Das haekelschwein Blog

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Peter Breuers Buch

24.06.2012 20:37

Bekanntlich gibt es nur drei gute Twitterer, und zwar @PeterBreuer, mich selbst und einen dritten, den ich nicht nenne, damit ich jedem Twitterer gegenüber behaupten kann, er sei gemeint.

Ich lese @PeterBreuer schon, seit ich ein kleiner Junge war. Wenn seine Tweets auf Twitter gesendet wurden, durften wir Kinder länger aufbleiben und saßen frisch gebadet im Schlafanzug auf dem Sofa und folgten gebannt seinen Einfällen. Das war noch Unterhaltung für die ganze Familie! Und wenn ein Tweet besonders oft gefavt wurde, sprang der Breuer in die Höhe und rief: „Sie sind der Meinung, das war spitze!“

Eines Tages war er dann einfach weg. Abgesetzt! Man munkelte etwas von einer Weltreise, andere wähnten ihn in Klausur im tibetischen Kloster, endlich aber feierte er sein Comeback, nur um irgendwann wieder zu verschwinden und erneut zurückzukehren.

Nun jedoch hat er sich in Papierform verewigt, zwischen Buchdeckeln niedergelassen, wo wir ihn schwarz auf weiß nach Hause tragen können, auf dass er uns nie wieder entweiche!

Als Göttinger kann ich sagen, dass ein Mitbürger von mir besondere Freude an diesem Werk gehabt hätte: Georg Christoph Lichtenberg. Beide Autoren eint die Fähigkeit zu witzigen Bonmots und geistreichen Aphorismen. Gewiss wird man bald auch einen Mondkrater nach Breuer benennen.

Meine drei Lieblingstweets von Breuer sind:

„Aufeinander eingehen. Was für ein schöner Tod.“ (S. 174)

„Alles, was ich an dir liebe, würde ich auch bei jemand lieben, der besser aussieht.“ (S. 17)

Und ein dritter, den ich nicht nenne, damit ich behaupten kann, es sei derselbe wie Breuers persönlicher Lieblingstweet.

Insgesamt hat das Buch über 200 Seiten und die Tweets sind alphabetisch nach Stichworten geordnet. „Ein Satz sagt mehr als tausend Worte“ ist der ebenso treffliche wie treffende Titel.

Leider ist mein Rezensionsexemplar mit Kuli vollgekritzelt, und dasselbe ist der gesamten Auflage passiert! Aber es gibt Schlimmeres. Meine Mutter hat einmal ein verliehenes Buch mit einer Wurstscheibe als Lesezeichen zurückerhalten. Peter Breuers Werk ist frei von Fleischwaren. Und frei von Käse, was nicht jedes Buch von sich behaupten kann.

Da ich für Rezensionen nach Zeilenhonorar bezahlt werde, will ich noch einen kurzen Exkurs einflechten:

In einem Leipziger Antiquariat hörte ich neulich, wie sich ein Kunde den Unterschied zwischen Goethes Faust 1 und 2 erklären ließ, bis er schließlich den Entschluss fasste, dass ihm der erste Teil genügen werde: „Dann nehme ich nur den Faust 1 hier“, tat er kund, worauf die Antiquarin entgegnete: „Gern, aber was Sie jetzt in der Hand halten, ist mein Kassenbuch, das brauche ich noch.“ Diese Geschichte hat eigentlich keine Moral, außer dass es nie zu spät ist, mit dem Lesen anzufangen, und Peter Breuers Buch wäre dazu nicht die schlechteste Wahl.

Man lese auch meine anderen Rezensionen.

Aus meinen Tweets der 25. Kalenderwoche 2012

24.06.2012 19:19

Beim Friseurbesuch fielen derart viele graue Härchen auf den Boden - ich muss ja vorher fast so alt ausgesehen haben wie ich bin!

Weiß man schon, ob die Erfinder der Schlaghose und der Fahrradklammer miteinander verwandt waren? Ich wittere Nepotismus.

Apples Erfolg ist mittlerweile derart groß, dass Microsoft sich zum Äußersten gezwungen sieht: Innovation!

Wenn Facebook statt eines Mindestalters von 13 ein Höchstalter von 31 einführte, bliebe vielen Teenagern Mamas Freundschaftsanfrage erspart.

Komisch: Jeder ist gegen Monopole, aber alle sozialen Netzwerke, die nicht Marktführer sind, werden als „tot“ gebrandmarkt.

Radio, TV, Fahrrad, Computer, Arztbesuche, Spielzeug: Bedenkt man, was Oma vor 90 Jahren alles nicht hatte, freut man sich auf die Zukunft.

Tankstelle

20.06.2012 22:31

Tankstelle

Der Meteorit

18.06.2012 20:06

Ich habe meine verstreuten Blogbeiträge und Twittermeldungen zum Thema Leistungsschutzrecht noch mal in einem erweiterten Artikel zusammengefasst und in meinem Zweitblog veröffentlicht: Weiterlesen…

Ein Aufsager

17.06.2012 23:21

„Ich stehe hier am Schauplatz eines wichtigen Ereignisses und habe vor mir einen unmittelbar beteiligten Augenzeugen, der zugleich Experte in relevanten Dingen ist. Aber lassen Sie mich zunächst einige Worte über die Puscheligkeit meines Mikrofons verlieren. Es handelt sich mitnichten um eine normale Puscheligkeit, wie sie hochflorigem Windschutzüberzug geziemen mag, sondern ich scheue mich kaum, von einer geradezu weihnachtsmannbärtig zuckerwattrigen Puscheligkeit zu sprechen, die den Rahmen des Erwartbaren zu sprengen sich anschickt. Aber halten wir uns nicht mit belanglosen Details auf, sondern widmen wir uns dem eigentlichen Thema, dessentwegen ich hier bin: Karriere. Ich hätte gerne eine solche gemacht, wie ein Schulfreund von mir, der Karrierist geworden ist, ein Beruf mit Zukunft und Renommee. Noch mehr Sozialprestige haben Ärzte. Und volles Haar. Ich danke Ihnen.“

Prag

17.06.2012 22:59

Prag

Aus meinen Tweets der 24. Kalenderwoche 2012

17.06.2012 22:50

Trockenes Brot macht mich misstrauisch. Dieses Kartell aus Enten, Bäckern und Gebissherstellern müsste auch mal untersucht werden.

Meine wahrhaft glänzende Karriere als tollkühner Bergsteiger wurde schon früh durch meine Geburt im Landkreis Oldenburg durchkreuzt.

Man muss auch delegieren können. Die Erotik z.B. erledigen junge Leute im Internet für mich, ich kann ja nicht alles selber machen!

Dass Zeitungen nur noch eingeschweißt unterm Ladentisch verkauft werden dürfen, wird dem Raublesertum endlich ein Ende setzen!

Man sollte alles auch mal von der anderen Seite betrachten! Abwr so ksnn mab svhlevt tippem, weik mab das Dispkay nivht sirht!

Aus meinen Tweets der 23. Kalenderwoche 2012

10.06.2012 23:59

„Und so gingen Prinz und Prinzessin eine ernste Beziehung ein und leisteten harte Beziehungsarbeit.“ (aus den Märchen der Schwestern Grimm)

Man sollte Brauereipferde auch mal nach ihrem Charakter beurteilen.

Das Monster unterm Bett stirbt einen leisen Tod und mit ihm die Fantasie.

Ich kenne Leute, die sind so alt wie ich, aber erwachsen. Man muss so derartig aufpassen im Leben!

Schlimmer als politische Gegner sind Leute, die dieselbe Meinung haben wie ich, aber diese mit einer verbissenen Arschlochigkeit vertreten.

Einer meiner Zehennägel ist gerade gewachsen.

Meine Zahnstocher kaufe ich bei Apple. Nennen sich SIM-Werkzeug und werden nur mit einem lästigen Handy abgegeben.

Dem @Nasendieb widmet sich die vierte Folge meiner Twitteretymologie.

Der Abstand, den ein Pärchen zueinander hält, wenn es sich auf eine Parkbank setzt, lässt sich proportional in Beziehungsjahre umrechnen.

Flugzeug

08.06.2012 23:13

Flugzeug und Fahrräder

Bilderberg-Konferenz

07.06.2012 22:41

Bekanntermaßen fand kürzlich in Chantilly, Virginia, die Bilderberg-Konferenz statt, zu der ich als Referent für Soziale Netzwerke eingeladen war. Um Verschwörungstheorien entgegenzutreten, die sich um diese Konferenz ranken, will ich deren Ablauf einmal genauer beleuchten.

Zunächst einmal waren alle Teilnehmer nackt. Aber nicht aus Wollust, sondern um verborgenen Abhöranlagen vorzubeugen. Lediglich auf dem Kopf trugen die meisten einen Aluminiumhut, der Gedankenmanipulationen verhindert.

Was mir gleich beim Reinkommen auffiel, war ein Schirmständer, dessen Schatten auf einen Wandteppich fiel, der ein unruhiges Rechteckmuster besaß, das mir schon einmal in einer kleinen Dresdener Pension begegnete, dort allerdings als Dessin auf einem Zahnputzbecher, neben dem ein Seifenstück drapiert war, das ich Jahre zuvor in einem Frankfurter Motel einmal für die Willkommensschokolade hielt und fast verschlungen hätte, wäre nicht im selben Augenblick das Zimmermädchen hereingekommen, um mir mitzuteilen, dass sie mich gerade mit einem Vertreter für Bastmatten verwechselte, der in den Anfangsjahren ihres Beruflebens gerne einmal ein unverbindliches Schäferstündchen mit jenen Hotelangestellten, die weder in festen Händen noch einem amourösen Abenteuer abgeneigt waren, in allen Einzelheiten zu planen, nie aber umzusetzen pflegte.

Oft ist es ja nur Informationsmangel, der zu Verschwörungstheorien führt, und ich bin froh, diesem hiermit abgeholfen zu haben.

Schland und Schloch

05.06.2012 22:22

Neu in meinem Simple-Sachen-Blog: Schland, Schloch und Urheberrecht.
Weiterlesen…

Aus meinen Tweets der 22. Kalenderwoche 2012

03.06.2012 23:59

So, da bin ich wieder! Ich war 2 Jahre von Außerirdischen entführt, habt Ihr mich vermisst? Wie viel Zeit ist denn auf der Erde vergangen?

Ohne OCR-Software gäbe es das schöne Wort Strorn nicht. Dessen seid euch stets gewahr!

Statt Organspender bin ich jetzt Organverleiher: Nach dem Tod des Empfängers wird das Organ in meinem Sarg beerdigt.

In einem Paralleluniversum verknoten Kopfhörerkabel nicht durch bloßes Aufeinanderlegen.

Die neue Alu-Jalousie hat sich bewährt, schützt zuverlässig vor dieser hellen Tageszeit, die den Schlaf unterbricht. Kunststoff-Jalousien sind heute so haltbar wie Esspapier. Einmal in Richtung Fenster geniest und die Jalousie ist Konfetti.

Ah, frische Luft! Wenn ich das Fenster sperrangelweit öffne, ist meine Wohnung wie ein kleiner Balkon. Auch von der Größe her.

Bei mir ist neulich jemand eingebrochen und hat jede Seite meines Buches mit Butterbrotpapier abgepaust. Verdammte Raubkopierer!

Wer die Eignungsprüfung als Youtube-Kommentator nicht bestanden hat, kann immer noch AppStore-Bewertungen schreiben.

Möglicherweise müssen sich einige Nüsschen vorwerfen lassen, von mir gegessen worden zu sein, als ich schon satt war.

Hätte man Schlafanzugbrusttaschenannäherinnen sinnvoller in der Raumfahrt eingesetzt, besäßen wir bereits eine Kolonie auf dem Mars.

Oldenburg im August 1929

01.06.2012 12:00

Oldenburg im August 1929

Aus meinen Tweets der 21. Kalenderwoche 2012

27.05.2012 23:59

Es ist noch nicht Montag, das hier ist der Bonuslevel des Sonntags.

Positionspapiere und Wahlprogramme sollten erwähnen, welche der Forderungen auch im Regierungsfalle gälten und welche nur in der Opposition.

Ich spiele The Real World zwar auf dem leichtesten Level, dafür endet mein Spiel aber auch 6 Jahre früher.

Immer diese Spannung, ob die Wäsche, die auf keinen Fall in den Trockner soll, den Trockner gut übersteht. Mein Leben ist so aufregend!

Hörenswert: „Der ökonomische Putsch oder: Was hinter den Finanzkrisen steckt“ (Deutschlandfunk)

Schon der Gedanke, mich vom Nichtstun erholen zu müssen, ist mir zu anstrengend.

Ich sehe mich ja eigentlich mehr als Young Potential. Oh, jetzt ist mir der Polokragen runtergeklappt.

Ich habe als Kind mit Schlümpfen gespielt, habe aber ansonsten gar nichts gegen kleinwüchsige blaue Menschen.

So eine Bettdecke ist schon was Feines: Tagsüber liegt sie auf dem Bett und nachts zusammengeknüllt neben mir.

Diese Diskrepanz zwischen den Darbietungen selbst und ihrem bombastischen Veranstaltungsrahmen bietet außerhalb Nordkoreas nur der European Song Contest.

Ich heirate eine Frau mit langen Wimpern, die kann mir beim Küssen die Brille putzen.

Aus meinen Tweets der 20. Kalenderwoche 2012

20.05.2012 23:59

Ich habe ja nix gegen „Männer“, die sich die Arme rasieren, aber die Anführungsstriche bleiben.

Im dritten Teil meiner Twitteretymologie wird die @Ingeborch etymologisiert.

Burger King hat meine Diät unterbrochen.

Meine Timeline ist plötzlich voller Fußballfans. Das ist ja wie in diesem Film mit den Körperfressern!

Ich habe Sonnenbrand auf den Lippen! Es muss mein sonniges Gemüt sein, das sich auf diese Weise Bahn bricht.