Ableger stiefmütterlich behandelt und von Praktikanten mit Agenturmeldungen und Klickstrecken gefüllt werden. Ist nun die papierene Zeitung tatsächlich und auf lange Sicht die Krönung der Nachrichtenvermittlung, während das Internet allenfalls eine zweitklassige Ergänzung darstellt?</p>
<p>In der Parallelwelt, die ich aufziehen möchte, sind Tabletcomputer seit jeher verbreitet und füllen sich laufend mit den aktuellsten Meldungen. Finanziert wird das durch eingeblendete Werbung und bei besonders umfangreichen Hintergrundberichten über ein Micropaymentsystem. Nun stelle ich mich hin und mache der staunenden Öffentlichkeit folgenden Vorschlag:</p>
<p>„Statt immer die aktuellsten Meldungen zu lesen, könnten wir uns doch darauf beschränken, die Nachrichten vom Vortag zu sammeln und erst am nächsten Morgen zu beachten. Und die Neuigkeiten von heute lassen wir vor uns verbergen und nehmen sie ebenfalls erst am Folgetag wahr! Das klingt schon toll, werden Sie sagen, aber es kommt noch besser: Wir lassen die Texte nicht elektronisch zu uns übertragen, sondern auf Papierbögen liefern. Wir fällen einfach Bäume, transportieren sie zu einem Sägewerk und von dort aus in eine Papierfabrik. Das Papier schaffen wir dann in eine Druckerei und stempeln darauf die Nachrichten von gestern. Zigtausendfach, für jeden Leser einmal. Diese Papierbögen falten und stapeln wir, fahren sie mit Dutzenden Lieferwagen vor die Haustüren sogenannter Zusteller, und die radeln dann mitten in der Nacht durch die Straßen und stecken jedem Leser so ein Druckwerk an die Haustür.</p>
<p>Die Vorteile sind enorm: Statt des Stroms für die Datenübertragung benötigen wir nun Unmengen an Ressourcen, Treibstoff und Mitarbeitern. Das Beste aber kommt noch: Am nächsten Tag wirft jeder Leser das Papier in den Müll, die Ressourcen werden also prompt verschwendet und weitere Arbeitskraft bei der Entsorgung gebunden! Und als wäre das alles nicht famos genug, sind wir künftig auch nicht mehr sofort informiert, sondern mit erheblicher Verzögerung.</p>
<p>Sie sehen, dieses Konzept namens Papierzeitung muss sofort eingeführt werden, es ist den Onlinemedien in jedem Punkt überlegen!“</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Ich habe ja nichts zu verbergen!“</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/ich-habe-ja-nichts-zu-verbergen.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2011 00:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/05/18/ich-habe-ja-nichts-zu-verbergen/</guid>

					<description><![CDATA[Diesen Satz hört man oft von Menschen, die sich nicht gegen staatliche Überwachung wehren und weder gegen Onlinedurchsuchungen demonstrieren, noch den Appell gegen die Vorratsdatenspeicherung unterstützen. &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Diesen Satz hört man oft von Menschen, die sich nicht gegen staatliche Überwachung wehren und weder gegen Onlinedurchsuchungen demonstrieren, noch den <a href="http://www.campact.de/vorrat/sn1/signer" target="_top" rel="noopener">Appell</a> gegen die Vorratsdatenspeicherung unterstützen. Aber Sie gehören bestimmt nicht zu diesen Menschen, sondern Sie haben sich die zwei Minuten Zeit genommen, um diesen Appell zu unterzeichnen. Schließlich wollen Sie kein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie von Ihren Enkeln einst gefragt werden, warum denn niemand etwas gegen den Verlust der Freiheit unternommen habe. </p>
<p>Wer sind nun aber diese Leute, die „nichts zu verbergen“ haben? Zunächst einmal sind es Menschen ohne Sexualleben oder mit exhibitionistischen Neigungen. Denn alle anderen wollen ja nicht in jeder Situation observiert werden. Außerdem sind es Menschen, die niemals flunkern, lästern, flirten oder tratschen und vielleicht gar keine Freunde, Nachbarn, Partner und Kollegen haben. Sonst wären sie ja mit ständiger Abhörung nicht einverstanden. Darüber hinaus besuchen diese Menschen nur staatstreue und kindgerechte Internetseiten, weshalb es ihnen nichts ausmacht, dass der Polizist aus der Nachbarwohnung und der Schwager beim BKA ihre Surfgewohnheiten verfolgen. Und natürlich schummeln besagte Menschen nie bei der Steuer, verabscheuen Schwarzarbeit, gehen nicht bei Rot über die Ampel und fahren niemals zu schnell. </p>
<p>Kennen Sie einen dieser Menschen? Ich nicht. Warum wehren sich dann so wenige gegen Überwachungsmaßnahmen?</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Familiengespräch im Manager-Adel</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/familiengespraech-im-manager-adel.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 May 2011 23:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/05/17/familiengespraech-im-manager-adel/</guid>

					<description><![CDATA[„Papa, warum hast du all diese Leute entlassen?“„Damit wir weniger Personalkosten haben und eine höhere Rendite erwirtschaften.“„Und wer soll deine Produkte denn kaufen, wenn die &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Papa, warum hast du all diese Leute entlassen?“<br /><em>„Damit wir weniger Personalkosten haben und eine höhere Rendite erwirtschaften.“</em><br />„Und wer soll deine Produkte denn kaufen, wenn die Menschen arbeitslos sind?“<br /><em>„Die Angestellten der anderen Firmen!“</em><br />„Und wenn deren Chefs genauso denken wie du?“</p>
<p> *</p>
<p>„Papa, warum zahlst du keine Steuern?“<br /><em>„Damit ich mir einen neuen Porsche leisten kann.“</em><br />„Und wo willst du mit dem fahren?“<br /><em>„Auf unseren schönen Autobahnen.“</em><br />„Aber werden die nicht mit Steuergeldern bezahlt?“<br /><em>„Ja, aber mit den Steuern der anderen Leute.“</em><br />„Und wenn die genauso denken wie du?“<br /><em>„Dann von den automatisch eingezogenen Lohnsteuern der Arbeitnehmer.“</em><br />„Aber die hast du doch entlassen!“</p>
<p> *</p>
<p>Hausarbeit: Diskutieren Sie obige Gespräche im Familienkreis und schreiben Sie einen Aufsatz darüber. Wir holen den Text morgen früh bei Ihnen ab. Konsultieren Sie auch die <a href="http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=2989" target="_top" rel="noopener">NachDenkSeiten</a> und <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27305/1.html" target="_top" rel="noopener">Telepolis.</a></p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fernsehnostalgie leicht gemacht</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/fernsehnostalgie-leicht-gemacht.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 May 2011 09:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/05/01/fernsehnostalgie-leicht-gemacht/</guid>

					<description><![CDATA[Wer kennt nicht das Gefühl, eine geliebte Fernsehserie aus Kindertagen wieder im Fernsehen oder auf DVD zu sehen und maßlos enttäuscht zu sein, weil sich &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer kennt nicht das Gefühl, eine geliebte Fernsehserie aus Kindertagen wieder im Fernsehen oder auf DVD zu sehen und maßlos enttäuscht zu sein, weil sich die Begeisterung von früher einfach nicht mehr einstellen will?</p>
<p>Das Phänomen erklärt sich dadurch, dass Erinnerung, Realität und Persönlichkeit unterschiedliche Entwicklungen durchmachen:</p>
<p>In der Erinnerung ist die Fernsehserie als „toll“ abgespeichert, aber diese Beurteilung ist jene des Kindes, das man einst war, und bemisst sich am damaligen TV-Angebot. Die Erinnerung blieb all die Jahre unverändert, aber man selbst ist erwachsen geworden und auch die Fernsehlandschaft hat sich geändert.</p>
<p>Als Erwachsener ist man intelligenter und nicht mehr mit unlogischen Plots und sachlichen Fehlern zufrieden. Man hat auch Lebenserfahrung gewonnen und kann besser beurteilen, ob die Charaktere nachvollziehbar handeln. Die jahrelange Fernseherfahrung wiederum lässt viele Storys vorhersehbar werden, der Zauber des Neuen und Überraschenden ist verflogen.</p>
<p>Das Unterhaltungsangebot ist heute ungleich vielfältiger und technisch brillanter. Pappmaché-Kulissen und merkliche Bluebox-Effekte können wir im Computergrafikzeitalter nicht mehr goutieren. Was uns als Kindern eine perfekte Illusion verschaffte, lässt uns heute mitleidig lächeln.</p>
<p>Wo es einst nur drei Programme gab und man schon euphorisch war, wenn überhaupt mal eine Kindersendung oder amerikanische Serie lief, die man ob ihrer Seltenheit bewusst auskostete, gibt es nun dreihundert Programme, durch die man hindurchzappt, bis die gewünschte Sendung gefunden ist. Die Ansprüche sind gestiegen und vieles, was man damals mangels Alternativen vergötterte, würde einem heute beim Durchschalten gar nicht mehr auffallen.</p>
<p>Die eigenen Erinnerungen sind oft das Beste an einer alten Serie. Schaut man sich diese nun erneut an, mit den Augen eines Erwachsenen, so zerstört man die Erinnerung eher als dass man sie auffrischt, denn die visuellen Eindrücke decken sich nicht mit jenen, die man im Gedächtnis hatte, sondern wirken billig und peinlich.</p>
<p>Eine Lösung kann sein, die nostalgischen Sehnsüchte nicht mit der Originalserie zu stillen, sondern mit der zugrunde liegenden Buchvorlage oder einer Hörspieladaption. Die Bilder, die sich dabei im Kopf einstellen, behalten den Zauber der Jugendzeit, werden quasi vom Gehirn automatisch „upgedatet“, denn gespeichert hat man dort nicht das genaue Aussehen der damaligen Zeichentrick-, Marionetten- oder Realserie, sondern nur eine verklärte Version, die das Hirn mit der Bewertung „schön“ hinterlegt hat und daher positiv getönt abruft.</p>
<p>Erfolgreich erprobt habe ich es mit den Hörbüchern zu „Die Mumins“, „Kalle Wirsch“ und „Biene Maja“, bei denen es sich um Lesungen der Original-Romanvorlagen handelte. Auf diese Weise lebt die Faszination der alten Geschichten wieder auf, ohne dass man sich an Marionettenfäden, Kinderliedeinspielungen oder stockenden Zeichentrickanimationen stören müsste.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Benimmlektion</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/benimmlektion.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 08:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/04/26/benimmlektion/</guid>

					<description><![CDATA[Eine Benimmregel sieht vor, dass man zur Begrüßung erst der Dame und dann dem Herrn die Hand gibt. So weit so gut. Viele Berufssakkoträger und &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Eine Benimmregel sieht vor, dass man zur Begrüßung erst der Dame und dann dem Herrn die Hand gibt. So weit so gut. Viele Berufssakkoträger und Tanzschulabbrecher haben diese Konvention aber so sklavisch verinnerlicht, dass ihnen das Feingefühl in der Anwendung dieser Regel und die Souveränität zum Abweichen von derselben fehlt.</p>
<p>Welcher Mann kennt nicht die Situation: Man öffnet einem Gast die Haustür und streckt ihm freudig die Hand entgegen, doch anstatt diese zu ergreifen, stiefelt der vermeintliche Knigge-Jünger quer durch den Flur, um erst die Dame des Hauses zu begrüßen.</p>
<p>Das ist kein gutes Benehmen! Zum einen muss man eine Dame nur dann als erste grüßen, wenn sie sich in unmittelbarer Nähe und nicht von den Herren entfernt befindet. Vor allem aber ist es ein grober Affront, eine ausgestreckte Hand auszuschlagen! Solch einen Fauxpas zu begehen, nur um eine untergeordnete Konvention einzuhalten, ist in etwa so, als würde man auf den Tisch scheißen, weil man es unschicklich fände, nach der Toilette zu fragen.</p>
<p>Grundsätzlich handelt es sich also um eine aktive und keine passive Regel: Man(n) streckt zwar zuerst der Dame die Hand entgegen, wenn man auf ein Paar trifft, aber falls einem der Herr zuerst die Hand gibt, schlägt man diese nicht aus.</p>
<p> Das schlechte gute Benehmen ist jedoch noch steigerungsfähig durch die Gattung der Oberlehrer: Die lassen ihre Opfer nicht nur mit ausgestrecktem Arm stehen, während sie zur Dame vorpreschen, sondern kommentieren dies auch noch mit einem &#8222;Ladies first&#8220; oder &#8222;Die Dame wird zuerst begrüßt.&#8220;. So gelingt es ihnen, ihren Affront mit einer Zurechtweisung zu garnieren und alle Sympathien zu verspielen, die gutes Benehmen eigentlich gewinnen sollte.</p></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wer sind die Pro-Guttenberger?</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/wer-sind-die-pro-guttenberger.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 15:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/03/02/wer-sind-die-pro-guttenberger/</guid>

					<description><![CDATA[Wenn ein Verteidigungsminister überführt wird, seine Doktorarbeit zum Großteil abgeschrieben zu haben, und die Beweise von jedermann gesichtet werden können, er aber dennoch lediglich inhaltliche &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ein Verteidigungsminister überführt wird, seine Doktorarbeit zum Großteil abgeschrieben zu haben, und die <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki" target="_top" rel="noopener">Beweise</a> von jedermann gesichtet werden können, er aber dennoch lediglich inhaltliche Fehler zugibt und erst auf massiven Druck aus Wissenschaftskreisen zrücktritt, wie kann es dann sein, dass dieser Mensch weiterhin bei großen Bevölkerungsteilen beliebt ist und als &#8222;bester&#8220; oder &#8222;ehrlichster&#8220; Politiker verehrt wird? Die Unterstützerschar für Karl-Theodor zu Guttenberg lässt sich dabei nicht einmal im gewohnten Links-Rechts-Spektrum verorten, denn in den Artikeln und Leserkommentaren der FAZ weht ihm die steife Brise der Empörung entgegen, während er in den Leserkommentaren auf Spiegel Online vielfach verteidigt wird.</p>
<p>Besonders heißblütig wird er auf zwei Facebook-Seiten vergöttert, deren eine sogar fordert <a href="http://www.facebook.com/zuGuttenBACK" target="_top" rel="noopener">&#8222;Wir wollen Guttenberg zurück&#8220;</a> und es auf mehr als eine halbe Million Anhänger gebracht hat. Was sind das für Menschen, die dort Guttenberg bejubeln und seine Verfehlungen marginalisieren? Auf den ersten Blick fällt auf, dass dort keine politischen Argumente zu lesen sind, sondern die Sympathiebekundungen jenen gleichen, die sonst Popstars zuteil werden. Auch gewinnt man anhand der Argumentationsmuster und der Orthografie den Eindruck, dass sich dort in stärkerem Maße Menschen mit geringerer formaler Bildung zusammenfinden als auf anderen politischen Diskussionsplattformen.</p>
<p>Das Blog Netzpolitik.org nahm dies zum Anlass, sich nicht ohne Häme die vermeintlich lustigsten Beiträge der Guttenberg-Fans herauszupicken und in einem <a href="http://www.netzpolitik.org/2011/spas-mit-rucktritt-wir-wollen-guttenberg-zuruck/" target="_top" rel="noopener">Blogbeitrag</a> zu veröffentlichen, den ich zur Versachlichung der Diskussion, leicht abgewandelt, wie folgt <a title="Mein Kommentar bei netzpolitik.org" href="http://www.netzpolitik.org/2011/spas-mit-rucktritt-wir-wollen-guttenberg-zuruck/#comment-416171" target="_top" rel="noopener">kommentierte:</a></p>
<p> </p>
<p>Es bringt nichts, sich über unpolitische Menschen mit einfacher formaler Bildung lustig zu machen.</p>
<p>Was sollen die daraufhin tun, plötzlich gebildet werden? Wie soll das gehen?</p>
<p>Stattdessen muss man sie da abholen und annehmen, wo sie sich emotional und intellektuell befinden. Das ist nicht die abstrakte Welt dröger Politik mit ihren ellenlangen Diskussionen und meterhohen Papierstapeln, sondern es ist die Welt des Events, der Tat, der bewegenden Bilder.</p>
<p>Wer nur Boulevardmedien konsumiert, aber kaum seriöse Zeitungen oder Bücher liest, für den ist alles unterhalb von Superstars, Sensationen und Riesenwirbeln jenseits der Wahrnehmungsschwelle, für den gibt es nur total toll oder total scheiße.</p>
<p>Guttenberg war seit langem der erste Politiker, der es über die Wahrnehmungsschwelle dieser Bevölkerungsgruppe geschafft hat, alle übrigen verschwimmen in ihren Augen in derselben grauen Masse.</p>
<p>Dass er Politiker war, erschien aber nur als Anlass, über ihn zu berichten, nicht jedoch als Inhalt der Boulevardberichte. Deren Konsumenten interessieren sich auch nicht für Politik, sondern für schillernde Prominente.</p>
<p>Guttenbergs Beliebtheit bei dieser Schicht leidet deshalb auch nicht unter seinen Fehlern als Politiker, weil seine Fans gar nicht genau sagen könnten, worin dessen Politik eigentlich besteht, sondern sie sind sich lediglich sicher, dass ein Mensch, der ihnen derart sympathisch ist, auch auf diesem obskuren Feld namens Politik etwas Großes leistet.</p>
<p>Alle Gegenargumente, die Guttenbergs politische Versäumnisse aufzählen, verfangen deshalb nicht. Genauso wenig wie man einer verliebten Teenagerin den nichtsnutzigen Freund ausreden könnte, denn sie liebt ihn ja nicht wegen seines beruflichen Erfolgs. Im Gegenteil verstärkt man in beiden Fällen nur die Anziehung, weil man Trotz erzeugt und ein Bedürfnis, das Objekt seiner Liebe zu verteidigen.</p>
<p>Ein Großteil der Guttenberger scheint mir aus den Gruppen der Nichtwähler und der politisch Uninteressierten zu kommen und sich jetzt erstmals in eine politische Diskussion einzuschalten. Das erklärt auch, warum in vielen Foren so viele Neumitglieder ohne vorherige Beiträge sich für Guttenberg einsetzen. Das ist wohl kein Astroturfing, sondern die haben sich vorher eben nie für Politik interessiert, und jetzt interessieren sie sich zumindest für einen Politiker, allerdings auch nicht wegen dessen Politik, sondern wegen seiner Starqualitäten.</p>
<p>Dadurch unterscheiden sich diese Guttenberger auch von CSUlern. Die CSUler unterstützen Guttenberg, um ihre Politik nicht zu beschädigen. Die Guttenberger unterstützen Guttenbergs (unbekannte) Politik, um Guttenberg nicht zu beschädigen.</p>
<p>Statt Häme über die Guttenberger auszuschütten, sollten sich Bildungsbürger und etablierte Parteien überlegen, wie sie die Alltagspolitik verständlicher, aber auch mal spannender und begeisternder verkaufen könnten, damit nicht nur Buchstabenfresser sich dafür interessieren, sondern auch Menschen mit weniger Abstraktionsvermögen. Warum kann eine Regierungserklärung nicht so mitreißend sein wie eine Apple-Keynote? Man kann doch politische Themen auch mal mit Schwung und Begeisterung verkaufen. Die Boulevardmedien wiederum sollten sich fragen lassen, ob Personalisierung und ständiges emotionales Dauerfeuer der einzige Weg sein muss, die Zielgruppe anzusprechen, oder ob man nicht mal ein paar Gänge zurückschalten kann; wer ständig Überwürztes isst, verliert das Gespür für die feineren Geschmacksnuancen.</p>
<p>Nehmen wir also die Trauer der Guttenberger ernst, sie haben wirklich etwas verloren. Und das Verlorene sollte man ihnen auch zurückgeben, aber nicht in der Person Guttenbergs, sondern indem man ein wenig vom Auftreten und vom Verkäufertalent Guttenbergs in die für viele allzu graue Politikwelt übernimmt. Man kann von Guttenberg durchaus lernen, wie man Begeisterung erzeugt, wie man Tatkraft ausstrahlt, wie man Menschen für sich gewinnt. Das sind Dinge, die auch ehrliche Politiker durchaus plagiieren dürfen, und dabei muss die politische Substanz keineswegs auf der Strecke bleiben.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>eBook-Reader: iPad oder ePaper?</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/ebook-reader-ipad-oder-epaper-und-welches.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2011/01/09/ebook-reader-ipad-oder-epaper-und-welches/</guid>

					<description><![CDATA[Ein iPad ist ideal für jene, die bisher nur einen stationären Computer im separaten Arbeitszimmer nutzen, denn sie erhalten nun endlich vom Sofa aus Zugriff &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein <a href="http://www.apple.com/de/ipad/" target="_top" rel="noopener">iPad</a> ist ideal für jene, die bisher nur einen stationären Computer im separaten Arbeitszimmer nutzen, denn sie erhalten nun endlich vom Sofa aus Zugriff aufs Internet und können abends mal beim Fernsehen etwas in der Wikipedia oder Filmdatenbank nachschauen oder Facebooknachrichten verschicken. </p>
<p>Man befreit dadurch das Internet aus seinem Computergefängnis, denn wenn man während eines Gesprächs oder einer Fernsehsendung wissen möchte, wer Neo Rauch ist, will man sich dafür nicht wirklich &#8222;an den Computer setzen&#8220;, sondern einfach die Wikipedia aufschlagen oder die Google-Bildersuche bemühen.</p>
<p>Hat man hingegen bereits ein Notebook oder Smartphone, überschneidet sich das Einsatzgebiet des iPads damit, sodass die zusätzliche Anschaffung schwerer zu rechtfertigen ist. </p>
<p>Als eBook-Reader hat das iPad Vor- und Nachteile: </p>
<p>Die Vorteile sind, dass man auch bei Dunkelheit lesen kann und dass aufwändige Layouts und Illustrationen originalgetreu wiedergegeben werden, was bei Comics, Zeitschriften und vielen Sachbüchern wünschenswert ist. </p>
<p>Die Nachteile sind folgende: Der Akku hält zwar den ganzen Tag, aber nicht mehrere Wochen wie bei ePaper-Geräten, was jedoch nicht allzu praxisrelevant ist. Das Gewicht ist zu hoch, um das iPad lange in einer Hand zu halten oder mit zwei Händen über dem Kopf, wenn man im Liegen liest. Es gleicht doch eher einem dicken Hardcoverbuch, das man zum Lesen auf den Knien hat. Auch zum Mitnehmen ist es zwar kleiner als jedes Notebook, aber sperriger als ein Taschenbuch. Die Tatsache, dass es neben der eBook-Readerfunktion noch tausenderlei Spiele und Internetprogramme (Browser, Twitter) bieten kann, vermag leicht vom Lesen abzulenken. Das Display ist zum Lesen an der hellen Sonne schlecht geeignet, wie Notebooksdisplays generell, also ungeeignet für den Strand oder die Liegewiese. </p>
<p>Ein letzter Nachteil ist Empfindungssache: Manche Menschen haben Einschlaf-Schwierigkeiten, wenn sie bis spät abends vor einem kaltlichtigen Leuchtmonitor sitzen. Der Körper ist eher darauf eingestellt, dass zur Schlafenszeit hin eine wärmere, mehr ins rötliche Spektrum gehende Beleuchtung herrscht. Außerdem werden die Dinge des täglichen Lebens indirekt beleuchtet und leuchten nicht selbst unmittelbar ins Auge wie ein Computerdisplay. </p>
<p>Somit kommen wir zu den Vorteilen der ePaper-basierten eBook-Reader: </p>
<p>Deren Bildschirme sind nicht hintergrundbeleuchtet, sondern sehen aus wie bedrucktes Umweltschutzpapier. Zum Lesen bedarf es indirekter Beleuchtung wie bei einem Buch. Im Dunkeln sieht man nichts darauf, aber dafür lassen sie sich sogar in hellstem Sonnenlicht problemlos lesen, wo das iPad passen muss. </p>
<p>Liest man vorm Schlafengehen auf einem ePaper-Gerät, hat man nicht das Gefühl, &#8222;bis zuletzt vorm Computer gesessen&#8220; zu haben, wie es beim iPad der Fall sein kann, sondern es ist, als habe man ein papierenes Buch gelesen, und somit für meinen Geschmack entspannender. </p>
<p>Weil ePaper nur beim Umblättern Strom verbraucht, nicht aber beim Anzeigen, muss man ein solches Gerät nur alle paar Wochen aufladen, kann es also ohne Netzteil mit in den Urlaub nehmen. </p>
<p>Im Gewicht liegen die meisten eBoook-Reader deutlich unter dem iPad, können also in den gewohnten Lesehaltungen eines Buches genutzt werden. </p>
<p>Ich habe mich beispielsweise für den Bookeen CyBook <a href="http://www.bookeen.com/en/cybook/?id=1" target="_top" rel="noopener">Opus</a> entschieden, weil er nur 150g wiegt, ein kleines 5&#8243;-Display hat und einen schmalen Displayrahmen ohne Tastatur. Damit war er für mich der erste eBook-Reader, der handlicher als ein Papierbuch ist, den man also bequem zwischen zwei Fingern halten kann und der die Tasche weniger ausbeult als ein Taschenbuch. Das reduzierte Äußere lässt weniger das Gefühl aufkommen, ein elektronisches Lesegerät mit sich herumzutragen, als vielmehr eine kleine Anzeigetafel, bei welcher der technische Überbau in den Hintergrund tritt. </p>
<p>Der Opus ist aber ein Gerät für Puristen, die nicht mehr von einem eBook-Reader verlangen, als darauf Texte lesen zu können. Er bietet keine Notizfunktionen, kein Wörterbuch, keinen Wikipediazugriff, keine drahtlose Verbindung, keinen eingebauten Buchladen. </p>
<p>Der Amazon <a href="http://www.amazon.com/kindle" target="_top" rel="noopener">Kindle</a> hingegen bietet für weniger Geld all diese und noch mehr Funktionen, weshalb er (trotz gegenteiliger Meinung der Stiftung Warentest) rein objektiv betrachtet die bessere Wahl scheint. Vom Gefühl her missfiele mir an ihm jedoch, eine Tastatur unten am Buch zu haben, zumal diese mitsamt dem 6&#8243;-Display das Gerät zu groß für die Hosentasche werden lässt, sodass man es häufiger zu Hause lassen wird als den kleineren Opus. Auch ist die Auswahl deutschsprachiger Bücher für den Kindle noch recht dürftig. </p>
<p>Neben den Vorteilen der ePaper-Technologie sollte man auch ihre gravierenden Nachteile nicht vergessen: Man kann damit nur unbewegte schwarz-weiße Grafiken mit wenigen Graustufen anzeigen und bei jedem Umblättern wird der gesamte Bildschirm einmal schwarz und baut sich dann neu auf. Neben dem iPad, das Farben, Animationen und Filme beherrscht, wirkt ein ePaper-Gerät wie ein 80er-Jahre-Relikt. Technisch ist es zwar die modernere Lösung, aber zu schätzen weiß man das nur, wenn man überwiegend Fließtexte lesen will. Die bessere Bezeichnung wäre eigentlich statt eBook-Reader eher eNovel-Reader, denn für Bücher mit mehrspaltigem Layout, Illustrationen, Textkästchen und Tabellen eignet sich der einfarbige kleine Bildschirm kaum, sondern bevorzugt für Romane und Fachbücher, die aus reinem Text bestehen, dessen Schriftgröße und Paginierung man dann dem eigenen Bedarf anpassen kann. </p>
<p>ZUSAMMENFASSUNG: </p>
<p>Wenn man eine spartanische Möglichkeit möchte, um tausende Literaturklassiker ablenkungsfrei überall lesen zu können, kaufe man den Bookeen CyBook Opus. Wenn man mit den Texten auch arbeiten möchte (Anmerkungen notieren, Worte nachschlagen, Textstellen suchen), dann nehme man den Amazon Kindle, der das bessere Preis-Leistungsverhältnis bietet. Wenn man noch kein Notebook hat und neben Büchern auch viele Internettexte (Blogs, Zeitungsseiten) lesen will, dann nehme man das iPad, welches sein Geld auf jeden Fall wert ist. Andere Tabletcomputer können diesem vom Bedienungscomfort her nicht das Wasser reichen und sind allenfalls Computerfreakspielzug, das man sich nicht antun sollte, denn der Witz dieser Gerätekategorie soll ja gerade sein, dass man von EDV-Problemen verschont bleibt und sich ganz auf die Inhalte konzentriert.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum Tweetklau uncool ist</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/warum-tweetklau-uncool-ist.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 12:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2010/12/10/warum-tweetklau-uncool-ist/</guid>

					<description><![CDATA[Ich schätze es, wenn meine Tweets zitiert werden, habe aber ein Problem damit, wenn dies ohne Quellenangabe geschieht, und zwar aus zwei Gründen: 1. Ein &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schätze es, wenn meine Tweets zitiert werden, habe aber ein Problem damit, wenn dies ohne Quellenangabe geschieht, und zwar aus zwei Gründen:</p>
<p> 1. Ein Zitat ohne Urhebernennung wird wiederum von anderen abgeschrieben und verbreitet sich in dieser anonymisierten Form immer weiter. Irgendwann ist selbst per Google kaum noch ersichtlich, dass ich der Urheber war, weil Dutzende von Sprüche-Websites, Foren und Onlinemagazinen noch oberhalb des Originalzitats in den Suchergebnissen erscheinen. Liest dann jemand mein <a href="http://haekelschwein.de/tweetbuch" target="_self" rel="noopener">Tweetbuch,</a> so werden ihm viele Tweets irgendwie bekannt vorkommen, weil er sie bereits als „herrenlose Sprüche“ auf diversen Websites gelesen hat, und er wird annehmen, ich hätte sie dort abgeschrieben, obwohl es sich umgekehrt verhält.</p>
<p>2. Wenn kommerzielle und werbefinanzierte Anbieter meine Tweets quellenlos übernehmen, so generieren sie dadurch Interesse an ihrem Produkt und verdienen mit Hilfe meiner Tweets Geld, während ich im Gegenzug nicht dafür kompensiert werde, nicht einmal in der Währung Aufmerksamkeit, die sich in Homepagebesucher und Follower ummünzen lässt. Mir bringen jene Tweetübernahmen weder Anerkennung noch Aufträge oder Verkäufe ein, wohl aber dem Medium, das sich meiner Tweets bedient.</p>
<p>Die Lösung ist ganz einfach: Auf Twitter selbst erwähne man den Urheber entweder manuell oder man nutze die offizielle Retweet-Funktion. Anderswo nenne man den Urheber in Klammern nach dem Zitat und verlinke seinen Namen mit dem zugehörigen Twitteraccount oder der Einzeltweetansicht. </p>
<p>Kann man den Urheber partout nicht ausmachen, ist es immer noch besser, das Zitat als „Internetfundstück“ oder Ähnliches zu kennzeichnen, als den Eindruck zu erwecken, man habe es selbst ersonnen, denn zumindest gibt man so dem Leser noch eine Anregung zur Eigenrecherche. </p>
<p>Für Zitate von Schriftstellern und Komikern gilt analog das gleiche, manche Twitteraccounts speisen sich ja selbst ausschließlich daraus. Eine Ausnahme sind lediglich Sentenzen, die schon in den allgemeinen Zitatenschatz eingegangen sind und deren Urheber ohnehin jeder kennt.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alltagssünder</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/alltagssuender.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 15:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2010/11/12/alltagssuender/</guid>

					<description><![CDATA[In Göttingen führt Richtung Innenstadt die vierspurige Weender Landstraße, die beidseitig schöne breite Radwege hat, welche traditionell in beide Richtungen benutzt werden. Wie ich und &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In Göttingen führt Richtung Innenstadt die vierspurige Weender Landstraße, die beidseitig schöne breite Radwege hat, welche traditionell in beide Richtungen benutzt werden. </p>
<p>Wie ich und tausend andere Göttinger unlängst durch eine freundliche Polizeikontrolle erfuhren, darf der Radweg aber nur in eine Richtung befahren werden. </p>
<p>Ich muss zugeben, dass mir das völlig neu war, obwohl es nach der StVO eigentlich hätte klar sein müssen. Aber die Tatsache, dass sich an diese Regel nie jemand hielt und man auf beiden Seiten stets Gegenverkehr hatte, ließ den Gedanken gar nicht erst aufkommen. Hinzu kommt, dass nach der letzten Kreuzung ein Durchfahrtsverbotsschild für Radfahrer steht und ich dort immer brav die Straßenseite wechselte, weil ich annahm, der restliche Radweg sei nur noch einseitig. In Wahrheit ist das Schild aber überflüssig, wie ich erstaunt zur Kenntnis nahm, und das Durchfahrtsverbot gilt für den gesamten Radweg in der besagten Richtung und nicht erst ab dem Schild. </p>
<p>Auf ein Verwarngeld von 15 Euro wurde verzichtet, womit wenigstens widerlegt ist, dass Verkehrskontrollen nur zur Füllung des Staatssäckels dienten, denn mit den Einnahmen dieser Aktion hätte man gewiss ein neues Polizeiauto kaufen können. </p>
<p>Dennoch kam ich ins Grübeln darüber, wie häufig man doch im Alltag gegen Gesetze verstößt, ohne sich der geringsten Schuld bewusst zu sein. </p>
<p>Wenn die feuchten Träume unserer Innenminister wahr würden und wir eine lückenlose Videoüberwachung zur Ahndung selbst kleinster Übertretungen hätten, fiele mancher brave Staatsbürger, der &#8222;nichts zu verbergen&#8220; hat, spätestens dann aus allen Wolken, wenn sein Briefkasten vor Bußgeldbescheiden überquölle. </p>
<p>Man stelle sich das einmal praktisch vor: Ich fahre täglich viermal diesen Radweg. Jedes Mal erfasst mich die Überwachungskamera und identifiziert mich anhand der in meinem Ausweis gespeicherten Gesichtsmerkmale. Am Ende des Monats erhalte ich dann plötzlich eine Rechnung über 1.800 Euro, und zwar völlig zu Recht und unanfechtbar, weil ich tatsächlich täglich vier Verkehrsverstöße beging. Dass es welche waren, erfahre ich zwar erst durch diesen Bußgeldbescheid, aber Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Falls die Rechnung erst am Jahresende präsentiert würde, müsste ich sogar rund 20.000 Euro zahlen, bevor ich mein Verhalten entsprechend anpassen könnte. </p>
<p>Zum Glück ist es noch nicht so weit, aber manch einer wird sich dann wundern, dass seine Weste doch nicht so weiß ist, wie er immer dachte.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Historische Programmschleifen</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/historische-programmschleifen.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 20:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2010/10/19/historische-programmschleifen/</guid>

					<description><![CDATA[Das Geheimnis von Programmschleifen sei, dass man den Lochstreifen mit acetonverdünntem UHU zusammenfüge, damit er nicht im Lesegerät festklebe. Das erzählte Prof. Dr. Rudolf Kippenhahn, &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Geheimnis von Programmschleifen sei, dass man den Lochstreifen mit acetonverdünntem UHU zusammenfüge, damit er nicht im Lesegerät festklebe. </p>
<p> Das <a title="Vortragsbeschreibung" href="http://www.planetarium-goettingen.de/vortragsreihe/vortraege17.html#1" target="_top" rel="noopener">erzählte</a> Prof. Dr. Rudolf Kippenhahn, der vor 60 Jahren am ersten in Göttingen gebauten Computer astronomische Berechnungen vornahm. </p>
<p>Die Taktfrequenz dieses Göttinger Universitätscomputers G1 betrug damals vor 60 Jahren 2 Hertz. Mein Telefon arbeitet heute mit 412 Millionen Hertz.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bürger oder Humankapital</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/buerger-oder-humankapital.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 14:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2010/10/19/buerger-oder-humankapital/</guid>

					<description><![CDATA[Einwanderer nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit auszuwählen, heißt auch, dass wir uns selbst nur als Humankapital statt Bürger sehen. Wer zu uns gehört und wer nicht, entscheidet &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einwanderer nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit auszuwählen, heißt auch, dass wir uns selbst nur als Humankapital statt Bürger sehen.</p>
<p>Wer zu uns gehört und wer nicht, entscheidet dann im Endeffekt die Wirtschaft: Bürger = für die Wirtschaft brauchbar.</p>
<p>Eine extreme Fortführung wäre, dass irgendwann die ersten Bürger als Minderleister aus Deutschland entlassen werden.</p>
<p>Bewertungsmaßstäbe, die zunächst nur an der Peripherie und beim Fremden angesetzt wurden, fanden immer irgendwann den Weg in die Mitte.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Spendenfreudige Milliardäre</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/spendenfreudige-milliardaere.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 12:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2010/09/01/spendenfreudige-milliardaere/</guid>

					<description><![CDATA[Spendenfreudige Milliardäre sind wie prügelnde Ehemänner, die zum Hochzeitstag einen Blumenstrauß kaufen. Sich gegen Steuern wehren, aber dann ein soziales Gewissen nach Gutsherrenart pflegen, anstatt &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Spendenfreudige Milliardäre sind wie prügelnde Ehemänner, die zum Hochzeitstag einen Blumenstrauß kaufen. Sich gegen Steuern wehren, aber dann ein soziales Gewissen nach Gutsherrenart pflegen, anstatt das neoliberale System in Frage zu stellen. Steuern sind demokratisch (alle entscheiden über deren Verwendung), Spenden sind absolutistisch (nur der Spender entscheidet). Deswegen wäre es nobler, wenn sich Milliardäre statt zu spenden dafür einsetzten, höher besteuert zu werden und mehr Lohn zahlen zu müssen.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zwei liebreizende Definitionen</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/zwei-liebreizende-definitionen.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 16:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2010/08/10/zwei-liebreizende-definitionen/</guid>

					<description><![CDATA[Aus dem Zedler Universal-Lexikon von 1738: ‎ Liebäugeln heisset, wenn das Frauenzimmer einer Manns-Person, so sie zu ihrem Liebhaber erkieset, allerhand verliebte Blicke und Minen &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zedler-lexikon.de/blaettern/einzelseite.html?id=160590&amp;bandnummer=17&amp;seitenzahl=0494&amp;supplement=0&amp;dateiformat=1" target="_top" rel="noopener">Aus dem Zedler Universal-Lexikon von 1738:</a> ‎</p>
<p><em>Liebäugeln</em> heisset, wenn das Frauenzimmer einer Manns-Person, so sie zu ihrem Liebhaber erkieset, allerhand verliebte Blicke und Minen mercken lässet. </p>
<p> ‎<em>Liebe</em> ist diejenige Gemüths-Neigung, nach welcher man sich des Geliebten Wohl als sein eigenes zu befördern angelegen seyn lässet.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Garden of Lupines</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/garden-of-lupines.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 23:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2010/06/29/garden-of-lupines/</guid>

					<description><![CDATA[Einst stand ich im Lupinengarten,über der Schulter meinen Spaten,und blickte in die Abendsonne,derweil mich deuchte voller Wonne,dass nichts seit alten Kindertagen,den’ schon so lang’ ich &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einst stand ich im Lupinengarten,<br />über der Schulter meinen Spaten,<br />und blickte in die Abendsonne,<br />derweil mich deuchte voller Wonne,<br />dass nichts seit alten Kindertagen,<br />den’ schon so lang’ ich musst’ entsagen,<br />mich jemals so mit Glück erfüllte<br />und meinen Lebenshunger stillte,<br />wie dieses kleine Fleckchen Erde,<br />das ich auf ewig lieben werde,<br />denn selbst wenn ’s Leben ich verlier,<br />wachsen Lupinen über mir.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tierschwänke</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/tierschwaenke.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Jun 2010 16:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2010/06/12/tierschwaenke/</guid>

					<description><![CDATA[Einst fragte der Schneck seine Schnecke: Kommst du mit mir hinter die Hecke? Da sagte die Schnecke zum Schneck: Als Zwitter hat das keinen Zweck! &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einst fragte der Schneck seine Schnecke:<br /> Kommst du mit mir hinter die Hecke?<br /> Da sagte die Schnecke zum Schneck:<br /> Als Zwitter hat das keinen Zweck! </p>
<p>Einst trank eine Katze viel Bowle,<br /> auf dass sie &#8217;nen Kater sich hole.<br /> Auch Sport trieb sie lange und viel,<br /> ein Muskelkater war ihr Ziel. </p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Märchen von Hans und Peter</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/das-maerchen-von-hans-und-peter.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 May 2010 14:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2010/05/23/das-maerchen-von-hans-und-peter/</guid>

					<description><![CDATA[Heinrich und Paul sind Nachbarskinder. Ihre Väter sind Arbeitskollegen in der Autofabrik und verdienen dasselbe. Beide Kinder studieren nach gemeinsamer Schulzeit. Heinrich wird Manager und &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Foto 'Frankfurt' auf Flickr.com" href="http://www.flickr.com/photos/8481721@N03/4630018056" target="_top" rel="noopener"></a></p>
<p>Heinrich und Paul sind Nachbarskinder. Ihre Väter sind Arbeitskollegen in der Autofabrik und verdienen dasselbe. Beide Kinder studieren nach gemeinsamer Schulzeit. Heinrich wird Manager und Paul wird Ingenieur. Sie finden Arbeit in der Autofabrik.</p>
<p>Um den Aktienkurs zu verdoppeln, entlässt Heinrich die Hälfte der Belegschaft. Zum Dank wird sein Jahressalär auf zwei Millionen erhöht. So viel kann Heinrich gar nicht ausgeben. Jedes Jahr bringt er eine Million auf sein Sparbuch.</p>
<p>Paul ist einer der Entlassenen. Er hatte auch mal ein Sparbuch, aber das musste er plündern, bevor er Arbeitslosengeld 2 bekam. Sein Haus wurde versteigert. Heinrich hat es gekauft. Um es abzureißen.</p>
<p>Hans ist Heinrichs Sohn. Er wächst in einer Villa auf und wird sein Leben lang nicht arbeiten müssen. Seine Familie ist auf Generationen hinaus reich, weil sein Vater Manager war.</p>
<p>Peter ist Pauls Sohn. Er wächst in einer schäbigen Sozialwohnung auf. Ein Studium kann er sich nicht leisten, er wird Gärtnergehilfe. Wenn er die Blumen des Villengrundstücks gießt, denkt er daran, dass hier einmal das Elternhaus seines Vaters stand, und wie schön es doch die reichen Leute haben, die jetzt hier wohnen.</p>
<p>Hans ist reich. Peter ist arm. Es gibt reiche und arme Menschen auf der Welt. Und jeder ist seines Glückes Schmied. Oder?﻿</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Politiker und die Frau Politikerin</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/der-politiker-und-die-frau-politikerin.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 May 2010 12:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2010/05/02/der-politiker-und-die-frau-politikerin/</guid>

					<description><![CDATA[Der Deutschlandfunk und andere Medien setzen vor weibliche Politikernamen stets „Frau“, aber vor männliche nie „Herr“: also nur „Schäuble“, aber „Frau Merkel“. Soll das ein &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Deutschlandfunk und andere Medien setzen vor weibliche Politikernamen stets „Frau“, aber vor männliche nie „Herr“: also nur „Schäuble“, aber „Frau Merkel“. Soll das ein Warnhinweis sein?</p>
<p>Auf mich wirkt es sexistisch, wenn nur weibliche Politiker mit einer Geschlechtsklassifikation qualifiziert werden. Entweder Frau <em>und</em> Herr oder nix!</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lenzlodern</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/lenzlodern.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 15:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2010/03/21/lenzlodern/</guid>

					<description><![CDATA[Los, lauer Lenz,lass linde LüfteliebeslüsterndeLippen laben! Lass LedigelächelndLeidenschaft lernen,locke lohende Libido! (Veröffentlicht bei Twitter-Lyrik 2010)]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Los, lauer Lenz,<br />lass linde Lüfte<br />liebeslüsternde<br />Lippen laben!</p>
<p>Lass Ledige<br />lächelnd<br />Leidenschaft lernen,<br />locke lohende Libido!</p>
<p><small>(Veröffentlicht bei <a href="http://www.twitter-lyrik.de/">Twitter-Lyrik</a> 2010)</small></p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Über Twitter und &#8222;Ich male meine Follower&#8220;</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/ueber-twitter-und-ich-male-meine-follower.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 19:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2010/03/01/ueber-twitter-und-ich-male-meine-follower/</guid>

					<description><![CDATA[Alles Neue polarisiert, ob in Kunst, Literatur oder Kommunikation. Das gilt erst recht dort, wo alle drei Bereiche zusammentreffen, wie es hier der Fall ist. &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alles Neue polarisiert, ob in Kunst, Literatur oder Kommunikation. Das gilt erst recht dort, wo alle drei Bereiche zusammentreffen, wie es hier der Fall ist. </p>
<p>Um Twitter zu begreifen, muss man zuerst verstehen, dass es ein Medium und nicht ein Inhalt ist. Es liegt am Twitterer, was er daraus macht, genau wie sich zwischen zwei Buchdeckeln Hochliteratur oder ein Teenagertagebuch befinden kann. </p>
<p>Twitter hat zu einer neuen Blüte des Aphorismus, des Aperçus, des Bonmots geführt. Georg Christoph Lichtenberg und Oscar Wilde wären heute Twitterer. Andere Tweetautoren widmen sich der Poesie, der Ultrakurzgeschichte oder der Alltagsmomentaufnahme. </p>
<p>Man muss als Lesender diese Blüten der Twitterwiese wie ein Schmetterling anfliegen, indem man sie in seine Timeline einflicht. Wer nur wie ein Rindvieh das Gras abfrisst, wird dieser Schönheit nicht ansichtig werden. </p>
<p>Zum zweiten muss man verstehen, dass Twitter interaktiv ist. Was der eine schrieb, wird von den anderen bewertet, weitergegeben und kommentiert. Ein direkteres Feedback hat nie zuvor ein Autor gehabt. </p>
<p>Nicht umsonst heißen die Leser eines Twitterers seine Follower, es sind mehr als bloße Rezipienten. </p>
<p>Was nun ist das Besondere an Michaela von Aichbergers Projekt <a href="http://www.ich-male-meine-follower.de/" target="_top" rel="noopener">Ich-male-meine-Follower?</a></p>
<p>Dreierlei! </p>
<p>Zum einen portraitiert sie nicht den Menschen, sondern dessen virtuelle Repräsentation, was anhand der Tweetinhalte, des Symbolbildes oder des Pseudonyms geschieht. Sie interpretiert also frei nach ihrem eigenen Empfinden die Onlinepersönlichkeit ihrer Follower und setzt sie grafisch um. Das ist etwas konzeptionell Neues, das mit traditioneller Portraitzeichnung nur wenig gemein hat. </p>
<p>Zum zweiten nutzt sie ein Medium, das eigentlich nur aus 140-zeichigen Texten besteht, als grafischen Schaffens- und Schauraum, denn ihre Bilder veröffentlicht sie vornehmlich im Internet. </p>
<p>Die realen Ausstellungen sind die dritte Besonderheit, weil sie gleichsam ein Happening darstellen, das die Onlinewelt in die anfassbare Welt holt und es den Twitterern ermöglicht, einander in Fleisch und Blut kennenzulernen und zu sondieren, wie sich die virtuelle Person von der realen und beide wiederum von der gezeichneten unterscheidet. Hier treffen Mensch, Portrait und Twitteridentität aufeinander.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schriftspielerin</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/schriftspielerin.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 19:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2010/02/17/schriftspielerin/</guid>

					<description><![CDATA[Könnte man aus dem Fall Hegemann nicht ein für alle Seiten zufriedenstellendes Geschäftskonzept machen? Im Musikbusiness ist es schon lange üblich, dass hübsche Frontsängerinnen vor &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Könnte man aus dem Fall Hegemann nicht ein für alle Seiten zufriedenstellendes Geschäftskonzept machen?</p>
<p>Im Musikbusiness ist es schon lange üblich, dass hübsche Frontsängerinnen vor der Kamera rumtanzen, während andere die Musik machen.</p>
<p>Es fehlt der Beruf der “Schriftspielerin”, die gegen Honorar öffentlich als Autorin auftritt &#8211; quasi das Gegenteil eines Ghostwriters.</p>
<p>Das nützt der Schüchternheit des Autors, dem Geltungsbedürfnis der Jugend und der Altherrenphantasie des Feuilletonisten. Ergo: $$ für alle!</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Worauf kommt es im Leben an?</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/worauf-kommt-es-im-leben-an.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 11:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2010/02/17/worauf-kommt-es-im-leben-an/</guid>

					<description><![CDATA[Streng genommen kommt es im Leben auf gar nichts an, weil das Endergebnis immer der Tod ist. Das Leben ist aber angenehmer, wenn man sich &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Streng genommen kommt es im Leben auf gar nichts an, weil das Endergebnis immer der Tod ist. Das Leben ist aber angenehmer, wenn man sich die Illusion schafft, dass es entweder ein Leben nach dem Tode gibt, oder dass zumindest das Fortbestehen der Welt nach dem eigenen Tode eine Relevanz hat, obschon man nicht mehr daran teilnimmt.</p>
<p>Bei vielen Menschen entsteht daraus der Wunsch, etwas Bleibendes zu hinterlassen. Meistens sind dies die eigenen Nachfahren oder ein Lebenswerk auf wirtschaftlichem, wissenschaftlichem, karitativem oder künstlerischem Gebiet.</p>
<p> Dieses zu erreichen und dabei möglichst angenehm zu leben, darauf kommt es an. Was als angenehm empfunden wird, ist dabei höchst unterschiedlich und beinhaltet idealerweise, dass man auch seinen Mitmenschen das Recht auf ein angenehmes Leben zugesteht.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wird sich die Menschheit einst selbst auslöschen?</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/wird-sich-die-menschheit-einst-selbst-ausloeschen.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 21:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2010/02/15/wird-sich-die-menschheit-einst-selbst-ausloeschen/</guid>

					<description><![CDATA[Die Erde wird alle hundert Millionen Jahre mal von einem Meteoriteneinschlag verwüstet, der den Großteil allen Lebens vernichtet. Beim letzten Mal hat es die Dinosaurier &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Erde wird alle hundert Millionen Jahre mal von einem Meteoriteneinschlag verwüstet, der den Großteil allen Lebens <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Massenaussterben">vernichtet.</a> Beim letzten Mal hat es die Dinosaurier erwischt, beim ersten Mal die Trilobiten.</p>
<p>Um nicht ständig wieder von vorn zu beginnen, muss die Natur intelligentes Leben hervorbringen, das sich die technischen Möglichkeiten schafft, um einen erneuten Einschlag abzuwehren. Der Mensch ist das erste Lebewesen, das durch Raumfahrt- und Waffentechnik diese Voraussetzung erfüllt.</p>
<p>Die Kehrseite dieser Entwicklung ist, dass die Natur dadurch erstmals die Fähigkeit zur Selbstauslöschung hervorbrachte. Falls es nicht dazu kommt, ist der Mensch aber die einzige Daseinsinform, in welcher sich die Natur gegen kosmische Katastrophen wehren kann und vielleicht eines Tages sogar auf einen anderen Planeten übersiedeln.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Darf der Staat Steuersünder-CDs kaufen?</title>
		<link>https://haekelschwein.de/blogartikel/items/darf-der-staat-illegale-steuersuender-cds-kaufen.htm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[haekelschwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 12:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weitgeschweiftes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://quantenleser.on-rev.com/hs/2010/02/06/darf-der-staat-illegale-steuersuender-cds-kaufen-2/</guid>

					<description><![CDATA[Es ist bedenklich, wenn der Staat jene Informationen, die er sich legal nicht beschaffen darf, durch die Bezahlung von Verbrechern zu erlangen sucht. Aus gutem &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist bedenklich, wenn der Staat jene Informationen, die er sich legal nicht beschaffen darf, durch die Bezahlung von Verbrechern zu erlangen sucht.</p>
<p>Aus gutem Grund schränken wir die Allmacht des Staates ein, damit dem Bürger ein geschützter Freiraum bleibt, der zwar von Einzelnen missbraucht wird, aber dennoch unabdingbar ist.</p>
<p>Würde sich der Staat nun hintenherum der Dienste von Dieben, Erpressern und Gewalttätern bedienen dürfen, um herauszufinden, welche Straftaten seine Bürger begangen haben, wäre die Einschränkung der staatlichen Allmacht damit aufgehoben.</p>
<p>So sehr ich also den Steuerhinterziehern ihre gerechte Strafe und der Staatskasse ihre Einnahmen gönne, so wenig scheint es mir ein gangbarer Weg, durch Belohnungszahlungen Datendiebe anzustiften.</p>
<p>Der richtige Weg wäre vielmehr, das Problem an der Wurzel zu packen, sodass die Verschaffung von Geld auf ausländische Schwarzkonten oder in Steueroasen gar nicht mehr möglich ist.</p>
<p>Kleine Länder wie die Schweiz oder Liechtenstein können es sich leisten, ihre Gesetze und Steuern so auszurichten, dass die eigenen Banken von Geldflüssen aus größeren Ländern profitieren. Dieses einseitige Anzapfen muss aufhören, denn es unterstützt Steuerhinterziehung in den Herkunftsländern mit dem alleinigen Ziel der Bereicherung des eigenen Landes.</p>
<p>Es ist ein Gebaren, das dem Niedrigsteuerwettbewerb innerhalb der EU gleicht: Manche Mitgliedsstaaten versuchen durch Dumpingsteuern ausländische Konzerne zur Umsiedlung in ihr Land zu bewegen, was bei ihnen Arbeitsplätze schafft, aber anderswo in der EU welche vernichtet. Reichen dann die eigenen Steuereinnahmen nicht mehr aus, beantragt man EU-Hilfen, die von jenen Ländern gezahlt werden müssen, denen man gerade die Konzerne aus dem Land gelockt hat.</p>
<p>Die Staaten müssten einander weniger als Konkurrenten denn als Kollegen betrachten und sich nicht von Konzernen und Millionären gegeneinander ausspielen lassen, weil der Leidtragende im Endeffekt immer der einfache Bürger ist, dem das Freibad und die Bibliothek geschlossen oder die Sozialhilfe gekürzt wird, weil die Staatskassen leer sind.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
